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Autor Thema: ein weißes Etwas aus dem Lehm / Chalzedon/Hornstein  (Gelesen 7510 mal)

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Offline smoeller

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Re: ein weißes Etwas aus dem Lehm
« Antwort #15 am: 22 Nov 08, 15:53 »
Hallo,

Würde auch Chalcedon sagen.

Feldspat kann ich nicht unbedingt anhand der heutigen Geologie ausschließen. Das Liefergebiet des Buntsandsteins lag im Bereich der heutigen Alpen/Voralpen. Die Schüttung erfolgte nach Norden. Was man heute an Gebirgen sieht (Schwarzwald, Odenwald etc.) ist eine Folge der Hebung im Tertiär. Zur Zeit des Buntsandsteins reichte das heute aufgeschlossene Grundgebirge wohl nur in isolierten Inseln oder gar nicht an die Oberfläche. Auch Gesteine des Perm (Arkosen und Konglomerate) führen Feldspat.

Glück Auf!
Smoeller

Offline Erik

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Re: ein weißes Etwas aus dem Lehm
« Antwort #16 am: 22 Nov 08, 18:30 »
Nach den letzten Bildern (sind etwas schärfer) definitiv Chalcedon. Habe selbst ne ganze Menge von dem Zeug aus dem Buntsandstein

Im MA lese ich das die wichtigsten Begleiter unter anderem  Muskovit und  Biotit ist.
Das bezieht sich auf eine primäre Paragenese. In einem Sedimentgestein ist das absolut kein Kriterium, denn im Sediment kann theoretisch alles mögliche zusammen abgelagert werden, auch Minerale die sonst nicht gemeinsam auftreten können

Das Liefergebiet des Buntsandsteins lag im Bereich der heutigen Alpen/Voralpen. (...)  Auch Gesteine des Perm (Arkosen und Konglomerate) führen Feldspat.
Als Liefergebiet gilt hier eigentlich mehr der Südwesten, also das Gallische Land (heutige Franz. Zentralmassiv etc), als die heutigen Alpen. Feldspat im Rotliegenden - klar, ist ja Schutt aus dem örtlichen Grundgebirge, welcher nie besonders weit transportiert wurde. Aber im Mittleren Buntsandstein dürfte hier nirgends mehr Kristallin zu finden gewesen sein und einen Transport über mehrere 100km hätte ein so "großer" Feldspat sicher nicht überlebt.

Gruß, Erik
« Letzte Änderung: 22 Nov 08, 18:33 von Erik »

Offline caliastos

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Re: ein weißes Etwas aus dem Lehm
« Antwort #17 am: 22 Nov 08, 18:31 »
ausschließen kannst du den feldspat aber durch das bild IMG_9313.jpg der bruch paßt da ja absolut nicht dazu. viel zu muschelig.

Offline -M-

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Re: ein weißes Etwas aus dem Lehm
« Antwort #18 am: 22 Nov 08, 18:42 »
Nein - der Bruch steht Feldspat nicht entgegen, wenn -  dann die (zumindest augenscheinlich) fehlende (vollk.) Spaltbarkeit ,
( der zu Folge Spaltflächen auch im  Bruch erwartet werden könnten )

Gruß -M-

Offline minuwe

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Re: ein weißes Etwas aus dem Lehm
« Antwort #19 am: 22 Nov 08, 18:52 »
@ Maria,
Die Unterscheidung Feldspat- Quarz (Chalcedon) machst du am besten über die Härte. Ritzt ein scharfer Quarzsplitter das Stück unter starkem Druck leicht (->  :o Bino), ist es wohl Feldspat, wenn nicht wird es Quarz sein.

Gruß
Uwe

Offline Druide

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Re: ein weißes Etwas aus dem Lehm
« Antwort #20 am: 22 Nov 08, 23:49 »
Hallo

danke für die Antworten und @ Uwe danke für den Tip .

Ich habe das Teil mit Druck geritzt.......viel Druck und das Geritzte sieht eher aus als wäre der Stein nur sachte gestriffen worden. Mit blosem Auge wäre der Strich nicht zu erkennen.
Der Quarz hat beim ritzen an Substanz eingebüßt.

Gruß Marie

Offline Druide

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Re: ein weißes Etwas aus dem Lehm
« Antwort #21 am: 23 Nov 08, 11:08 »
Moin, moin,

ob der Lehm in den Bm gehört???  Im Buch steht
die Klinge ist  mit abgeschwemmtem Lehm gefüllt.

Und  ich habe doch glatt was übersehen. Der "Kristall" ist am Fuß mit Quarzkörnern verbacken.

Gruß Marie

Offline oliverOliver

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Re: ein weißes Etwas aus dem Lehm
« Antwort #22 am: 20 May 16, 23:01 »
Also ich seh da nix "tafeliges" und auch sonst nix, was für Feldspat sprechen könnte.
Hingegen ist - am besten auf den letzten drei Bildern - ein (undeutlich ausgeprägter) muscheliger Bruch zu erkennen wie schon AW #17).
Ich stimme da Erik zu - für mich sieht das nach Hornstein (also ~ Chalzedon) aus, bei den fleckigeren Stücken - aufgrund des Glanzes - eventuell etwas "opalig".

 

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