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frustgeschichten beim sammeln
Haldenschreck:
hallo,
vielleicht sind die grauen herbsttage gerade richtig, um einmal den ganzen sammel- und sammlerfrust abzuladen, um gestärkt die nächste saison angehen zu können.
gesucht sind hier die schilderungen enttäuschender erlebnisse beim sammeln. Ich mache den anfang ... nach meinem frust gestern:
auf der suche nach neuen fundstellen für geschiebe in der norddeutschen tiefebene kam mir die mir entgegenkommende karawane etlicher 30-tonner mit den aufschriften „sand und kies“, „grubengesellschaft“ usw. gerade recht. adresse auf lkw gemerkt und bei google-maps nachgeforscht: eine riesige seenplatte mit erkennbaren halden und benachbartem industriegelände (aufbereitungsanlagen?). auch das wort „kalksandsteinwerk“ war verlockend. leider 50 km entfernt. In der literatur nicht erwähnt, aber welche kiesgrube ist das schon?
also, gestern hingefahren, nach 5 min. fußweg durch den wald den ersten uferabschnitt erreicht und das gelände drei stunden lang durchforstet (wegelos). ich schätze das stark zergliederte areal auf ca. 2 qkm! die halden im luftbild stellten sich als dünen heraus, grobes geschiebe fehlanzeige.
wenn man schon nicht im anstehenden etwas findet, sollte wenigstens die aufbereitung etwas bringen, dachte ich ...
nach einer weiteren stunde irgendwie auf das industriegelände gelangt ::). aufbereitung? fehlanzeige! kalksandsteinwerk? vielleicht vor 10 jahren ... aber: halden!! :o :o
kleiner spurt ... und .... frust: mineralgemische, schlacke, brechsand, humus und sonstiger kram für und vom wegebau, aber kein kies, keine geschiebe ... fast!
eine resthalde habe ich doch noch auf dem umschlagplatz entdeckt (siehe angefügte pdf-datei - man muss die spannung ja hoch halten ;)), aber leider uninteressant und wahrscheinlich auch von weit her angefahren und abgekippt.
fazit: 100 km fahrt, 4,5 stunden aufwand, auto außen verschlammt, ziemlich groggy vom laufen im tiefen sand .... funde: null! Frust total.
haldenschreck
Goldi85:
Hallo,
ja... solche Erfahrungen bleiben nicht aus. Ich glaube, das dämlichste war immer noch die Fundstellensuche in der Wetterau vor ein paar Jahren. Wollte eigentlich mal schauen, ob man in Blofeld noch Hyalit und bei der Steinknorre noch Hornblende finden kann. Ich hab mich schon einige Male auf der Hinfahrt verfahren, dazu die ganzen Baustellen. Ergebnis: Steinbruch in Blofeld ist nun Mülldeponie, Hornblende-Fundstelle nicht gefunden und eine weitere Sandgrube, die es da geben sollte, existiert wohl auch nicht mehr. Die ganze Vorfreude umsonst... :-[
Gruß Daniel
koibonsai:
Lach... da fällt mir der Beginn meiner "Sammeltätigkeit" ein... Rheinbreitbach, Grube Virneberg. Ein befreundeter Sammler hatte mir damals erklärt wo ich das Haldengelände finden könnte. 10 mal 25 km hin und zurück.. gesucht...und keine "Halden" gefunden.. Dann bin ich eines Tages mit dem Sammler nochmals dort hin.. Nun ja, was soll ich sagen... 3 o. 4 mal war ich ja schon über die Halden gelaufen... ;D das war dann schon was frustrierend.... Aber seit dem weiß ich wie ein Haldengelände auszusehen hat... ;D
STRAHLER:
Hallo allerseits,
hatte auch schon mal Frust und Wutgefühle im Bauch. Ich war mit Sammlerkollege limestone alias Ralf (Grüße) unterwegs zum schürfen in Thiergarten bei Plauen einem Altbergbaugebiet wo´s Malachit und Co. zu finden gibt. Herrlich warmer Sonnenschein war die beste Ausgangspoition für gute Funde an diesem Tag. Leider Fehlanzeige, nach kurzer Zeit öffnete der Himmel bei eintretender Eiseskälte seine Schleusen und wir mittendrin. Nach einigen Minuten Schutz suchend, standen wir klitschnass von oben bis unten da. Das Resultat daraus mein angedeuteter FRUST, und ein Sammeleimer, wie soll´s auch anders sein, gefüllt mit Wasser+hervorragend aufgeweichtem Zeitungspapier. >:(
P.S. aber auch n´paar Malli´s war´n zum Glück dabei ;)
Grüße vom STRAHLER
limestone:
ja, war ein tolles und vor allem feuchtes Erlebnis, aber bei weitem nicht mein frustrierendstes. Das hat sich in Antonsthal ereignet. Auf den Halden dort soll es ja tolle Sachen geben, also hingefahren und gebuddelt, "An der Achte", winzige Pyrite, noch kleinere Kassiterite - Enttäuschung machte sich breit, dann Wismuthalden, da soll es ja so manches geben, gab es auch, aber nicht für mich. Ohne Geigerzähler oder Metallsuchgerät ist man da "aufgeschmissen". Ein paar derbe Erze und eine Stufe mit winzigen Fluoriten waren für einen vogtlandverwöhnten Sammler schon sehr frustrierend. Fazit: "Schuster bleib bei deinen Leisten", heisst, sammel nur da, wo du dich auskennst.
Glück Auf
Ralf
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