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frustgeschichten beim sammeln
Anatas:
bin diesen Juni auf der Sammel-Fahrt nach Lavrion/Griechenland [schwer] erkrankt; (Autoimmunkrankheit); 1 Woche krank in Lavrion im Wohnmobil ,
dann Abbruch und von Athen nach Hause geflogen; 2 Wochen krank zu Hause , 2 Wochen Arbeit - dann 2 1/2 Wochen Krankenhaus - dann kam
schon 3 Wochen Südtriol-Urlaub wo ich mineralogisch nichts machen konnte weil mir an Fingern, Zehen und Fuß-Sohlen die Haut abging und auch
sonst noch alles ziemlich angeschlagen war. Auch die letzten drei Wochen war ich noch krankgeschrieben,
Sollte das touren-reichste Jahr werden - aber im Endeffekt habe ich durch diese Krankheit nur zwei Touren geschafft:
Pfingsten, Obernberg/Brenner und den Barbarastollen in Laurion habe ich mir auch nicht nehmen lassen (und dafür gebüßt)
Vielleicht solle ich noch erwähnen das diese Krankheit 40-60 Menschen von 1 Million bekommen und das ich auch noch die Kinderform
(trifft Erwachsene dann besonders schwer) davon hatte und das bricht ausgerechnet auf der Fahrt nach Laurion aus ....
Frust ist ja wohl kein Ausdruck dafür .... wenn man den ganzen Tag im Wohnmobil dahindämmert und abends die Freunde die tollen Funden zeigen.
Anatas
PS. hab noch ein Bild gefunden vom zweiten Tag in Laurion. Da haben meine Immunkörper begonnen die Blutgefäße zu perforieren.
Geomaxx:
Hi
na denn mal Gute Besserung, Gerhard! Zum Trost, auch wenn 2008 für Dich besch... abgelaufen ist, gibts auch 2009 noch was zu finden, wir alle haben was übrig gelassen.
Von einem Frusterlebnis, das sich in regelmäßigen Abständen wiederholte, kann ich berichten: Ich glaube es war im Spätwinter 2006, Clara-Sammlerhalde bei Sachtleben, Wolfach, Schwarzwald, Schweinekälte, ungemütlich hoch drei, trotzdem 3-4 Sammler unterwegs, vormittags nur 1 LKW-Fuhre, aber die hatte es in sich, große Blöcke mit wirklich großen Hohlräumen mit wasserklaren Baryt-Kristallen auf schwarzer Goethit-Matrix. Also nichts wie ran an die Möppe und den Vorschlaghammer geschwungen. So viel Sammler-Ehrgeiz und emsiges Schuften war dem Radladerfahrer (die Clara-Spezis wissen schon, wen ich meine...) eindeutig zu viel. Noch bevor wir die ersten Stufen ernten konnten kam er angefahren, im beschleunigter Lauer-Fahrt, breites Grinsen aufgesetzt, kurz gehupt und dann ab mit dem Zeug in den Brecher. Nach drei, vier Fahrten war das Haufwerk weg. Bis auf zwei Zementsack-schwere Stücke zwischen seinen Brecher-Fahrten konnte ich nichts sichern.
Allerdings muß ich allen anderen Radladerfahrern der Sachtleben hier mal ein großes Lob zollen, es gab nämlich auch viel positive Erlebnisse, aber hierfür ists ja der falsche thread
Glück Auf!
GEOMAXX
Quarzhai:
Hallo Sammlerkollegen,
Hätte, wenn und aber....
Ende Oktober diesen Jahres, an einem Freitag Abend. Sammlerkollege Andreas ruft ziemlich aufgeregt an. Du Holger, ich war bis zum Einbruch der Dunkelheit in Bösenbrunn, dort ist das
Haufwerk der letzte Sprengung halb weggeladen.Oben auf dem Haufwerk im Bereich eines Quarzganges treten immer wieder große Drusen auf. Darin einegebettet in einem klebrigem Drusenlehm Quarzstufen mit klaren Spitzen, Kristalle bis 8 cm Größe. Eine unruhige Nacht folgt.
Sonnabend gegen 14.00 Uhr treffen wir uns am Parkplatz neben dem Steinbruch. Im Tagebau wir wird noch gearbeitet. wir warten bis der letzte Lader abgefahren ist.
Unter angekommen die große Ernüchterung. Das komplette Haufwerk wurde in den letzten Stunden abgefahren, der betreffende Quarzgang in der Tiefe ein Auslaufmodell.
Quarzhai Holger!
doberstar:
Hallo, mir ist folgendes widerfahren:
Ich war vor knapp einem Jahr im Kieselschieferbruch Horscha. Wie ich da so über das schwarze Gestein hüpfe, entdecke ich ca. 3 Meter unter mir am Rande eines der vielen schon entstandenen Grundwasserseen ein bunt schimmerndes, handtellergroßes Etwas. Freudestrahlend kam ich kurz darauf am Objekt der Begierde an und wollte es an mich nehmen. Leider war es mit der Freude bald vorbei, denn mein Superfund entpuppte sich unter dem Gelächter der Anwesenden als eine fürchterlich nach Buttersäure stinkende, glibbrige Masse, welche mir nun an der Hand klebte. Offenbar hatte dort ein Tier seine Nahrung evakuiert. Auch ich hatte in den folgenden Minuten allergrößte Mühe, meinen Mageninhalt unter Kontrolle zu halten.
Anschließend flog noch beim folgenden cholerischen Anfall mein Flachmeißel in hohem Bogen ins Wasser. Also wer ihn findet...bitte PM an mich. ;)
Gruß, Jörg
Yoscha:
Hier hatte ich mich vor einem Jahr über die große Enttäuschung Freißenbüttel ausgelassen.
Dabei war Freißenbüttel mal wirklich eine der besten Fundstellen der ganzen Umgebung.
Ansonsten die Suche nach aufgeschlossenem Eozän und Miozän erwies sich als eine der frustrierensten Suchen. Auftreibbare Literatur war mehrere Jahrzehnte alt, aber naja, vielleicht würde sich ja noch was finden lassen.
Die Eozän Fundstelle ließ sich finden, zumindest der Ort. Mittlerweile wurde eine Ortsumgehung drüber gebaut.
Die verschiedenen Miozänfundstellen waren ursprünglich alle mal Tongruben und allesamt mittlerweile dicht. Ich hab trotzdem noch mal nachgeschaut, aber es war ein großer Satz mit x. Die meisten waren mittlerweile schöne Seen, die die es nicht waren völlig überwuchert.
Der Frust hielt sich noch einigermaßen in Grenzen, weil ich mit geringen Erwartungen an die ganze Sache rangegangen war (die allerdings fast noch untertroffen wurden).
Die einzige noch potentiell fündige Fundstelle im Miozän ist auch ein guter Frustkanidat, die Kiesgrube Krinke, ist trotz Fundmöglichkeiten ein guter Frustkanidat. Per Schwimmbagger werden dort Weserkiese und eiszeitliches Geschiebe abgebaut, wobei auch das unterhalb des Geschiebes anstehende Miozän öfters mal mitgefördert wird. Allerdings ist es immer ein Glücksspiel ob grade mal Miozön gefördert wurde. Wenn man Pech hat und sich einen Tag zum Sammeln freigenommen hat, watet man durch Matsch und kraxelt an den Haufen aufgeschütteten Materials herum und findet rein gar nichts miozänes. Wenn man noch mehr Pech hat findet man noch nicht mal schönes Geschiebe.
Wenn man dann mit nichts abzieht kann schon Frust aufkommen.
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