Tolle Story, da kann ich Björn nur beipflichten..
In Frankreich habe ich Ostern diesen Jahres auch ähnliches erlebt, vielleicht nicht in der Größe, aber es war schon einiges zu finden.
Auf der Suche nach Baustellen sind wir (meine Eltern und ich) ohne spezielle Punkte im Visier zu haben in die fossilträchtige Gegend im Süden Caens gefahren.. Dort haben wir mehrere Baustellen angefahren, immer erfolglos. Doch nach drei, vier Stunden Herumgegurke wurden wir dann doch noch fündig. Kaum hatte ich mich den Aushubhaufen genähert, hatte ich auch schon einen ersten Fund: einen schönen 5 cm großen Nautilus. Bis dato war das mein erster, mittlerweile ist aus dem österreichischen Lias noch ein 11 cm großer dazu gekommen... Ich habe meinem Vater gleich zugerufen, dass er die große Kiste aus dem Auto mitnehmen solle und zwar zu recht.

Innerhalb von zwei Stunden haben wir 20-30 super schöne Stücke gefunden. Alles Lias-Ammoniten, aber nicht wie gewohnt mit dunkler Farbe, sondern in hellem Gestein, teils gelblich calzitisiert.
In erster Linie gab es Grammoceraten, Dactylioceraten und Hildoceraten. Aber Harpoceraten und ein paar andere Lias Ammoniten waren auch dabei, das ganze bis ca. 10 cm.. zwei, drei kleine Aushubhügel lieferten auch noch Funde aus dem Dogger, ich glaube sogar, dass der kleine Nautilus aus dem Dogger stammt, ansonsten habe ich aus dem Dogger noch eine 5-6 cm große Parkinsonia.
Leider, oder vielleicht zum Glück (bei den Mengen an Funden), kam nach ca. zwei Stunden eine mürrische Französin aus dem einzigen bereits bewohnten Haus in der Nähe des Aushubs und verwies uns von dem Gelände. Völlig unverständlich..

Naja, wir sind dann eben gegangen.. man will sich ja nicht in einem Land, dessen Sprache man nicht 100%ig beherrscht mit der Polizei anlegen.
Insgesamt kann man aber sagen: Glück gehabt, dass wir zwei Stunden sammeln konnten! In der Vitrine macht die Ausbeute aus May sur Orne auch so einiges her.
