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Autor Thema: Tipps zum 45 ziger Rüttler  (Gelesen 7799 mal)

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Offline Bernd G

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Tipps zum 45 ziger Rüttler
« am: 20 Sep 08, 18:48 »
hallo,
habe mir mal einen 45 ziger rüttler besorgt.ergebnis ....super !!!!
polieren wird aber nichts mit dem rüttler.

dafür müssen wir erst ne WM 66 umbauen ,hat da jemand erfahrungen ?



Offline Bernd G

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Re: Tipps zum 45 ziger Rüttler
« Antwort #1 am: 20 Sep 08, 18:49 »
bearbeitete stücke aus dem harz (achate)

Offline Psaronius

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Re: Tipps zum 45 ziger Rüttler
« Antwort #2 am: 20 Sep 08, 19:34 »
Hallo Bernd,
hatte mir vor Jahren selbst einen solchen Rüttler zugelegt, war allerdings über die Ergebnisse, die ich damit erzielt habe, nicht begeistert. Also steht der unbenutzt schon eine Ewigkeit in der Ecke.
Wäre mal interessant konkrete Details über Deine Versuche mit diesem Gerät zu erfahren...
Gruß
Psaronius

Offline Bernd G

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Re: Tipps zum 45 ziger Rüttler
« Antwort #3 am: 20 Sep 08, 19:51 »
hallo hartwig,
angefangen habe ich mit 80 ziger körnung ,der schnitt war nicht so gut ,deshalb 80 ziger korn.
sechs kugeln ist eigentlich recht beachtlich die so auf den rüttler passen.

2 tage habe ich die stücke drauf gelassen,das teil surrt wie eine nähmaschine,sehr leise !!!

dann 500 derter körnung,auch 2 tage,feuchtigkeit beachten !!!!

dann 2 tage mit 1000 körnung schon leichter glanz zu sehen,ich finde es klappt sehr gut mit dem teil.

kein abrieb auf den schleiftellern und ,naja das sauber machen ist sehr wichtig,man muß schon peinlich säubern nach jedem schleifgang.
die steine habe ich mit gummiband versehen ,wegen des anstoßens.

jetzt werden wir noch eine WM 66 umbauen zur poliermaschine ,polieren geht nicht mit dem rüttler.

also zum schleifen klasse !!! ;)

gruß bernd

Offline Psaronius

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Re: Tipps zum 45 ziger Rüttler
« Antwort #4 am: 20 Sep 08, 22:11 »
Hallo Bernd,
da Du gerade beim Erklären warst, -einige Nachfragen: Wieviel und in welcher Konsistenz hast Du das Schleifmittel benutzt ? Habe da die verschiedensten Tipps erhalten.
Habe selbst die einzenen Steine noch beschwert, um das Schleifen effektiver zu machen (Habe mit Silikon Bleiplatten auf die Steine geklebt.). Ein Problem war auch die Steine ständig in Bewegung zu halten, - vor allen, wenn man das Schleifen nachts nicht kontrolliert hat. So sind mir ein paarmal Steine auf dem Schleifteller verklemmt ( Kleinere Bruchstücke verkeilten das Schleifgut) und dann war dank der Vibration das Muster des Schleifteller auf den Schleifflächen der Steine zu sehen.
Komischerweise hat bei mir das Polieren am besten funktioniert... Hatte das mit einem zurechtgeschnittenen Filz und Ceroxid praktiziert.
Gruß
Psaronius

Offline Bernd G

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Re: Tipps zum 45 ziger Rüttler
« Antwort #5 am: 20 Sep 08, 22:18 »
hallo,
ich habe das ganze sehr dünnflüssig gehalten.
beschwert habe ich nix die steine wogen alle über 1 kg.
verklemmt war auch nichts,ist alles sehr gut gelaufen und die gummis habe den abrieb unterbunden.

bei dem polieren ist der stein nicht warm genug geworden nehme ich an.

gruß bernd

Offline Blackminer

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Re: Tipps zum 45 ziger Rüttler
« Antwort #6 am: 24 Oct 08, 16:59 »
Hallo Schleifer!
Hier mein Rezept für den Rüttler!
Das betrifft nur kleinere, leichte Stücke. Große, schwere Stücke kommen so in den Rüttler.
Ich "backe" mir einfach eine "Torte". D.h. ein großer Gipsblock wird gemacht.  Als Form hab ich zuerst Streifen aus Fussbodenbelag genommen. Jetzt hab ich mir eine Springform (Kuchen) aus dem Diskounter zugelegt, da kommen die Steine rein und dann mit Gips ausgießen. Ich nehm den billigsten, den ich im Baumarkt bekommen kann.
Vorgeschliffen werden die Stücke ganz tradtionell auf einer Gussscheibe. 400, 1000 und Politur laufen im Rüttler. Sonst hab ich immer Kratzer produziert, weis auch nicht weshalb. Da können mir vielleicht die Profis weiterhelfen.

Falls die "Torte" im Rüttler mal nicht richtig "laufen" sollte, einfach noch etwas mit reinlegen, was nicht bröckelt. Sonst gibts Kratzer!

Da ihr die Rüttler zu Hause stehen habt, braucht ihr ja nicht auf den Wasserstand zu achten!
Ich poliere mit Aluminiumoxid, ist vergleichsweise billig und geht super. Wir haben eine Poliermatte aus Filz im Rüttler liegen. Ein billiger Teppichboden macht es genau so gut! Ich sag nur Reste im Teppichmarkt.
VG

Offline Psaronius

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Re: Tipps zum 45 ziger Rüttler
« Antwort #7 am: 25 Oct 08, 18:25 »
Hallo,
kenne das Eingipsen auch, auch zum Sägen bei Stücken, die sich schlecht halten oder einspannen lassen.
Die Sache ist aber ganz "matschig" ! Vor allem bekommt man die Gipspampe recht schlecht aus Ritzen und Poren wieder heraus.
Mein Hauptproblem ist ansonsten, dass die Steine nicht laufen, - sprich sie wandern nicht mit Eigendrehung über die Fläche, sondern stoppen oft am Rand, womit der Schleifeffekt sehr gering wird.
Außerdem besteht die Gefahr, dass die Flächen nicht plan, sondern "bauchig" werden.
Wie gesagt, habe keine guten Erfahrungen mit dem Gerät gemacht und mittlerweile steht es ungenutzt schon ein paar Jahre in der Kellerecke. - Aber, - vieilleicht habe ich auch bloß was falsch gemacht...
Freue mich über jeden Hinweis oder Erfahrungen, wie eigene Fehler behoben wurden.
Gruß
Psaronius

Offline Mineralroli

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Re: Tipps zum 45 ziger Rüttler
« Antwort #8 am: 25 Oct 08, 20:12 »
Hallo
Also meiner Erfahrung nach kann man mit primitiven  Mitteln keine Höchstergebnisse erwarten.
Zum sägen in jedem Fall ein Diamantsägeblatt und nicht irgendwelche Stahlscheiben,Baumarktartikeln oder ähnliches denn dazu sind die Nacharbeiten viel zu groß.
Wenn man sich etwas besseres zulegt dann kostet das zwas im Moment etwas mehr rechnet sich aber durchaus.
Ein Rüttler mag zwar für ein Anschliff gehen jedoch ist eine horizontallaufende Gußscheibe besser.
Ein Waschmaschienenmotor eigenet sich schon gar nicht für eine Politur da dieser den erforderlichen Anpreßdruck nicht gewachsen ist.Das sollte man schon wissen denn beim polieren wird nichts mehr abgetragen sondern dort verschmelzen nur noch die Poren.

Offline Psaronius

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Re: Tipps zum 45 ziger Rüttler
« Antwort #9 am: 25 Oct 08, 22:10 »
Hallo,
bloß noch eine Bemerkung zum Polieren: Habe früher auch immer das Argument gehört, dass beim Polieren irgendwie die Poren, oder besser noch eine hauchdünne Schicht an der Oberfläche schmelzen soll...
Jeder Physiker bezeichnet das aber als Unsinn, zumal die Schmelztemperatur bei Quarz relativ hoch ist. Und diese nur durch Andruck per Hand zu erreichen, - kaum vorstellbar. Bei solchen hohen Temperaturen müßte sich doch auch der Polierfilz extrem verändern...
Und welche Funktion hat dann das Polierpulver ? Ich selbst kann mir die genauen Vorgänge beim Polieren auch nicht erklären, bin aber von etlichen Physikern überzeugt worden, dass das mit dem "Schmelzen" nicht funktionieren würde.
Achja, und zum anderen Punkt: Kenne Schleifer die früher mit recht primitiver Technik (z.B. umgebauter Waschmaschine)  hervorragende Ergebnisse erzielt haben, worüber sogar Profis mit Super-Technik erstaunt waren. Auch hier spielt wohl Erfahrung und ein Gespür für das jeweilige Material und dessen Behandlung eine sehr wichtige Rolle...
In diesem Sinne,
Gruß
Psaronius
« Letzte Änderung: 25 Oct 08, 23:23 von Psaronius »

Offline caliastos

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Re: Tipps zum 45 ziger Rüttler
« Antwort #10 am: 25 Oct 08, 23:05 »
also an sich beginnt polieren bei einer körnung kleiner 1000. dabei wird immer weniger material abgetragen und die restlichen kannten immer mehr gerundet. schmelzen sollte da an sich nichts. das wäre dann bei erzanschliffen schon seltsam, da man die minerale nicht mehr bestimmen könnte. ahbe zwar auch schon öfters was von schmelzen gehört, aber irgendwie paßt das nicht. so würden viele anlaysepolituren ja nicht die richtigen ergebnisse möglich machen.

der höhere anpressdruck hängt eher damit zusammen, daß das poliermittel in die tiefen des filzes wandert und so nicht arbeiten kann. mehr druck verhindert das.
waschmaschinenmotoren können zwar schon ausreichend leistung aufbringen, allerdings nur bis zu einem bestimmten grad. da meine eigenbausäge mit so nem motor läuft weiß ich wann ich die säge mit einem schneidgut anhalten kann. zum polieren könnte ich den nicht verwenden. allerdings scheitert das mehr am keilriemen als am motor. meist bleibt der riemen stehen und der motor dreht weiter.

Offline Schmucki

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Re: Tipps zum 45 ziger Rüttler
« Antwort #11 am: 26 Oct 08, 16:57 »
Hallo Psaronius,

ein kurzer Hinweis zum Entfernen des Gipses nach dem Bearbeiten: Das Stück wird vor dem Gipsen auf der Rückseite, also da wo der Gips hinkommt, eingeölt (Mit billigem Öl aus dem Supermarkt). Dann eine Lage Toilettenpapier drauflegen. Nur eine Lage, also bei dreilagigem ergibt das drei Blätter  ;). Und erst dann kommt der Gips drauf. Da bleibt eigentlich kein Gips in den Poren hängen und er geht auch so wieder gut runter.

Viele Grüße
Sebastian

Offline Blackminer

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Re: Tipps zum 45 ziger Rüttler
« Antwort #12 am: 27 Oct 08, 17:32 »
@ Psaronius
Zitat
Also steht der unbenutzt schon eine Ewigkeit in der Ecke.
Was willst du denn für das Ding haben, wenn er dir nur Platz wegnimmt! Geschenkt ist natürlich noch zu teuer! ;D ;D ;D ;D ;D

@ Bernd G
Polieren geht doch super mit den Dingern! Ich habe da keine schlechten Erfahrungen gemacht, Das Stück, 24h  auf dem Polierfilz laufen lassen und schon ist alles supii!

Sollte allerdings die Schleifscheibe zum Planschleifen schon eine "Delle" haben, "Macht ihr euch nen Wolf!". Sind Erfahrungswerte! Da kann der 400er Schleifgang fast ne Woche dauern.

VG





Offline Blackminer

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Re: Tipps zum 45 ziger Rüttler
« Antwort #13 am: 04 Nov 08, 18:03 »
Ich hab bisher auch nach Schmuckis Methode gearbeitet.
Hab in letzter Zeit das Problem, dass einige Stücke aus der "Gipstorte" herausfallen. (Bin gerade an St. Egidiener Kugeln.)
Einfach das Klopapier weglassen.  Einölen bleibt! Falls dann nochmal Stücke aus dem Gips fallen, da hab ich nen Tropfen Sekundenkleber genommen. Aber nur einen Tropfen! Nach dem Schliff, ein wenig mit der Drahtbürste nachhelfen und schon ist Gips und Kleber weg.

Offline Psaronius

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Re: Tipps zum 45 ziger Rüttler
« Antwort #14 am: 04 Nov 08, 19:33 »
Hallo "Gipser",
stelle mir gerade vor, dass der weiche Gips mit dem Wasser und Schleifmittel doch eine Pampe bilden muss, die die Effektivität des Schleifmittels herabsetzt, oder ? Außerdem dringt die weißliche Brühe doch in alle Ritzen und Poren... Selbst der graue Schleifschlamm ist ja oft besonders hartnäckig gegenüber den Reinigungsversuchen (auch wenn man von einer Körnung auf die nächst feinere wechselt !).
Gibt es da Erfahrungen und Tipps ?
Gruß
P.

 

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