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Autor Thema: Minerial Andreasbergit ?!?  (Gelesen 2583 mal)

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Offline juergen454

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Minerial Andreasbergit ?!?
« am: 04 Sep 08, 19:58 »
Hallo  Mineralienfreunde
kann mir einer sagen was Andreasbergit ist? eventuell  mit Foto?
Gruß Jürgen

Offline berthold

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Re: Minerial Andreasbergit ?!?
« Antwort #1 am: 04 Sep 08, 20:27 »
Hallo,

schau mal unter Harmotom, da sind hier im Lexikon einige schöne Bilder. Die Bezeichnung  Andreasbergit (öfters: Andreasbergolith) ist ein historischer Name der sich auf St. Andreasberg bezieht und schon vor 1800 in Gebrauch war.

Gruß
Berthold

Offline Erzsucher

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Re: Minerial Andreasbergit ?!?
« Antwort #2 am: 07 Sep 08, 10:25 »
Hallo,

für ein ubekanntes Ag-Pb-Bi-Selenid von der Grube Roter Bär, das verwachsen mit Hämatit, Clausthalit und Bohdanoviczit eingesprengt in Calcit gefunden wurde, hat man die vereinfachte Formel Pb7(Ag,Hg)6Bi10Se25 errechnet. Die unbekannte Phase wurde Ende 1993 bei der IMA mit dem Vorschlag Andreasbergit eingereicht (Wallis & Ließmann, 1993). Was daraus geworden ist, weiß ich allerdings nicht.

Gruß
Burkhard

Offline cmd.powell

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Re: Minerial Andreasbergit ?!?
« Antwort #3 am: 09 Sep 08, 05:02 »
Hallo,

für ein ubekanntes Ag-Pb-Bi-Selenid von der Grube Roter Bär, das verwachsen mit Hämatit, Clausthalit und Bohdanoviczit eingesprengt in Calcit gefunden wurde, hat man die vereinfachte Formel Pb7(Ag,Hg)6Bi10Se25 errechnet. Die unbekannte Phase wurde Ende 1993 bei der IMA mit dem Vorschlag Andreasbergit eingereicht (Wallis & Ließmann, 1993). Was daraus geworden ist, weiß ich allerdings nicht.

Gruß
Burkhard

Ist bisher nicht anerkannt, wird es wahrscheinlich auch nie werden. Ließmann hat mir mal die Geschichte zu dem Mineral "Andreasbergit" erzählt und leider fehlen ihnen (also Ließmann und Kollegen) irgendwelche Daten - ich glaube es war Z, also die Zahl der Formeleinheiten pro Gitterzelle - , die Aufgrund der Erscheinungsform des Minerals nicht gewonnen werden konnten. Die IMA stellt sich wohl in diesem Fall außerordentlich pingelig an...

Offline berthold

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Re: Minerial Andreasbergit ?!?
« Antwort #4 am: 09 Sep 08, 08:34 »
Hallo,

Zitat
und leider fehlen ihnen (also Ließmann und Kollegen) irgendwelche Daten - ich glaube es war Z, also die Zahl der Formeleinheiten pro Gitterzelle - , die Aufgrund der Erscheinungsform des Minerals nicht gewonnen werden konnten. Die IMA stellt sich wohl in diesem Fall außerordentlich pingelig an...

na, ob das außerordentlich pingelig ist wenn es wirklich Z war ;)

 Ist doch so, dass -wenn Z nicht bekannt ist- man diesen Wert über die Röntgendichte ausrechnen kann. Dazu braucht man nur die Gitterkonstanten, die chemische Formel und näherungsweise die tatsächliche Dichte. Es dürfte also an wirklich essentiellen Werten gemangelt haben.

Gruß
Berthold

Offline oliverOliver

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Re: Minerial Andreasbergit ?!?
« Antwort #5 am: 27 Jul 24, 21:41 »
Wird bzw. wurde (obsolet) laut Lexikon im Englischen auch als Synonym/alternativer Name für Pb-Hg-Bi-reichen Bohdanowiczit geführt (https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MineralData?mineral=Andreasbergite) - ich vermute also mal, dass sich der damals eingereichte "Andreasbergit" schließlich als "Varietät" (bzw. eben nicht einmal eine anerkannte Varietät, daher unter Anführungszeichen) von Bohdanowiczit herausgestellt hat?

ga
oliver
« Letzte Änderung: 27 Jul 24, 22:38 von oliverOliver »