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Taschendosimeter - taugt der was?
caliastos:
@ hg
also wenn es nun schon so genau sein muß, dann korrigiere ich das mal gleich ganz kleinlich. "kein" mineral ist radioaktiv, auch pechblende nicht.
radioaktiv sind nur bestimmte elemente, die ein mineral zum teil aufbauen
aber da es an sich kein einziges mineral gibt, in dem keine einschlüsse oder fremdatome sind, so würde ich das halt nicht so genau nehmen. und bei den millarden von atomen ist es recht unwahrscheinlich kein radioaktives oder instabiles atom beim kristallwachstum zu erwischen.
org-verbindungen und v.a. k-40? also bisher hörte ich immer nur c-14 und bei anorg k-40.
Hg:
nun, caliastos; dann erklär mir doch bitte mal, was an natürlicher Radioaktivität der Organimus noch so alles verstoffwechseln und einbauen soll. Warum finde ich im Kunststoff praktisch keine Untergrundstrahlung? (siehe Diagram; achja.....Ereignisse sind nicht mit Bq zu verwechseln!)
Ein Kollege von mir wollte einmal den Zusammenhang von Polonium im Tabak und Lungenkrebs bei Rauchern nachweisen. Irgendwann hat er dann aufgegeben.
Ich hatte schon Wasser aus unserem Bach nach Radioaktivität untersucht. Allerdings bin ich dann recht schnell auf die Nachweisgrenze von wenigen mBq gestoßen. Nach deiner These habe ich da wohl was falsch gemacht. In der Lahn finden sich dagegen immer ein paar Bq (nicht viel, aber gut messbar). Nach einzelnen Atomen unter 10x zu suchen ist völlig unsinnig.
Anka:
Ich möchte nochmal betonen, dass es nicht meine Absicht ist/war, hier jetzt zu diskutieren, ob solche Mineralien gut oder schlecht, gefährlich oder ungefährlich sind. Ich kann da (inzwischen) selber ganz gut entscheiden, was ich für mich selber gut finde und was nicht. Ich respektiere es, wenn ein Sammler Freude an etwas deutlicher radioaktiven Mineralien hat, aber genauso erwarte ich auch, dass ein Sammler respektiert, dass ich als Nichtsammler mich lieber mit anderen Dingen umgebe. Es tut mir leid, wenn manche Leute hier genervt sind, weil das Thema überhaupt angesprochen wurde, anscheinend ist es nicht gerne gesehen.
Mir ging es mit meiner Frage hier eigentlich wirklich nur darum, ob das Dosimeter für meine Zwecke geeignet ist. Nichts weiter.
caliastos:
die frage des dosimeters sollte an sich beantwortet sein. es dient eben nur dazu die aufgenommene strahlendosis festzustellen, nicht aber um die radioaktivität eines stoffes zu bestimmen. dafür wurde es nicht konzepiert. das kannst du in gewisser weise mit anderen instrumenten vergleich. ein druckmesser, der nur 10 bar anzeigt, wird dir bei 40 bar auch nichts bringen. denn er wurde nicht für den bereich konzepiert. man kann zwar werte ablesen, nur dann denkt man man hätte 10 statt 40 bar.
es bringt demnach nichts mit einem unpassenden instrument die falsche größe zu messen. zu messender wert und instrument müssen schon zusammenpassen.
du kannst also sozusagen deine abbekommene strahlendosis feststellen, aber nur bedingt aussagen zur radioaktivität geben. außer dein dosimeter sollte zwischen den strahlungsarten umstellbar sein und du würdest die dosis in strahlung umrechnen.
@hg
also an sich kann jedes "passende" element eingebaut werden. inkompatible nicht, aber sie könnten kompatible strahler erzeugen. aber das ist nunmal extrem gering. insbesondere bei organismen, da diese sich regelmäßig erneuern. blei und co lagert sich ja auch nicht überall ein. von Pb, K, C, usw. gibt es ja auch strahlende isotope. minerale sind was ganz anderes, da reichert sich strahlendes material viel länger an, v.a. die mit hoher halbwertszeit.
nachweisgrenze ist übrigens das stichwort. nicht meßbar heißt eben niemals nicht vorhanden. aber finde mal das eine strahlende atom in hunderten liter wasser pro sekunde. die strahlung ist vernbachlässigbar, aber nicht null.
ähm? im kunststoff untergrundstrahlung?also die definition von untergrundstrahlung, die mir bekannt ist, ist strahlung die von außerhalb kommt, also von den versuchaufbauten und allem drum herum und nicht aus der probe selbst. oder meinst du damit die strahlung die die substanz selbst aussendet?
dein diagramm würde ich so deuten: du hast den piek im kaliumarmen glas. kalium dient dabei generell im glas als flußmittel. ohne wäre die schmelztemperatur des glases bei schönen 1775°C und nicht bei um die 1000°C (je glas halt). kaliumarm heißt aber eben auch nicht kaliumfrei. da hast du folglich immer auch einen gewissen anteil des isotopen kalium 40.
polyethylen aber ist ein kaliumfreie verbindung und als rohstoff dient ja meistens erdöl. der hauptstrahler ist da wenn der kohlenstoff. aber dessen lausige halbwertszeit senkt die vorhandene strahlung erheblich. nimm mal die jungen kohlenwasserstoffe der tertiären molasse. schon mal ausgerechnet wie viele atome seit der molassebildung zerfallen sind? gewaltig viele. da ist logischerweise wenig strahlungsmaterial übrig. so viel fremdatome kommen auch nicht rein. da ist der unterschied zu heftig. kalium und kohlenstoff sind an sich krasse strahlungsgegensätze.
Anka:
@caliastos: Wie gesagt werde ich das nochmal vergleichen, sollte ich die Gelegenheit haben, mit einem richtigen Geigerzähler zu messen. Das interessiert mich schon, wie sehr sich das unterscheidet...
Es war jetzt aber schon so, dass die höheren Werte eigentlich immer bei den Stücken auftraten, bei denen ich es auch vermutet habe, daher hoffe ich jetzt einfach, dass das Ergebnis bei ähnlichen (noch nicht von mir "entdeckten") Mineralien dann auch ähnlich gewesen wäre.
Wenn nochmal so ein Kandidat wie der Curit in der Sammlung gewesen wäre, hätte ich das jedenfalls gemerkt... (ich muss aber dazu sagen, dass der Curit auch vorher nie im Haus aufbewahrt wurde, da hat mein Vater schon aufgepasst).
Ich bin jetzt allerdings mit dem Sortieren nach Fundorten (zumindest grob nach Gegenden) eh so ziemlich durch, d.h. ich brauche mich nun auch nicht mehr so lange in den betroffenen Räumen aufhalten.
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