bedenken entstehen schlicht durch die frage wie man das am ehersten angeht. der knackpunkt ist, daß nicht mal die fachwelt vollkommen klare grenzen ziehen kann ohne gewisse analysen vornehmen zu müssen. viele ergebnisse streuen ganz einfach auch gewaltig.
ne schnieke db mit gesteinen, name, fundort und eigenschaften suche ich an sich auch schon lange. allerdings: ich denke das tut sogar die ganze fachwelt.
die hauptfrage sehe ich erst mal so: wie gliedern?
den fundort zu nehmen halte ich für eine ziemlich schlechte idee. wie will man das machen? bei mineralen ist das einfach. ich sage "grube clara" und dann haste die mineralliste ganz fix, das gebiet ist begrenzt. jetzt mache ich aber mal das gleiche mal sagen wir mit dem solnhofner plattenkalk. der ist relativ eng begrenzt und man käme über den ort zum gestein. was aber wenn das das gestein sehr weit verbreitet ist? wie will man da einsteigen? über ein vorkommen? über das gebiet, welches erfaßt wird? würde ich quatär suchen, so könnte ich nahezu ünerall auf der welt irgendeinen ort als einstieg nehmen.
wenn es ein ort sein muß, dann nur den der erstbeschreibung bzw. typlokalität. ist aber auch wieder so eine sache.
wenn dann lieber über lithologie und gesteinsnamen. rein der ort klappt nicht, dazu ändert sich der untergrund zu radikal. und da vergessen wir sogar faziesverzahung, störungen, die gesteine versetzen, irgendwelche plutonischen körper, metamorphosebereiche, falten, mulden usw. da liegt man mit der lokalität leicht gewaltig daneben. die lohnt erst als weitere unterteilung.
was jedenfalls nicht so ganz klappt ist die bestimmung durch vergleichen. so kommt man bestenfalls auf das gestein. die herkunft aber nicht. nimm die molasse. da hat man den schutt der ganzen alpen. steigt jemand über münchen als lokalität ein, so wird er sicher andere gesteine als in landsberg vorfinden. beide kommen da aber nicht vor, sondern wurden dort abgelagert. ginge, wenn man im lokalen bleibt. aber wie findet man die verbindung zu den anstehenden bereichen oder anderer ablagerungsgebiete? doch nur wieder über den gesteinsnamen.
lokale vorkommen sind einfach zu bestimmen.
das problem sind nun einmal die kleinräumigen möglichkeiten. wo zieht man die grenze? was ist der maßstab?
was auch ginge wären die an sich offiziellen großstrukturen. diese lassen sich auf den entsprechenden geologischen karten nachschlagen. z.b. nord/süd/west/ost alpen, molasse, bayerischer wald, fichtelgebirge, harz, odernwald usw. da vermeidet man den ärger mit dem fundort und kann doch alle gesteine aufzählen. hier vielleicht nun wirklich nach entstehung geteilt und darunter die gesteinsnamen und danach erstbeispielvorkommen.
die namensgebung kann nur nach den standarts erfolgen. wenn diese als einführende orientierung mit erklärung sind gegeben, ginge das evtl. der laie wird es immer etwas schwer haben. ich sage es mal so, mann könnte eine ganze vorlesung über nur ein einziges gestein halten und hätte nur wenig von dem ganzen themenkomplex geklärt.
um da halbwegs ordnung zu haben muß über das +/- diskutiert werden. nicht umsonst wird das schon seid ewigkeiten versucht.
kleiner tipp: nehmt mal die profile, wie sie zum gotthard-basistunnel zu sehen sind. das ist ein nadelstich im nichts, aber allein was da an gesteinen aufkommt...