Hallo Bernd,
glaube das kann verschiedene Ursachen haben. Kenne solche Strukturen, die eigentlich mineralischen Ursprungs sind, - d.h. bei dem Verkieselungsvorgang oder auch später wurden einzelne Partien, unabhängig von der Anatomie der Pflanze verschieden mineralisiert (unterschiedliche Geschwindigkeiten bei der Durchdringung mit Kieselsäure, unterschiedliche Zusammensetzung der mineralischen Lösungen,
unterschiedlicher Erhaltungsgrad der organischen Holzsubstanz u.ä.), teilweise kommt es auch später nach der Verkieselung noch zu mineralischen Veränderungen (siehe Verdrängung Quarz-Fluorit bei Chemnitzer Hölzern).
Dr. Weiss aus Rabenau hat dazu einige interessante Sachen publiziert.
Ein typisches Beispiel für solche mißverstandenen Hölzer waren die "Psaronien" vom Kyffhäuser.
Da sah man auch Strukturen, die als Luftwurzeln oder ähnliches definiert wurden. Unter dem Mikroskop sieht man aber deutlich, das die unterschiedliche Färbung unabhängig von den Zellstrukturen verläuft.
So sind u.a. Stellen im Grundgewebe des Stammes partiell gefärbt (durch mineralische Bildungen), die nichts mit dem anatomischen Bau zu tun haben, aber im ersten Moment wie kreisförmige Leitbündel aussehen (allerdings unter dem Mikroskop keine Zellen mit Leitungsfunktion !).
Es kann aber auch die Wiederspiegelung unterschiedlicher Strukturen im Holz sein.
Dann sind verschiedene Färbung auch der Ausdruck eines unterschiedlichen Aufbaus
( meist unterschiedliches Gewebe).
Klarheit schafft hier meist nur das Mikroskop.
Und auch nur, wenn die Zellstruktur wirklich noch erhalten ist.
Ich habe z.B. in Ungarn Opalhölzer gefunden, da ist alles Holz Opal ohne jegliche pflanzliche Struktur.
Nur auf der Außenseite erkennt man noch Reste des Holzes...
Man muss eigentlich jedes Stück genau betrachten und dann darüber diskutieren und selbst dann ist man manchmal auch nicht schlauer...!
Gruß
Hartwig