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Taschendosimeter - taugt der was?
caliastos:
nun, warum ich das messen mit dem dosimeter kritisch finde hat folgenden grund:
du erfaßt ja damit die strahlendosis. doch die "noch gesunde" dosis pro jahr richtet sich v.a. nahc der art der strahlung. alpha-strahlung verpaßt dir eine höherer dosis wegen der kerngröße als beta-strahlung. aber ich reichweite ist schlecht. gamma-strahlung hingegen geht durch alles durch. würdest du dich aber nun in einem raum mit strahlenden stufen aufhalten und das mit einem abstand von 1m zu den stufen und einer glastür, so würdest du kaum strahlung von den alpha-strahlern erwischen. die anderen strashler aber würden dir schon strahlung verpassen. würdest du aber in 1cm abstand postion besziehen, so hättest du fiel schneller deine jahresdosis erreicht.
aber solange du keine großstufen hast, daran herumknabberst oder hämmerst, lüftest usw., so sollte das an sich nicht so wild sein. man bedenkte: im bayerischen wald leben die menschen mit einer deutlich höheren untergrundstrahlung. denen geht es auch gut. oder die vielflieger. was dir eine flugstunde an strahlung reinhaut ist mehr als deine stufen so schaffen würden. aber dennoch sollte man halt strahlungsquellen nicht unbedingt in der wohnung haben. finde die uranminerale zwar auch toll, aber zugelegt habe ich mir keine. ich mag eindosen nicht so recht. aber anders hält man einen teil der strahlung nicht so ab. und bei meinem staub hier müßte ich die dauernd sauber machen und würde partikel der stufen aufwirbeln.
Hg:
@caliastos
das Ganze führt zu weit von der eigentlichen Fragestellung weg. Von mir daher noch ein paar abschließende Worte.
Wenn ich an der Nachweisgrenze von menigen mBq scheitere, würde ich nie auf die Idee kommen das untersuchte Stück als radioaktiv zu bezeichnen. Da liefert die kosmische Strahlung eine deutlich höhere Belastung und Hintergrundstrahlung.
Der Kunststoff liefert definitiv eine Untergrundstrahlung, weil in das Kunstofffläschchen der Szinzillator (Gemisch verschiedener org. Aromaten) und das zu messende Stoff gegeben wird (LSC; liquid szintillation counting). Wären da noch wirklich messbare radioaktive Isotope vohanden (egal ob alpha oder beta würden die auch auffallen). Schließlich ist Erdöl auch aus biogener Masse entstanden, oder?
Bei den beta-Spektren spricht man kontinuierlichen Energieverteilungen, da neben dem beta-Teilchen auch ein anti-Neutrino emittiert wird und sich die Energie statistisch auf die beiden Teilchen verteilt wird (Halbwertsbreiten von mehreren hundert Kanälen; bei richtig guten Peaks in der gamma-Spektrometrie wenige Kanäle).
Bei K-40 wird übrigend nicht das beta-Teilchen gemessen, sondern man kann sehr elegant die Cherenkov-Strahlung in Wasser messen ;)
Anka:
@caliastos: Okay, dann gleicht sich das bei mir ja wieder aus mit der Strahlung - ich hab es in 30 Jahren gerade mal auf einen Flug hin und zurück nach London geschafft... ;D
Nee, ich verstehe schon, was Du sagen willst. Alpha ist denke ich nicht sooo das Problem, weil - zumindest bei den radioaktiven Mineralien, die ich bisher gefunden habe - eigentlich nichts absolut offen rumliegt/-gelegen ist. Alles entweder eingedost oder in stabilen (relativ dicht gepressten) Pappschachteln (da sind die offen rumliegenden Mineralien mit irgendwelchen Schwermetallen drinnen sicher schädlicher...).
Mein Gerät misst ja beta und gamma zusammen, ich komme so beim Curit auch auf einen höheren Wert, als er auf dem Etikett notiert war (leider ist das das einzige Stück, auf dem das drauf stand, und es stand nicht dabei, was gemessen wurde, ich tippe aber auf gamma).
Aber der genaue Wert ist mir eigentlich auch egal - alles was deutlich aktiver ist als der Rest, wird halt jetzt ausgelagert. Also jetzt nicht jedes Steinchen, bei dem mein Gerät anstatt 0,15 µSv/h nun 0,5 µSv/h misst, aber wenn es 1µSv/h oder mehr anzeigt, nehm ich das doch lieber raus. Da ist mir einfach wohler dabei...
Gestern bin ich auf diese Weise dann auch wieder fündig geworden - ein französischer Torbernite, ein kleiner Zeunerit, ein in Küchenpapier eingewickeltes Stück aus dem Erzgebirge mit irgendwelchem Uranglimmer (habs nicht ganz ausgewickelt) - wenigestens war das in einer Gefrierdose aufbewahrt worden - und dann noch ein (für meine Verhältnisse ziemlich aktives) Stück "Antraxolit". Google hat mir schon erzählt, dass das eine uranhaltige organische Verbindung sei, aber was ist das genau? Weiß das jemand zufällig? Der Name scheint nur in östlichen Ländern verwendet zu werden, ich finde da sonst absolut nichts dazu... ???
Da war ich jedenfalls wirklich froh, dass ich das messen konnte (wie verfälscht der Wert auch immer sein mag), denn der Name war mir völlig unbekannt... :P
-M-:
Hallo Anka,
Antraxolit ist soweit mir bekannt, ein natürlicher Asphalt / Bitumen, mitunter auch als Impsonit bezeichnet.
Gruß -M-
Anka:
Hallo -M-,
vielen Dank, das hat mir weitergeholfen! Wär ich jetzt nicht drauf gekommen...
Da hab ich jetzt auch Infos dazu gefunden, siehe z.B. hier.
Viele Grüße, Anne
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