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Autor Thema: Tiefenschärfe  (Gelesen 12989 mal)

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Offline geologe

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Tiefenschärfe
« am: 01 Jan 09, 03:44 »
Hallo,

Zu Weihnachten habe ich eine neue Kamera geschenkt bekommen und habe in den letzten Tagen viel experimentiert. (Canon Eos 450D+60 mm Macroobjektiv von Canon) Mit den Ergebnissen bin ich erst einmal zufrieden. Kein Vergleich zu meiner vorherigen Kamera Canon IXUS obwohl die garnicht so üble Bilder gemacht hat.
Allerdings bin ich mit der Tiefenschärfe unzufrieden. Ich habe mir im Lexikon mal Bilder angesehen und muß sagen das es vielen an der nötigen Tiefenschärfe fehlt. Kann man mit der mir nun zur Verfügung stehenden Technik überhaupt dieses Problem in den Griff bekommen? Oder ist eine "Restunschärfe" im Hintergrund normal.
Gibt es Tips,Tricks oder Hinweise wie man das verbessern kann ohne nun wieder hunderte Euronen zu bezahlen. Vielleicht einfach durch bessere Einstellungen die ich vornehmen muß. Die Kamera ist ja recht komplex und es wird sicher seine Zeit dauern bis ich da alles probiert habe. Vielleicht könnt ihr die Zeit durch entsprechende Hinweise abkürzen.


Gruß
Jürgen

Offline Krizu

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Re: Tiefenschärfe
« Antwort #1 am: 01 Jan 09, 10:47 »
Hallo,

der Trick heisst entweder Blende hoch bei viel Licht oder digitale Fokuserweiterung. Da z.B. das Programm Combine Z mit dem verschiedene Bilder mit verschiedenen Schärfenebenen zusammengerechnet werden.

MfG

Frank

Offline Stänlsucher

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Re: Tiefenschärfe
« Antwort #2 am: 01 Jan 09, 11:13 »
Glück Auf,
gebe Krizu recht,sehr wichtig,die Ausleuchtung.Das Programm CZ ist für mich aber das "Beste",ohne die Kosten hoch zu treiben.(Kostenlos im Netz)
Mal ein Beispiel.Foto=4x6mm,aus 20 Bildern mit Combine Z zusammen gesetzt.Glaube kann sich sehen lassen,bin noch am arbeiten,ist eins der Ersten von mir gemachten Bilder mit diesem System!Aber auch hier ist das Licht,das A und O,um ein gutes Bild hin zu bekommen und ÜBEN,ÜBEN...!!

Glück Auf
Lutz

Würde mich auch über die Meinung und Verbesserungen zu der Bild Qualität von allen Anderen freuen!!!

Offline guefz

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Re: Tiefenschärfe
« Antwort #3 am: 01 Jan 09, 11:35 »
Hallo Lutz,

das Bild sieht so schon ziemlich gut aus. Die Abstände der einzelnen Teilbilder sind gut gewählt. Was ich jetzt nicht kenne, ist deine weitere Bildbearbeitung.
Ich selbst lasse mittlerweile vor dem Bearbeiten mit CZM noch einen Rauschfilter (greycstoration bei gimp) über die Einzelbilder laufen. Damit erhalte ich bessere Ergebnisse in den dunkleren Teilen des Bildes und bei den Grenzen des Schärfebereichs. Nach den Berechnung des Stacks schneide ich zuerst die durch CZM angefügten für die Berechnung benötigten Pixel wieder weg (gespiegelte Pixel am Rand). Anschließend führe ich bei Bedarf eine Farbkorrektur durch (meist Tonwertspreizung bei leicht unterbelichteten Fotos) und zum Schluss wird vorsichtig nachgeschärft (Unscharf maskieren). Ich speichere diverse Zwischenstufen der Verarbeitung, um auch bei den Verkleinerungen für das Forum etc. immer wieder eine definierte Ausgangsposition zu haben. Für die Bildunterschriften, die ich bei Mineralienfotos anbringe, habe ich mir für Gimp ein paar Skripte geschrieben, die die passende Verkleinerung und Beschriftung automatisieren.

ansonsten noch ein steinreiches 2009

Günter

Offline minuwe

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Re: Tiefenschärfe
« Antwort #4 am: 01 Jan 09, 12:20 »
Hallo Lutz,

bezüglich Schärfe ist auch wichtig, dass Objekt und Kamera während des ganzen Vorgangs vibrationsfrei sind, sich also möglichst nicht mehr bewegen als Pixelgröße. Welche Beleuchtung hattest du? Hinterher würde ich auch noch eine Tonwertkorrektur, eine Farbkorrektur (beides je nach Programm ggf. automatisch) machen und etwas nachschärfen. Habe es mit dem Bild probiert, wird noch besser. Habe aber das Original nicht gesehen, so kenne ich den genauen Farbton nicht, scheint aber etwas grün- gelb- lastig zu sein.

Gruß
Uwe

Offline der Sauerländer

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Re: Tiefenschärfe
« Antwort #5 am: 01 Jan 09, 15:49 »
Hallo Jürgen,

die Kombi ist schon mal sehr gut. Schau mal hier:

http://www.krause-k.de/index.html

die Fotos sind damit gemacht. Frag ihn einfach nach den Einstellungen.

minuwe hats auf den Punkt gebracht. Vibrationsfrei bedeutet.....stabiles Stativ, Spiegelverriegelung und Kabelauslösung. Bei Makros NIE kleiner als Blende 14 ! Stacken birgt auch einige Geheimnisse, sonst haste Ghost-lines.

Viel Erfolg

Haldenschreck

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Re: Tiefenschärfe
« Antwort #6 am: 01 Jan 09, 16:07 »
Das Programm CZ ist für mich aber das "Beste",ohne die Kosten hoch zu treiben.(Kostenlos im Netz)

hallo,
was ist von picolay zu halten? http://picolay.de/
vor-/nachteile?

haldenschreck

Offline Stänlsucher

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Re: Tiefenschärfe
« Antwort #7 am: 01 Jan 09, 18:39 »
Glück Auf,
erst mal DANKE,für die Tips.Bin für alles dankbar,was mir bei der Verbesserung der Bilder hilft!
-Haldenschreck- das Program kenne ich noch nicht,werde es mir mal runter laden und sehen was es bringt. Info folgt zu gegebener Zeit oder hat damit schon gearbeitet!??
-minuwe- ich denke schon,meine Konstruktion ist vibrationsfrei.Leider gibt es für meine Kammera keinen Fernauslöser  :'( !Als Beleuchtung habe ich Kaltlichtlampen!??
 Würde Dein bearbeites Bild gerne mal sehen,als Vergleich.Bin noch am probieren mit den Bildbearbeitungsprogrammen,was so machbar ist!!!
 Denke,ÜBUNG macht den Meister.

Glück Auf
Lutz

Offline berthold

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Re: Tiefenschärfe
« Antwort #8 am: 02 Jan 09, 15:24 »
Hallo,

Zitat
vor dem Bearbeiten mit CZM noch einen Rauschfilter (greycstoration bei gimp) über die Einzelbilder laufen.

@Günter: Ja, Rauschfilter vor CZ (ich verwende seit geraumer Zeit CZP ist estwas besser als CZM) macht Sinn. Jedoch sollte man dazu nicht gimp nehmen weil gimp die Farbtiefe (derzeit noch) auf max. 24 Bit beschneidet. Sofern man bei der Kamera Rauschunterdrückung stark (und Nachschärfen aus-) schalten kann (geht z.B. bei meiner Kodak DCS 14n) kommt man ohne diesen Zwischenschritt aus. Ansonsten besser ein Tool nehmen das die volle Farbtiefe erhält.

Wichtig erschent mir noch, dass man im RAW-Format arbeitet und zur Weiterverarbeitung und Weitergabe das Tiff-Format nimmt.

Ganz vibrationsfrei get es nie, stabiler Aufbau und Spiegelvorauslösung sind da die Tricks.

Gruß
Berthold

Offline guefz

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Re: Tiefenschärfe
« Antwort #9 am: 02 Jan 09, 20:33 »
Hallo Berthold,

ich arbeite mit einer Kompaktkamera (Nikon Coolpix P5100), die gibt nur JPEG-Bilder aus. Daher habe ich mit der Farbtiefe bei Gimp keine Probleme.

Günter

Offline Xyrx

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Re: Tiefenschärfe
« Antwort #10 am: 03 Jan 09, 15:53 »
Hallo Haldenschreck,

danke für den Link!

Das Picolay-Programm ist winzig und recht gut, bin grade am Ausprobieren (mit Stacks von einem Freund). Zumal auch noch eine Anleitung auf Deutsch ladbar ist, was die ganze Sache einfacher macht. Bei mir scheiterts im Moment an der Technik (Kreuzschlitten für Kamera). Schade das man nur jpg-Dateien verwenden kann, oder auch Bitmaps (sinnvoll ?). Aber der Autor verspricht Verbesserungen. Ich würde sagen, hier baut sich was auf.

Die Technik des Programms beruht nicht auf Schärfeebenen, sondern analysiert Farben und baut so Tiefenschärfe auf. Also ein ganz anderer Weg als die üblichen Programme. Im Moment hangele ich zwischen Anleitung, Verständnis und Ergebnis. Ohne gescheite Ausrüstung ist nix zu machen. Ich bleibe dran.

Viele Grüße
Xyrx

Offline geologe

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Re: Tiefenschärfe
« Antwort #11 am: 04 Jan 09, 15:08 »
Hallo,

Dank eurer Hinweise (Spiegelverriegelung, Stativ, Auslösekabel) sind mir nun mit meiner neuen Kamera erst einmal ganz akzeptable Bilder gelungen. Hier mal 2 Beispiele von Quarz vom Seebachfelsen und vom Henneberg.
Heute Fragen zur Beleuchtung da ich damit nicht zufrieden bin. Von der Benutzung kalten Lichtes (weißes Licht) hat man mir abgeraten. Das ist aber zur Zeit das Licht was ich zur Verfügung habe. Was ratet ihr? Mich würde interessieren welche preiswerte Variante es noch gibt? Bringt es was einen schwarzen, vorn offenen,  ausgeschlagenen Kasten zu bauen und nur von oben her zu beleuchten. Mit welchen Lampen und Wattstärken fotografiert ihr? Für weitere Hinweise wär ich dankbar.

Gruß

Jürgen

Offline guefz

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Re: Tiefenschärfe
« Antwort #12 am: 04 Jan 09, 15:51 »
Hallo,

ob man jetzt Halogenlampen oder Leuchtdioden oder vielleicht noch andere Lichtquellen verwendet, darüber kann man sich herrlich streiten. Wichtig ist vor allem, das entweder die Kamera einen zur Beleuchtung passenden automatischen Weißabgleich macht oder man selbst einen manuellen Weißabgleich durchführt. Für den Hintergrund ist ein Kasten wohl nicht ganz so gut geeignet, da man sich damit möglicherweise den Zugang für seitliche Beleuchtung verbaut. Besser einfach ein einfarbiger Karton ohne Knick als Hintergrund.

Was mir bei deinen beiden Fotos auffällt, aber wohl bei diesen Stufen schwierig zu beseitigen ist, sind die überstarken Reflektionen auf einigen Kristallflächen. Bei so unregelmäßig gewachsenen Kristallgruppen ist es meist ein ziemliches Geduldsspiel, bis die Beleuchtung so gedreht ist, dass nur schwache Reflektionen die einzelnen Flächen betonen. Dazu kann es auch hilfreich sein, die Lichtquelle diffus auszuführen (z. B. Butterbrotpapier vor die Lampe) oder mit indirektem Licht zu arbeiten.

viel Spaß bei weiteren Experimenten

Günter

Offline Stänlsucher

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Re: Tiefenschärfe
« Antwort #13 am: 04 Jan 09, 17:46 »
Glück Auf geologe,
bin auch noch Anfänger,habe aber als Beleuchtung,diese Lampen und bin recht zufrieden.Man muss natürlich viel ausprobieren um das Stück in das rechte Licht zu setzen!
-Bild 1-2 = Ringlicht,40W-Durchmesser-32cm aus.-22cm inn., von ebay ca. 42,-€
-Bild 3-4 = LED mit Linse - 2,5W m."Schwanenhals", von IKEA, ca.30,-€, davon habe ich Zwei
Nutze ich für Foto`s von KS-MS und auch für Foto`s übers Bino= Macro ;)

Glück Auf
Lutz

Offline der Sauerländer

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Re: Tiefenschärfe
« Antwort #14 am: 04 Jan 09, 20:11 »
auch wenn das Weihnachtsgeld ausgegeben ist......hier ein preislich sehr interessanter Makroblitz:

http://www.traumflieger.de/oscommerce-2.2ms2/catalog/product_info.php?cPath=23&products_id=166

 

 

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