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Wer kennt diese Amethyste ?
giantcrystal:
@ edgar : Du irrst dich, solche Bildungen gibt es durchaus natürlich...wenn auch in dieser Perfektion recht selten, aber das macht ja gerade den Reiz und auch den Wert solcher Mineralstufen aus. Schau einfach mal unter dem Begriff Perimorphosen nach
Und wenn Du es immer noch nicht glaubst : einfach mal überlegen, wie kompliziert es wäre, eine solche Stufe künstlich herzustellen, selbst wenn man es wollte
Glück Auf
Thomas
Ralf:
Richtig Edgar, Amethyst oder besser Quarz im allgemeinen wächst so nicht. Aber Fluorit z.B. schon.
Und was man da sieht ist halt der Rest eines Fluritkristalls, welcher dann von kleinen Amethysten überwachsen wurde.
Mineralroli:
Hier mal ein Beispiel von einer Amethyst-pseudomorphose aus Sidi Rahal - Marokko (nicht so extrem wie auf das ursprüngliche Bild).Größe der Stufe 30 x 20 cm Größe der Pseudomorphose 14 x 8 cm.
Ich wage aber nicht zu behaupten das es sich hierbei um eine Pseudomorphose nach Fluorit handelt nur weil eine würflige Grundform existiert hat.Es ist für mich nicht ganz vorstellbar das sich der Fluorit komplett weggelöst hat und nicht ein winziger Rest übrig blieb und auch alles andere bei den Lösungsvorgängen verschont wurde.
Wer hat zu dieser Fundstelle und deren Paragenese weitere Erfahrungen? und gibt es an dieser Fundstelle tatsächlich Fluorit?
In der Fundortbeschreibung (Lexikon) ist Fluorit nicht als Mineral aufgeführt.Wenn solche großen Kristalle an Fluorit vorhanden waren dann kann sich doch nicht alles aufgelöst haben.
Was muß passieren das solche Mengen Fluorit sich auflösen und ist es in der Natur tatsächlich möglich?
Wenn die Pseudomorphose nicht nach Fluorit ist wonach dann?
Goldi85:
Hallo,
das sich Fluorit auflöst und alles andere (speziell Quarz) übrig bleibt, ist nicht so selten. Fluorit ist z.B. wasserlöslich, wenn auch bei niedriger Temperatur nur sehr gering. Aber wenn über einen längeren Zeitraum eine konstante Strömung besteht...
Das meine ich, wäre z.B. der Grund, warum viele alpine Fluorite mindestens oberflächlich angelöst sind. In dem Fall hier würde ich fast davon ausgehen, dass der Fluorit erst von einer Chalcedon-Schicht überwachsen wurde (teilweise?). Dann wurde der Fluorit gelöst und und ein Teil des übrigen Chalcedon-Gebildes ist zusammengebrochen, nur der "Fensterrahmen" ist stehen geblieben und hat als Kristallisationskeim für die Amethyst-xx gewirkt. Die sind dann in alle Richtungen gewachsen und haben das Teil stabilisiert.
Gruß Daniel
smoeller:
Hallo,
Habe in der letzten Zeit eine größere Menge Quarze gefunden, die an der Rückseite Hohlräume von ehemaligen Fluoriten aufwiesen. Diese waren bis 8 cm groß. Ist im Großen und Ganzen sehr häufig, mit Amethyst kannte ich das jedoch nicht. Viele Fluorite, die von Quarz überwachsen sind, zeigen starke Lösungserscheinungen. Wir sprechen hier aber auch von hydrothermalen, heißen Lösungen mit gelösten Ionen, die in der Regel sauer sind. Da sieht es mit der Löslichkeit ganz anders aus als bei Wasser. Es gibt sogar ganze Gänge, bei denen Baryt und Fluorit (im Tonnen-Maßstab!!) komplett weggelöst sind.
Glück Auf!
Smoeller
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