@couchmolch & caliastos:
Sandrosen entstehen durch Gipskristallisation in Lockersedimenten. Der Kristallisationsdruck beim Wachstum verdrängt dabei das Sediment, die Kristalle sind also weitgehend "rein" mit nur sehr wenigen sedimentären Verunreinigungen. Farbgebend ist eher der Staub, der im Gegensatz zu den Sandkörnern in der Tat in die Kristalle integriert wird. Oberflächlich haften Körner in schwacher Bindung an, die für die sandige Optik des Äußeren sorgen, bei weiterem Kristallwachstum aber ebenfalls nach außen verdrängt werden würden.
Couchmolch hat also recht, Sandrosen weisen keine makroskopische Porosität auf. Auch wenn - was nicht der Fall ist - eine Sandrose eine nennenswerte Beimengung von Sandkörnern besäße, wäre deren intergranulare Porenräume durch den Gips zuzementiert und damit wirkungslos.
Gips - genau wie Calcit - besitzt aber eine gewisse intrakristalline Porosität, die, wenn auch gering, bei geeignetem Moleküldurchmesser eines Färbemittels wirksam zur Färbung ausgenutzt werden kann. Dies ist hier also der effektive Faktor. Maßgebend ist hier auch die Dauer, die man dem Prozess zur Diffusion des Farbstoffs gewährt. Eine oberflächliche Färbung mit Eindringtiefen von wenigen Millimeterbruchteilen ist so sicherlich gegeben.
Gruß,
Triassammler