Jaja, die Frage nach dem perfekten Kühlmittel.

Das perfekte Kühlmittel muß/soll:
- geruchlos sein
- sich rüchstandslos vom Schneidgut ( insbesondere bei Trimmschnitten von Stufen ) entfernen lassen
- das Schneidgut ( insbes. Carbonate ) nicht angreifen
- biologisch abbaubar sein
- nicht brennbar sein
- sehr gute Kühleigenschaften haben
- den Schneidstaub binden und am Wannenboden absetzen
- den Schnitt sauber halten
- nicht gesundheitsgefährdend sein
- bei jeder Art von Material funktionieren
- Korrosionsschutz für die Maschine bieten
- nicht die Welt kosten
- eine hohe Biostabilität haben
hab ich was vergessen ??
Nun, so eine Flüssigkeit gibt es nicht. Es gibt zahlreiche Gemische, die zwar einige der geforderten Eigenschaften aufweisen, den anderen aber völlig entgegenstehen.
Petroleum z.B. hat mittelmäßige Kühleigenschaften, keinerlei Bindevermögen, stinkt aber tierisch ( was vor allem die Mineralienfreunde bei ihren Stufen begeistern wird

Dafür brennt es ganz gut, was im Winter ein kurzfristiger Vorteil sein kann.
Ich habe lange Zeit ein Endparaffin, zusammen mit einem synthetischen Bindemittel benutzt. Es war fast perfekt, hatte nur einen niedrigen Flammpunkt.
Währenddessen habe ich über Jahre mit den unterschiedlichsten Mitteln auf Wasserbasis experimentiert.
Fast zeitgleich mit dem Brand meiner Säge in diesem Jahr habe ich dann ein akzeptables Mittel gefunden welches nun das Paraffin, zumindest bei den kleinen Sägen, abgelöst hat. Es bietet alle geforderten Eigenschaften, ist aber nur für Schnitte bis ca. 15 cm geeignet da es bei tieferen Stücken den Schnitt nicht mehr sauber hält. Und es schäumt bei hohen Drehzahlen etwas, was ich aber noch in den Griff bekomme.
Das herauszufinden hat mich viel Zeit und Geld gekostet ( viele der Indrigenzien bekommt man nur in 25 Liter Gebinden )und beruht auf Versuch und Irrtum. Bei Irrtum hat man 24 Liter zu entsorgen. Man kann auch sagen, man kann u.U. bis zum Sanktnimmerleinstag experimentieren, ohne was vernünftiges zu finden. Ist halt Glück dabei.
Wie bereits gesagt, gibt es kein Mittel was allen Anforderungen gerecht wird. Meines ist nicht biologisch abbaubar, der Schneidschlamm muß also fachgerecht entsorgt werden. Und es wirkt halt nur bei begrenzten Schnittiefen.
Das Mittel habe ich grade jetzt in den Vertrieb aufgenommen, ich kann also bei Bedarf liefern. Da ich hier nicht voll auf der Werbeschiene reiten will, bei Interesse bitte eine PN schicken.
Ansonsten sei noch gesagt, dass Wasser alleine gar nicht gut ist. Es beeinträchtigt die Schnittleistung und die Standzeit des Blattes erheblich und bietet keinerlei Korrosionsschutz. Die Bohrmilch bindet nicht gut genug ab, hilft aber schon ein wenig.
Zitat sowiedu:
Die Schwierigkeiten bei meiner Sägerei ist:
1. auf der 300er Säge, an der ich zusammen mit anderen Leuten arbeite, werden die unterschiedlichsten Materialien zersägt. ...Fossilien, Erze, Gesteine, Mineralien...
Das ist eigentlich keine Schwierigkeit, sondern ein KO-Kriterium

Das wird immer ein Konglomerat aus Kompromissen und Schwierigkeiten bleiben. Alleine wenn Erze oder sandige Gesteine in größerer Menge gesägt werden, ist danach das Kühlmittel eigentlich hin, weil total verschlammt. Hämatit kommt da z.B. besonders gut.