Gesteine / Rocks / Rocas > Meteorite, extraterrestrische Geologie / Extraterrestrial Geology
Mikrometeoriten
Helicat135:
Naja, aber Pollen und Vulkansche sind ja eher nicht magnetisch...
Ich finde die idee toll. Muss ich mal ausprobieren mit unserem Gewächshaus...
;)
Krizu:
Hallo,
was ich meinte:
- Eine Eisenbahn kann Fe-Staub produzieren, der fliegt km weit
- Eine Flex nicht ganz so weit
- Ein metallverarbeitender Betreib ohne Ende
Also wenn in 20km Umkreis nichts ist, kann man über den Trick reden, sonst eher nicht.
MfG
Frank
Helicat135:
Naja, bei uns gäbe es schon direkt hinter dem Haus eine Bahnlinie...
Ich werde es trotzdem mal versuchen... Mich reizt das irgendwie...
stollentroll:
Magnetische Kügelchen dürften nur zu einem kleinen Teil aus Eisen bestehen, viel häufiger sind Magnetit oder andere Phasen zu erwarten. Zu den Emittenten gehört nicht nur die metallverarbeitene Industrie, sondern auch Kraftwerken, Müllverbrennungsanlagen und sonstige Verbrennungsanlagen.
Die Chancen, echtes meteoritisches unter dem ganzen anthropogenen Material zu finden, lassen sich ja in etwa ausrechnen:
Nehmen wir die geschätzten 40 t Material pro Tag, macht 14600 t / Jahr.
Die Erdoberfläche beträgt etwa 510 Millionen km2.
Die 14.600 t / Jahr auf 510 Millionen km2 entsprechen 146 mg / Jahr auf 5100 m2, und das sind im Durchschnitt 0,028 mg / m2 im Jahr.
Nach der Fallstatistik sind der überwiegende Teil des meteoritischen Materials, das auf die Erde fällt, Steinmeteorite. Eisenmeteorite machen nur 4,8 % aus. Das sind zwar die Anzahl der Fälle, aber die Massenverhältnisse dürften sich nicht gravierend davon unterscheiden. Rechnet man zu den Eisenmeteoriten nun noch die Steineisenmeteorite dazu, und rechnet ein, dass auch Steinmeteorite bis zu einem gewissen Anteil Eisen enthalten, kommt man auf vielleicht 10 % Eisen (einschließlich etwas Ni). Der Rest ist im wesentlichen silikatisches Material.
Also reduziert sich die Menge magnetischen Materials noch um den Faktor 10 auf durchschnittlich 0,0028 mg pro Quadratmeter im Jahr.
Nun wird ja auch nicht alles bis auf Mikrometeoriten-Größe reduziert, einiges gelangt ja auch als richtige Meteoriten bis auf die Erde. Und ein weiterer Teil wird durch den Abbrand in der Atmosphäre sicher in noch kleinere Partikel oder bis auf atomare Größe zerlegt. Dann ist man bei vielleicht 0,001 Milligramm pro Quadratmeter im Jahr.
Und wenn man dann nur an einem Tag sammelt, reduziert sich das noch mal ganz erheblich.
Die Chance, Eisen zu finden, reduziert sich übrigens noch weiter. Die Kügelchen sind klein und haben deshalb im Verhältnis zu ihrer Masse eine hohe Oberfläche. Und sie sind erst einmal heiß. Das sind die besten Voraussetzungen für eine schnelle Oxidation.
Glück Auf
der Stollentroll
berthold:
Hallo,
ja, :D volle Zustimmung.
Wenn wir jetzt noch etwas Chemie betreiben und den pH-wert des Regens in der Atmosphäre berücksichtigen (5.5 wäre normal, aber wir haben ja auch starke Ausreißer bis 2 im saueren Regen) kommt bei den kleinen Teilchen und den langen Reaktionszeiten dem letzten Argument die größe Bedeutung zu. Ich vermute, dass die entstehenden Eisenhydroxide im Regenwasser zu 100% gelöst werden. Ein schon ein Liter Regenwasser kann die x-fache Menge lösen, jetzt kommen bei uns aber pro Jahr im Schnitt 830 Liter auf einem Quadratmeter runter...
Gruß
Berthold
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