Hallo,
für mich zählt HCl zu den Haushaltsmitteln. Gibt's ja auch als 25% Lösung billig beim Baumarkt.
Ansonsten Zahnbürste und "ATA" o.ä. Scheuermittel (aber erstmal an Glas testen, ob es Kratzer gibt)
und chirurgische Instrumente (Nadeln etc.) für das mechanische Reinigen.
Stahlbürste nehme ich manchmal auch, ist aber etwas problematisch. Ich habe es schon geschafft,
die messerscharfen Kanten zwischen den Kristallflächen zu beschädigen, Quarz ist halt spröde.
Den Quarz-Abrieb scheuert man danach über die Kristallflächen und schon hat man kleine Kratzer.
Eine Messigbürste ist viel weicher, man muss aber hinterher mit Säure und Scheuerpulver den
"Gold"belag wieder entfernen.
Insgesamt neige ich eher zur Chemie.
Aber das wichtigste "Rezept" bei der Mineralienreinigung (deutet sich auch in der
Antwort von Harjo schon an) ist wohl Geduld.
Ich lege meine Quarze 1/2 - 2 Wochen in HCl, ca. 10%, dann 1-2 Wochen in Wasser.
Wenn da irgendwas anderes an Mineralien auf der Stufe ist, Gute Nacht.
Oxalsäure und Dithionit sind mir zu giftig und die gibt's auch nicht im Baumarkt.
Deckel auf's HCl-Bad, sonst gibt es überall Rostflecken auf Metallen.
Beim Spülen mit Wasser bin ich oft etwas ungeduldig.
Hier hilft ein "Nasentest". Quarz-Stufen die längere Zeit (manchmal nur 10 Minuten)
in HCl gelegen haben und nach dem Spülen noch Reste davon in kleinen Poren haben,
riechen sehr eigentümlich (seltsam sauer-süsslich).
Wenn sie nach dem Trocknen noch riechen, zurück ins Wasser, sonst werden sie gelb.
Und in der Vitrine sind die HCl-Ausdünstungen ja auch nicht gewünscht.
Das Ganze kann man beschleunigen, indem man die HCl auf 30-40 Grad erwärmt,
aber dass geht natürlich nur, wenn man das Reinigungsgefäss hermetisch abdichtet,
sonst gibt es einen Hustenanfall. Ich stelle zum Beispiel dunkle Plastikbehälter (Tupperware o.ä.)
ans Fenster ins Sonnenlicht, da wird die Lösung schnell handwarm.
Beim anschliessenden Spülen hilft Wärme auch.
Gruss
Amir