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Autor Thema: Tips zum einscannen von Artikeln  (Gelesen 3770 mal)

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Offline Klinoklas

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Tips zum einscannen von Artikeln
« am: 22 Jul 08, 17:43 »
Hallo Spezialisten,

ich habe hier schon öfters gelesen das einige Artikel einscannen und archivieren.
Nun habe ich nach zwei Jahren zum ersten Mal meinen Scanner wieder am laufen bekommen (unter XP SP3 :-X)
und würde nun auch mal gerne etwas scannen.

Könnt ihr mir ein paar Tips und Ratschläge geben die zu einer Qualitätssteigerung führen.

Natürlich hängt es von den Qualitätsansprüchen ab, aber wenn ich davon ausgehe das ich kein Poster
als Ausgabe brauche und einfach eine gute Qualität im Maßstab 1:1 haben möchte.

Ein paar Fragen:

1. Welche Auflösung sollte ich beim scannen nehmen?
2. Welche Bildgröße (Ausgabe) ist optimal?
3. Welches Dateiformat zum Speichern bietet sich an? (Vorgabe im Programm ist Tif)
4. Wie groß sollte die zu archivierende Datei sein? (Erstes Ergebnis war 6,3 MB pro Seite :P)
5. Wie kann ich grieseln oder Lichtblitzer beim scannen vermeiden?
6. Komprimierung trotz guter Qualität möglich?

So das war es erstmal.

Bin für alle Tips dankbar.

Gruß
René

Offline Troglophiler

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Re: Tips zum einscannen von Artikeln
« Antwort #1 am: 22 Jul 08, 18:25 »
Hallo René,

eine Auflösung von 72 Dpi dürfte für die meisten Artikel ausreichend sein. Bei schlecht lesbarer Schrift, vergilbtem Papier oder Karten und detailreichen Zeichnungen sind höhere Auflösungen,  etwa 150 oder 300 Dpi angebracht.
DAS optimale Format der fertig gescannten Artikel ist das PDF- Format. Ein freies Programm zum erstellen solcher PDF's ist z.B. der PDF-Creator von http://www.pdfforge.org/. Damit kannst Du aus jeder Anwendung heraus PDF-Dateien drucken.
Meine gescannte Literatur ist,  für ~ 20 Seiten bei einer Auflösung von 72 Dpi, ca. 1.5 MB groß. Das ist für den Druck und zum Lesen am Bildschirm optimal.

Grüße
Jens

Haldenschreck

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Re: Tips zum einscannen von Artikeln
« Antwort #2 am: 22 Jul 08, 18:43 »
hallo,
es kommt darauf an, was du damit machen willst. willst du später deine scans ausdrucken, dann darfst du nie unter die druckerauflösung kommen. bei reinen schwarz-weiß sind dann 300 dpi minimum, sw-bilder am besten in grau 150 dpi einscannen, farbe nur, wenn auch die vorlage farbig ist. anschließend als pdf abspeichern/konvertieren.

bsp.: ein buch mit 200 seiten sw/grau benötigt bei mir so ca. 15-20 mbyte.

haldenschreck

Offline Klinoklas

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Re: Tips zum einscannen von Artikeln
« Antwort #3 am: 22 Jul 08, 18:53 »
Danke für die Antworten.
Das mit dem in PDF umwandeln funktioniert schonmal  ;)
Jetzt muss sich noch etwas an der Qualität ändern. Ist noch sehr grieselig.

Übung macht den Meister

Gruß
René

Offline triassammler

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Re: Tips zum einscannen von Artikeln
« Antwort #4 am: 22 Jul 08, 20:32 »
Hallo,

ich jage besonders interessante Publikationen der Kategorie "kann man bestimmt später immer mal wieder brauchen" nach dem Scannen durch ein Programm zur optischen Zeichenerkennung. Mit einer Erkennungsrate von 95-97% bei klarem Schriftbild der Vorlage kann ich gut leben, und als PDF lässt sich der Text dann auch nach Stichworten durchsuchen. Zusätzlich als Word-Dokument steht der Inhalt dann auch bei Stichwortsuche im gesamten Dateibestand zur Verfügung.
Speicherplatz kostet ja nix mehr, deswegen scanne ich mit 300 dpi s/w und Graustufen, farbige Abbildungen je nach Verwendungszweck mit 300 oder 600 dpi. Für Bildtafeln, die als Bestimmungshilfen genutzt werden sollen nehme ich auf jeden Fall 600 dpi, damit man bei Bedarf auch mal ordentlich reinzoomen kann.

Noch ein Tipp: Beim Einscannen von Fotos bzw. Fototafeln auf Glanzpapier sowie von gerasterten Schwarzweißbildern (Zeitung!) in Graustufen entsteht ein sog. Moiré-Effekt: Bei Verkleinerung erscheinen rautenförmige Strukturen auf dem angezeigten Bild. Viele Grafikprogramme bieten hierzu einen Moiré-Filter zur Nachbearbeitung, mit dem der Effekt deutlich reduziert bzw. völlig entfernt werden kann.

Gruß,
Triassammler

Offline Troglophiler

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Re: Tips zum einscannen von Artikeln
« Antwort #5 am: 22 Jul 08, 20:41 »
Hallo Triassammler,

welche OCR-Software benutzt Du denn?

Grüße
Jens

Offline Klinoklas

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Re: Tips zum einscannen von Artikeln
« Antwort #6 am: 23 Jul 08, 10:50 »
Hallo,

ich habe jetzt ca. 6 Seiten mit 120 dpi eingescannt. Die PDF Datei hat eine Größe von 2,40 MB.
Das wäre schon in Ordnung. Reine Textseiten mit Zeichnungen in sw sind echt gut geworden. Die Seiten auf denen
Bilder sind machen mir aber Kopfzerbrechen. Moire, Farbe, Kontrast, Schärfenverlauf im Bild, alles Problemfälle.

Allerdings erkennt meine Scannersoftware Bilder in Seiten, und bietet mir an diese gesondert einzuscannen.
Dann könnte ich sie hinterher wieder in die Seite einsetzen. Viel Arbeit, aber die Bildqualität sollte nicht leiden.

Ich muss vor dem Scannen den Quelltyp angeben. Zur Auswahl stehen Foto glänzend, Foto matt, Illustrierte, Text,
Zeitung, Tintenstrahlausdruck, andere Druckvorlage und Originalzeichnung.

Gruß
René

Offline triassammler

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Re: Tips zum einscannen von Artikeln
« Antwort #7 am: 24 Jul 08, 01:09 »
@Jens: Ich halte am guten alten OmniPage Pro 11 fest. Hab mir das vor einigen Jahren mal gekauft (noch auf Disketten ;D) und war vom Ergebnis so überzeugt, dass ich seitdem nichts mehr für Updates oder eine andere Software ausgeben wollte. Damit lassen sich auch schon Bildbereiche von der Verarbeitung ausnehmen, und Spalten von Zeitungs- oder Magazintexten werden erkannt und lassen sich in der richtigen Reihenfolge umwandeln.

@René: Wenn Du einen Scanner mit zugehöriger Software hast, in denen Du den Vorlagentyp schon angeben kannst, ist das natürlich optimal, dann werden schon beim Scanvorgang qualitätsmindernde Merkmale der Vorlage zumindest teilweise ausgefiltert bzw. korrigiert. Dass es 100 Einstellmöglichkeiten aber nicht unbedingt einfacher machen, mal schnell etwas einzuscannen, steht auf einem anderen Blatt  :-\
Ich habe auch ziemlich lange experimentiert, bis ich raus hatte, welche Einstellungen zu welcher Vorlage passen. Und dann ist trotzdem oft noch Nachbearbeitung im Grafikprogramm nötig.
Noch was: Dein Scanner versteht unter Graustufenbild was anderes als die Druckerei. Ein Graustufenbild als solches im PC kennt nur 256 Farbtöne, ein abgedrucktes s/w-Foto in einem Buch hat wesentlich mehr Graustufen! Du fährst also ggf. gut, ein s/w-Foto als Farbbild einzuscannen, wenn es von hoher Qualität sein soll. S/w-Zeitungsbilder sind wieder anders, hier erzielt man die Graustufen durch unterschiedliche Dichteverteilungen von schwarzen Punkten auf der weißen Fläche, dafür genügt auch ein Graustufenscan.
Bildqualität ist auch so ein Thema... Du speicherst Deine Bilder als TIFF? Das ist bei Standardformaten mit verlustfreier Komprimierung verbunden, aber etwas mehr Platz spart man, wenn man schonend als JPG komprimiert (Bilder mit > 256 Farben, Qualitätsfaktor nicht kleiner als 85 von 100 einstellen), und man bleibt kompatibel zu allen (absehbaren) künftigen Entwicklungen im PC-Grafiksektor, weil JPG ein genau definiertes Format ist, während es viele TIFF-Unterformate gibt, die nicht von jedem Programm und ggf. nicht bis in alle Zukunft gelesen werden können. Das JPG sollte man natürlich nicht mehr weiter bearbeiten, weil jeder Speichervorgang erneute Kompression zur Folge hat. Bei reinen s/w- oder 256-Graustufenbildern kann GIF eine Menge bringen, besonders wenn es viele Flächen mit der gleichen Tonstufe gibt. Großartig funktioniert das für Text- oder Tabellenseiten wo es nur schwarz und weiß gibt, man erhält eine winzige Bilddatei ohne sichtbaren Qualitätsverlust.
Ach ja, Stichwort "weiß": Es bringt deutlich was, Graustufen-Textseiten nach dem Scannen mit einem Kontrastfilter zu behandeln. Der Text wird dann richtig schwarz und der Hintergrund richtig weiß. Das kommt Dir zum einen beim Ausdrucken (Toner-/Tintenverbrauch) und zum anderen beim Speichern in einem komprimierten Bildformat zu Gute (weniger zu unterscheidende Graustufen = geringere Dateigröße).

Was Du auch machst: das Schärfen kommt ganz zum Schluss! Es zerstört Informationen, die für die anderen Transformationen dringend benötigt werden, um ein gutes Resultat zu erzielen. Schärfen ist nichts anderes, als dass weiße Pixel am Rand zusammenhängender, einander ähnlicher Farbflächen gestreut werden, um sie besser gegen ihre Umgebung abzugrenzen. Optisch erscheint das Bild klarer, aber die Informationen in den Übergangsbereichen gehen verloren. Das verhindert dann z. B. eine erfolgreiche Moiré-Beseitigung.

Gruß,
Rainer

 

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