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Kann ich Geologie studieren?

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Unwissender:
@caliastos: Es gibt den allgemein bekannten Studiengang Geowissenschaften (in Richtung z.B. Paläontologie, Geologie...) und z.B. in Tübingen und Karlsruhe die Angewandten Geowissenschaften, die eine eher an der Praxis bei Firmen angelehnte Ausbildung beinhalten sollen - wohl etwas mehr in Richtung Ingenieurswesen? Der genaue Unterschied ist mir noch nicht so ganz klar...

Ansonsten hört sich das gut an! Ich dachte mir, dass ich etwas in Richtung Geothermie mache. Hier müsste es doch möglich sein, Arbeitsstellen innerhalb deutscher Grenzen zu finden... Wobei mir etwas in Richtung Katastrophenschutz auch sehr interessieren würde - das hört sich mehr nach geballtem Ausland an. Beides muss wohl mit den Angewandten Geowissenschaften Bachelor möglich sein.
Nach wie vor liegt mir einzig die Sache mit Chemie, Mathe und Physik im Magen. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass ich mich da durchbeißen kann, v.a. weil hier die Anteile im Bachelor gekürzt worden sein sollen. In Karlsruhe z.B. sind insgesamt 8 SWS Mathematik ausgeschrieben. Das müsste zu schaffen sein... Da ist der Anteil an Physik und Chemie höher. Ich denke schon, dass ich die Sache ab Oktober in Angriff nehmen werde. Vom Thema her ist es voll meins und das ist generell erst mal das, was zählt. Und dass es ins Gelände geht, ist gleich nochmal besser.

caliastos:
geothermie ist eine fachliche spezialisierung. wüste gerade nicht wo man das speziel lernen kann. vielleicht gibt es was, aber meist wird mit glück eine vorlesung dabei sein zu dem thema. speziell darauf fixieren... dafür ist das etwas zu speziel. geht nur nachher; meistens jedenfalls. stellen finden sich genügend, nur nicht immer so spannend, wie's klingt. hatte mal ein praktikum in der richtung gemacht.

TobiasBrehm:
@ Unwissender: so viel ich weiß, ist der studiengang angewandte Geowissenschaften mehr auf den Bereich Tunnelbau etc. ausgelegt (100%ig sicher bin ich mir nicht). Es geht dabei glaube ich, wie du schon angedeutet hast, mehr um ingenieurgeologische Aspekte. Der "normale" Studiengang Geowissenschaften ist halt das, was man sich unter Geologie so vorstellt. Das ist dann auch die Richtung, in der mehr Forschung, Exploration etc gemacht wird... falls ich da was falsches sage, dann verbessert mich bitte! So habe ich jedenfalls das ganze verstanden.

@ caliastos: hier in freiburg habe ich zum Beispiel viel zum thema geothermie gehabt, da es ein/zwei dozenten gibt, die sich damit bisschen auseinandersetzten. um in dem bereich als geowissenschaftler einen job ausüben zu können, muss man sich eh auf dem gesamten gebiet, der geologie (tektonik, sedimentologie, etc.) auskennen. ich glaube also auch nicht, dass es da nen spezielle ausbildung gibt. vielleicht kann man sich in einem masterprogramm darauf etwas spezialisieren, aber man macht ja dann trotzdem eigentlich nur die "normale" geologie. für alles andere gibt es ja dann wieder spezialisten (driller, mudlogger, etc.).
... is wohl auch leider häufig so, dass sich jobs interessanter anhören, als sie dann letztendlich sind... aber das leben is halt kein wunschkonzert. und spaß machts ja trotzdem. hauptsache dabei dreckig werden! :)

Blackminer:
Hallo Leute!
Ich hab auch in Freiberg Geologie studiert (1994 angefangen und 2001 geschmissen) und dann den Geologietechniker gemacht. Diese lange Studienzeit ging damals noch.
Das Studium ist genial, aber auch anstrengend! Z.Z. wird es auch immer finanzintensiver.
Zu meiner Zeit, wurden viele Exkursionen von Sponsoren unterstützt, was jetzt bestimmt auch weniger wird.

Macht euch aber nicht zu sehr an der Geologie fest!
Vielen Leuten (auch mir ), hat die Mathematik das Genick gebrochen. Ich hab 15mal die Matheklausur wiederholt! Erfolglos! :'(
Bei anderen war es Chemie und Physik.
Wer jetzt mit ner 3 in Mathe o.ä. anfängt, dürfte ziemliche Schwierigkeiten bekommen. Auch ein recht gutes Englisch ist nicht von Nachteil, da viele Vorträge in dieser Sprache gehalten werden müssen.

Das Berufsbild des Geologen, von dem viele geträumt haben, gibt es doch fast nicht mehr.
Die meisten Dipl. Geol. sitzen am PC und sehen die Natur oft nur vom Schreibtisch aus. Wenn man in einem Ing.büro arbeitet, wird immer 1/3 Feldarbeit und 2/3 Schreibtischarbeit gerechnet. Meistens ist das Verhältnis 1/4 zu 3/4 oder noch schlechter.
Viele Grüße!

caliastos:
hehe, das mit dem pc kann man schon bestätigen. man kann auch den untergrund irgendwie modellieren. wer's anständig macht wird fast verrückt, da man sieht was für mist bei der datenerfassung verbrochen wurde.

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