Fossilien / Fossils / Fósiles > Kopffüßer / Cephalopoda
Ammos mit Lobenlinien aus Holzmaden?
Helicat135:
Die Bestimmung ist nicht das Problem. War da ja nicht ohne fachkundige Begleitung ;D
Durchmesser meines neuen Freundes : 19cm
Helicat135:
Und noch ein Detail
triassammler:
Hallo!
So, ich möchte da auch noch meinen Senf mit dazugeben, denn ich war bei dem Fund vorgestern mit dabei und war als alter Holzmaden-Kenner selbst einigermaßen darüber erstaunt! Auffällig auch, dass die Wohnkammer bei dem Stück nicht vollständig flachgepresst, sondern noch ca. 5 mm dick ist. Für mich kommt da nur eine im Posidonienschiefer doch recht seltene, erst spät erfolgte Lösung des Kalkgehäuses in Frage, als das Sediment schon bereits soweit verfestigt war, um die Lobenlinienabdrücke bewahren zu können. Üblicherweise sind die Kalkgehäuse ja frühsttaphonomisch auf Grund der hoch liegenden CCD aufgelöst, und nur die durch anaerobe bakterielle Aktivität im Bereich des organischen Periostrakums entstandene Pyrit"haut" bleibt zurück.
In meinen Augen also ein durchaus beachtenswertes Kuriosum!
Gruß, Triassammler
Soenke:
In der Tat interessant!
Ist das Umgebungsgestein stärker kalkhaltig und härter als die normalen "Schieferplatten"?
Gruß
Sönke
triassammler:
"Relativ" ja. Es entspricht aber nicht den bekannten Kalkbänken bzw. Knollenlagen, wie sie innerhalb des Posidonienschiefers auch vorkommen. Dass darin nicht allzu selten auch mal ein mehr oder weniger unverdrückter Ammo vorkommen kann, ist ja bekannt. Dann aber wieder meistens äußerst schlecht erhalten und ohne deutliche Trennung zwischen Steinkern und Matrix (fehlende Pyrithaut, weil das Milieu oxisch war und keine mikrobielle Pyritfällung statt fand).
Leider wurde das Stück nicht im Anstehenden gefunden, so dass die genaue Ansprache des Fundhorizonts nicht möglich ist.
Gruß,
Triassammler
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