Hallo,
ja, mit einer guten UV-Lampe KANN es problemlos gehen, muss aber nicht sein (z.B. Linsenfluoreszenz). So ein UV-Sperrfilter ist ja nicht so teuer und verbessert in aller Regel die Aufnahmen (den Kontrast). Selbst bei Landschafsaufnahmen bringt der UV-Filter oft viel, schadet also praktisch nie, deswegen verwenden manche Profis solche Filter als "Objektiv-Schutzfilter" (um Schmutz und Spritzwasser von der Frontlinse fernzuhalten) grundsätzlich.
Mit geeigneten Filtern kann man aber noch mehr bewirken: Beispielsweise bei der Fotografie von Fossilien. Helmut Tischlinger hat beispielsweise mit UV-Licht und besonderen Filtern (auch) den Berliner Archaeopterix fotografiert. Dabei wurden Weichteil- Knoch- und Federstrukturen sichtbar die -bis zu diesen Aufnahmen- unbekannt, weil unsichtbar waren. Die Bilder sind echt beeindruckend.
Gerade bei UV-Fotografie kommt es in erster Linie auf die Lichtquelle, zweitens auf die Filter und erst nachrangig auf Kamera/Objektiv an. Es macht natürlich einen großen Unterschied ob mit einer "Schwarzlichtlampe", mit einer LW, MW oder KW-UV-Strahler gearbeitet wird denn deren Spektrum ist sehr unterschiedlich. Schwarzlichtlampen (um die ging es ja in der Frage) haben einen relativ hohen Anteil von Licht im violett-Bereich. Dass damit andere Effekte / Beobachtungen möglich sind als mit "echten" UV-Lampen liegt auf der Hand, ich hatte dazu mal ein paar Zeilen im Aufschluss geschrieben (1). Bei der Fotografie muss man auf jeden Fall versuchen, dass nur ein möglichst geringer Teil des UV-Lichts im Objektiv ankommt.
Gruß
Berthold
(1) WEBER, B. (1977) Beobachtungen mit einem preiswerten UV-Gerät, Der Aufschluss 28, Heft 10, S. 403-404