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Autor Thema: Hat jemand Erfarung mit Makro-Distanzringen für Objektive?  (Gelesen 14201 mal)

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Offline Schluchti

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Ein 100-400er  zum Mineralienfotografieren? Dafür  doch sicher nur das Makro, oder?

Offline Helicat135

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Hallo,

mit Hilfe des Nikon-Forums habe ich´s endlich hinbekommen. Und sooo schlecht sind die Ringe gar nicht. Sagen die im Forum auch. Schaut selbst:

Offline Schluchti

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Na bitte, geht doch. Woran hat es gelegen?

Offline Helicat135

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Ich musste die Blende direkt am Objektiv einstellen und da wußte ich nicht, wie das geht  :-[

Offline der Sauerländer

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Hi Helicat,

eine weitere, sehr preiswerte, Möglichkeit der Makrofotografie sind Vorsatzlinsen. Mach dich doch mal schlau über die RAYNOX DCR250.
Die kostet so um die 30,-€ und die Gewindehalterung ist stufenlos verstellbar. So ein Teil habe ich auch und mit dem Normalobjektiv bringt das ordentliche Ergebnisse.

@schluchti
das 100-400 natürlich nicht für Makros! Hier wird meißtens über Makros im Minibereich geschrieben. Das ist für mich kein Problem. Makroobjektive sind dafür gerechnet, im Nahbereich CA und andere Dinge aus zu schalten. Da hapert es mit der Tiefenschärfe und je länger ein Objektiv um so "schlimmer" wird es. Aber kleinste Kristalle lassen sich hervorragend scharf ablichten.
Mein Problem sind Handstufen und Großstufen! Da die richtige Schärfentiefe zu finden und glänzende Flächen zu eliminieren schafft mir Probleme. Also muss ich mehrschichtig foten und mit Polfilter arbeiten, was mich wieder Blenden kostet.
Anders ausgedrückt....nicht die Stufen sind das Problem, sondern das Licht! Die besten Ergebnisse erreiche ich zurzeit mit dem 24-105 L .
Wie sagte doch ein kluger Mann?:
"der Anfänger sorgt sich um`s Equipment, der Profi um`s Geld und der Meister um`s Licht!"
ich sorge mich immer noch um`s Equipment :-\

Wilhelm

Offline Helicat135

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Ja, an die habe ich auch schon gedacht. Wieweit kann ich denn mit den Linsen an ein Objekt heran gehen? Mit den Distanzringen "klebt" man ja quasi direkt am Objekt. Das geht bei Mineralien. Bei Insekten geht das nicht  :-\

Offline Schluchti

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@ Helicat: Wie weit man mit der Naheinstellgrenze mit Makro-Linsen an das Objekt heran muss, hängt vom Objektiv und der Makrolinse ab. Grundsätzlich bewirken aber Makrolinsen und Zwischenringe das gleiche, nämlich eine Erhöhung der Abbildungsleistung. Die Zwischenringe haben den Vorteil, daß keine Qualität durch zusätzliche Luft-Glasübergänge verloren geht, aber den Nachteil des Lichtverlustes.  Makrolinsen bewirken in der Regel keinen merklichen Lichtverlust, aber können die Qualität etwas mindern (hängt von der Güte der verwendeten Linse ab).

@ Sauerländer: Warum sind größere Stufen für das Makro ein Problem? Wenn genügend Platz da ist, kann man doch einfach den Aufnahmeabstand erhöhen, bis man mit dem Makroobjektiv die Stufe formatfüllend draufbekommt. Die Vorteile der exzellenten Korrektur und Schärfe des Makroobjektives bleiben erhalten. Zudem treten keine weitwinkeltypischen Veränderungen der Bildwirkung auf. Und mit Erhöhung des Aufnahmeabstandes wird ja auch zunehmend die Schärfentiefe unkritischer. Polfilter ist klar, der hilft oft Wunder, gerade wenn man auf Glas arbeitet oder um nichtmetallische Reflexe zu minimieren.       

Aber es ist richtig, eine gute Beleuchtung ist schon wichtig.

Offline der Sauerländer

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Hi Thomas,

richtig! Das is halt so. Wobei die Bildfeldebene hier für den Nahbereich(!) hinsichtlich Schärfe und Kontrast berechnet wird. Wenn meine Stufen alle so um die 5 cm klein wären, hätte ich nicht so das Problem. Aber das schwankt von wenigen cm bis ca 40 cm. Da muss ich bei meinem 105er schon nach draußen gehen :-\
Oder weiter investieren :'(

Gruß
Wilhelm

@helicat
Kit-Objektive sind in der Regel Zoomobjektive von 17-85 mm. Also kannst Du mit ner Nahlinse variieren. Damit habe ich die Facettenaugen einer Raubfliege gut abgelichtet.

Offline Helicat135

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Hallo Wilhelm,

danke für die Antwort. Dann schaue ich mal nach sowas. Habe gerade meinen letzten Penny in ein 500er gesteckt. Die Makrofotografie entdecke ich ja gerade erst.
Mal sehen. Ich habe auf jeden Fall gestern hübsche Aufnahmen von den Facettenaugen eines Trilobiten gemacht. Aber der war halt etwas steif, der Junge ;D

Offline aca

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Hi,

so explizit hat das zwar keiner gesagt, aber die Abbildungsqualität von Makros ist auch
bei grösseren Objekten/Abständen sehr gut.
Makros werden gerne mal als Porträt-Objektive genommen (die Brennweite
60 bis 100mm passt dafür ja sehr gut), wenn es nicht so sehr auf die Lichtstärke ankommt.

Was bleibt - und das Problem sehe ich genauso wie die anderen - die grossen Objekte korrekt auszuleuchten.
Mein eigenes Setup ist einfach für Stücke bis Faustgrösse optimiert. 
Ich hätte mal die Gelegenheit gehabt, einen sehr schönen Szepterquarz eines anderen Sammlers zu fotografieren. Irgendwie dachte ich nur, uff, das Ding ist 20cm hoch, das kriege ich nie vernünftig hin ohne 1/2 Tag rumzuspielen (allein das Positionieren ist ätzend), und hab's gelassen. Darauf erzählte mir der Sammler, dass ein sehr bekannter Fotograf bei dem Teil auch gekniffen hatte, es war im zu gross.

Gruss
Amir

Offline Schluchti

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Hi,

so explizit hat das zwar keiner gesagt, aber die Abbildungsqualität von Makros ist auch
bei grösseren Objekten/Abständen sehr gut.

Da kann ich Dir nur voll zustimmen. Anbei mal ein Foto, das ich mit meinem EF-S 60mm 2.8 USM Makro auf große Entfernung gemacht habe, einmal das verkleinerte Vollbild, und einmal ein 100% Crop. 

Edit: Die Bilder lassen sich hier offenbar nicht einfügen.

Also doch wieder der (leider werbebehaftete link zur Galerie):

http://www.bildercache.de/galerie/6329
« Letzte Änderung: 17 May 08, 09:53 von Schluchti »

Offline uwe

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Ich möchte, dieses alte Thema nochmals aufgreifen. Am Anfang dieses threads wurde der Umkehrring (auch Retroring) erwähnt. Mit diesem Ring kann man Makroaufnahmen bis fast zum Mikrobereich erzielen. Das beste ist aber, daß dieser Ring nur 15,- Euro kostet. Bedingung ist allerdings eine Spiegelreflexkamera mit Wechselobjektiv. Diese wird mit Hilfe des Ringes verkehrt herum an die Kamera angeschlossen (also die Innenlinse nach vorn).

Ich habe den Ring heute morgen bekommen und aus der Hand heraus die angehängte Aufnahme gemacht, die sich allerdings mit einiger Übung noch verbessern läßt.
Die Bildbreite beträgt 4 mm. Als Objektiv wurde ein normales Objektiv mit 18 bis 55 mm verwendet.

Umkehrringe gibt es beispielsweise bei www.enjoyyourcamera.com (deutschsprachige Seite) zu kaufen. Bei nur 15,- Euro kann man nichts falsch machen und sollte diese preiswerte Methode mal ausprobieren.

Gruß
Uwe

Offline thothie

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Das 18-55 in Retro reicht aber nicht. Schärfe und Tiefenschärfe sind bei Deinem Bsp. noch sehr verbesserungswürdig. Bessere Ergebnisse erzielt man, wenn man auf etwa F 5.6 aufblendet und Stapelaufnahmen macht.

Offline der Sauerländer

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mit dem 18-55 habe ich auch experimentiert. Das kannste vergessen!
Da ist jede Vorsatzlinse wie die Raynox um Klassen besser.

Letztendlich wird man doch in ein Makro investieren müssen, wenn man brauchbare Ergebnisse erzielen will.

Gruß aus dem sonnigen Sauerland

Offline Graul

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  • Skorodit xx vom Stamm Asser, Graul
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Also ich nutze mein 100/2,8 er Canon Makro, das macht schon mal von Haus aus 1:1! Wenns ganz klein wird, bau ich das Objektiv von meinem LOMO-Bino ab und befestige das mittels Isolierband vorn am Makro-Objektiv!
Das ist wie eine Supervorsatzlinse und bringt echt super Ergebnisse!!!
Hier nur mal als Beispiel ein Mimetesit vom Stamm Asser am Graul:

Deutschland/Sachsen/Erzgebirgskreis/Raschau-Markersbach/Langenberg/Graul/Grube Stamm Asser
Hat jemand Erfarung mit Makro-Distanzringen für Objektive?



 

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