@Jens: Ich halte am guten alten OmniPage Pro 11 fest. Hab mir das vor einigen Jahren mal gekauft (noch auf Disketten

) und war vom Ergebnis so überzeugt, dass ich seitdem nichts mehr für Updates oder eine andere Software ausgeben wollte. Damit lassen sich auch schon Bildbereiche von der Verarbeitung ausnehmen, und Spalten von Zeitungs- oder Magazintexten werden erkannt und lassen sich in der richtigen Reihenfolge umwandeln.
@René: Wenn Du einen Scanner mit zugehöriger Software hast, in denen Du den Vorlagentyp schon angeben kannst, ist das natürlich optimal, dann werden schon beim Scanvorgang qualitätsmindernde Merkmale der Vorlage zumindest teilweise ausgefiltert bzw. korrigiert. Dass es 100 Einstellmöglichkeiten aber nicht unbedingt einfacher machen, mal schnell etwas einzuscannen, steht auf einem anderen Blatt

Ich habe auch ziemlich lange experimentiert, bis ich raus hatte, welche Einstellungen zu welcher Vorlage passen. Und dann ist trotzdem oft noch Nachbearbeitung im Grafikprogramm nötig.
Noch was: Dein Scanner versteht unter Graustufenbild was anderes als die Druckerei. Ein Graustufenbild als solches im PC kennt nur 256 Farbtöne, ein abgedrucktes s/w-Foto in einem Buch hat wesentlich mehr Graustufen! Du fährst also ggf. gut, ein s/w-Foto als Farbbild einzuscannen, wenn es von hoher Qualität sein soll. S/w-Zeitungsbilder sind wieder anders, hier erzielt man die Graustufen durch unterschiedliche Dichteverteilungen von schwarzen Punkten auf der weißen Fläche, dafür genügt auch ein Graustufenscan.
Bildqualität ist auch so ein Thema... Du speicherst Deine Bilder als TIFF? Das ist bei Standardformaten mit verlustfreier Komprimierung verbunden, aber etwas mehr Platz spart man, wenn man schonend als JPG komprimiert (Bilder mit > 256 Farben, Qualitätsfaktor nicht kleiner als 85 von 100 einstellen), und man bleibt kompatibel zu allen (absehbaren) künftigen Entwicklungen im PC-Grafiksektor, weil JPG ein genau definiertes Format ist, während es viele TIFF-Unterformate gibt, die nicht von jedem Programm und ggf. nicht bis in alle Zukunft gelesen werden können. Das JPG sollte man natürlich nicht mehr weiter bearbeiten, weil jeder Speichervorgang erneute Kompression zur Folge hat. Bei reinen s/w- oder 256-Graustufenbildern kann GIF eine Menge bringen, besonders wenn es viele Flächen mit der gleichen Tonstufe gibt. Großartig funktioniert das für Text- oder Tabellenseiten wo es nur schwarz und weiß gibt, man erhält eine winzige Bilddatei ohne sichtbaren Qualitätsverlust.
Ach ja, Stichwort "weiß": Es bringt deutlich was, Graustufen-Textseiten nach dem Scannen mit einem Kontrastfilter zu behandeln. Der Text wird dann richtig schwarz und der Hintergrund richtig weiß. Das kommt Dir zum einen beim Ausdrucken (Toner-/Tintenverbrauch) und zum anderen beim Speichern in einem komprimierten Bildformat zu Gute (weniger zu unterscheidende Graustufen = geringere Dateigröße).
Was Du auch machst: das Schärfen kommt ganz zum Schluss! Es zerstört Informationen, die für die anderen Transformationen dringend benötigt werden, um ein gutes Resultat zu erzielen. Schärfen ist nichts anderes, als dass weiße Pixel am Rand zusammenhängender, einander ähnlicher Farbflächen gestreut werden, um sie besser gegen ihre Umgebung abzugrenzen. Optisch erscheint das Bild klarer, aber die Informationen in den Übergangsbereichen gehen verloren. Das verhindert dann z. B. eine erfolgreiche Moiré-Beseitigung.
Gruß,
Rainer