das problem dort ist das gleiche wie überall. ohne die steine hätten die ganzen edelsteinsucher nichts. auch wenn das bischen geld die arbeit kaum wert ist, so recht es zum überleben. das problem ist nicht die art des abbaus. maschinen zerstören die landschaft nicht anders. das problem ist schlicht ein ganz anderes. schlichte gier.
findet einer der digger einen stein, dann bringt ihm das evtl. für eine woche spärliche essenrationen. der händler aber, der ihn abkauft wird sehr sehr reich. viele der edelsteinsucher wissen nicht was sie haben, kennen den wert nicht. sie wissen nur, daß andere für bunte steine bezahlen. der händler gibt den digger also für ein steinchen sagen wir mal umgerechnet 10 euro. dabei weiß er ganz genau, das das stück das hundertfache wert ist, tut aber so als sei es gerade akzeptabel. alle anderen in der reihe kaufen von diesen händlern.
wenn die ordentlich bezahlt werden würden wäre das alles kein problem. aber wie überall ist die gier weniger schuld am nachteil vieler. ob das madagaskar und seine saphire sind, mogog und seine rubine, kolumbien und seine smaragde, afrika und die diamanten und was sonst noch alles. überall das gleiche problem. keiner bekommt den hals voll.
ein geschliffener stein, der für 10.000 verkauft wird mag im einkauf vielleicht 5000 gekostet haben. von den 5000 differenz sieht der schleifer in den entsprechenden länder vielleicht 0,5%. den rest streicht der händler ein, der das fertige stück in den edelsteinhandel verkauft. genauso verdient der schleifereibesitzer gut mit. der hat das stück dann eben für 2500 von den rohsteinhändlern gekauft. und der händler hat den rohstein für lumige 10 vom digger gekauft. daran verdient haben also nur die zwischenhändler.
da hilft es auch nicht zu sagen "leute kauft keine edelsteine". ob man ein billiges oder teures steinchen kauft ist egal. verdienen tun nur die händler. an sich können die preise auch ruihig gleich bleiben und den schleifern und digger könnte es dennoch besser gehen, wenn die zwischenhändler faire preise zahlen würden und nicht in ihrer gier alles für sich behalten.
das mit den synthetischen steinen klingt zwar gut, ist aber genauso witzlos. es reduziert ein wenig die umweltschädigung, aber so viele abbaue gibt es nicht. dafür verlieren die digger ihren lebensunterhalt. zudem wollen die kunden echte und keine gezüchteten steine.
die schleifer werden dennoch mies bezahlt. egal ob echte oder künstliche steine.
da ist doch jedes argument blödsinn. einzig faire bezahlung würde helfen. keiner müßte mehr für die steine zahlen und die, die mit ihrer arbeit das schmuckstück schaffen, hätten wesentlich mehr geld. nur die fetten zwischenhändler müßten auf das eine oder andere goldene klopapier verzichten.
gibt dazu auch recht nette berichte, allerdings über diamanten.