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Holz?

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Erik:
Ich habe hier einige Bröckchen aus Chalcedon die für mich auf den ersten Blick nach verkieseltem Holz aussehen. Stammen aus einer Tonschicht im ausgehenden Mittleren Buntsandstein (knapp unterhalb der Violetten Grenzzone), Gegend um Freudenburg, RLP.

Ist das Holz, und wenn ja, lässt es sich ein bißchen genauer bestimmen?

Anhang: Bild von außen, Anschliff (zumindest ein Versuch...)

Gruß, Erik

-M-:
Hallo,
gibt es an dem Stück denn irgendwelche Details, die man auf dem Bild evtl. nicht so gut sehen kann ?
Was läßt dich denn zu der Vermutung kommen, daß das Holz sein könnte ?
Ich kann da ehrlich gesagt nichts entdecken, was mich an Holz denken läßt - bin allerdings auch
nicht gerade ein Experte zu dem Thema - ergo -  gespannt, was die dazu sagen.

Gruß -M-

Isarkiesel:
Hallo Erik,

zumindest kann ich an dem Stück einige Strukturen erkennen, die Deinen Verdacht begründen können; aber - eine genauere Aussage würde ich persönlich ohne direkte Anschauung (und ggf. Dünnschliff) nicht wagen wollen. (Wenn Du daran Interesse hast, kannst Du mir eine PM schicken.)

Was die genauere Bestimmung angeht, bin ich leider kein ausgewiesener Experte für die Flora des Buntsandsteins. Allerdings meine ich mich zu erinnern, dass von einigen Fundorten in den Vogesen zahlreiche Pflanzenfossilien im Buntsandstein bekannt sind, so dass ich in dieser Richtung nachforschen würde.

Auf keinen Fall aber würde ich das Stück wegwerfen - dafür sind Fossilien aus dem Buntsandstein hierzulande viel zu selten, und hinterher ärgert man sich!

Gruß,
Holger

Erik:
Hmm, ich habe überhaupt keine Ahnung von Hölzern und ehrlich gesagt interessiert es mich auch nicht wirklich so sehr. Da ich dieses Gebiet aber zur Zeit kartiere und diese Dinger ein, wie es scheint, ganz gutes Kriterium zur Grenzziehung zwischen dem Mittleren und dem Oberen Buntsandstein darstellen (auf Äckern und Wiesen ist das ansonsten kaum anders möglich), muss ich es irgendwie herausfinden.

An "Holz" erinnert mich einfach die rundliche Form und die allseitige "borkenartige" Struktur; wie die Innenstruktur auszusehen hat/sollte/kann, weiß ich nicht. In Aufschlüssen fällt auch auf, dass diese einzelnen Brocken sich nahtlos zu einem "ast- /stammähnlichen" Gebilde zusammenpuzzeln lassen.

Antworten haben sich überschnitten:

@ Holger, Danke! Ich werde in etwa drei Wochen wieder vor Ort sein und dann noch ein paar Stücke mitnehmen - würde mich freuen, wenn Du einen Blick draufwerfen könntest!
Mir fehlt hier leider die Möglichkeit gescheite Anschliffe zu machen, so dass man auf dem Bild nicht wirklich viel erkennen kann.

Gruß, Erik

triassammler:
Hallo Erik!


--- Zitat ---An "Holz" erinnert mich einfach die rundliche Form und die allseitige "borkenartige" Struktur; wie die Innenstruktur auszusehen hat/sollte/kann, weiß ich nicht. In Aufschlüssen fällt auch auf, dass diese einzelnen Brocken sich nahtlos zu einem "ast- /stammähnlichen" Gebilde zusammenpuzzeln lassen.
--- Ende Zitat ---

Als ich das erste Bild gesehen habe musste ich spontan an einen Fließrinnenausguss denken. Die "Borke" erinnert an Ausgüsse von Transportmarken von Komponenten, wie man sie ab und zu in Rinnen findet. Dazu passt auch das "ast-/stammähnliche" Auftreten, da Rinnen durchaus kleinräumig verästelt sein können.
Gegen ein verkieseltes Holz spricht augescheinlich das Fehlen jedweder Internstrukturen wie Wachstumsringe, Leitbündel o. ä. Die Chalcedonerhaltung könnte auf das Ausgangsmaterial der Rinnenfüllung (z. B. feinster Quarzsand) zurückgehen.
Ist das Teil im Querschnitt annähernd oval bzw. auf der Unterseite konvex und oben plan? Hast Du die Möglichkeit, mehrere zusammengehörige Fragmente mal zu einem größeren Stück zu kombinieren und das Bild hier einzustellen? Dann ließe sich vielleicht mehr sagen.

Gruß,
Triassammler

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