Erstmal vorweg, ich hab auch diverse Stufen, von denen ich nicht den Fundort kennen, jedenfalls nicht genau. Je nachdem, wie man den Fundort definiert, kenne ich den nämlich schon. Ich kann für jede Stufe als Fundort schonmal Planet Erde dran schreiben - stimmt 100%ig

Und ob da nun "Brasilien", "China", "Deutschland" oder von mir aus auch "Halde der Grube Glücksrad, Harz, Niedersachsen, Deutschland" dran steht, gibt nicht wirklich was über den Fundort wieder, sondern grenzt diesen nur ein ! Ansich müsste man die exakten Koordinaten plus einer zusätzlichen dritten Dimension wissen, um einen wissenschaftlichen auswertbaren Fundpunkt zu haben. Damit hätte ich erstmal die exakte Position auf der Erdoberfläche sowie noch zusätzlich, wie tief die Stufe unter der Oberfläche steckte.
Klar, für viele reicht es vollkommen aus, wenn da "Grube Clara" dran steht, aber wenn hier schon mit "wissenschaftlich" angefangen wird, dann mal bitte Nägel mit Köpfen machen. Was für eine wissenschaftliche Arbeit als Fundort ausreichend ist, wäre die exakte Abbausohle sowie weitere Daten, wo genau die Stufe aus der Grube Clara abgebaut worden ist, nur so könnte man z.B. Verteilungen bestimmter Elemente in den Erzgängen ermitteln. Bei solchen Fragestellungen hilft "Grube Clara" nicht mehr als "Planet Erde". Daher ist es sicherlich keine Schande, Stufen ohne exakten Fundort in der Sammlung zu haben, sofern sie allen weiteren Ansprüchen den Sammlers gerecht werden.
Ich schlage mich nun schon seit geraumer Zeit mit einer genauen Lokalisierung der Kupfermineralisiationen auf Helgoland rum und würde gerne die exakten, absoluten Fundorte der bisher gefundenen Minerale kennen, da man hieraus sicherlich Aufschluß über die Bildung der Kupfererze erhalten würde. Leider ist das praktisch unmöglich, da Funde immer nur aus dem Brandungsgeröllen kommen und schon eine stratigrafische Einordnung fast unmöglich ist.