@Lapislazuli: Genau umgekehrt: Der Druck ist durch Erhöhung der Sedimentauflast gestiegen. Das führt dazu, dass besonders an Kontaktflächen von einzelnen Schichten (in diesem Fall eine Glaukonitlage in Kontakt zu einer Kalkschicht), wo Wasser zirkuliert, Kalk leichter löslich wird als unter Normalbedinungen. Der Kalk wird an der Kontaktfläche aufgelöst und weggeführt, der unlösliche Glaukonit bleibt konzentriert zurück. Gleichzeitig führt der Druck dazu, dass sich Stylolithen (Erklärung s. hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Stylolith) bilden - bei diesem Stück erst angedeutet durch eine unebene Kontaktfläche. Die unebene Kontaktfläche sorgt dafür, dass der Glaukonit in unregelmässigen Massen statt als ebene Schicht auftritt.
Glaukonit gehört zur normalen Hintergrundsedimentation und tritt meistens erst makroskopisch in Erscheinung, wenn das Hauptsediment (in diesem Fall Kalk) ausbleibt. Dies kann auf Grund von schlechten Lebensbedingungen für kalkproduzierende Organismen der Fall sein (s. Stichwort Sauerstoffarmut in meiner letzten Antwort). Dann nimmt der Glaukonitanteil im Sediment relativ zum Kalk zu und wird als grüne Gesteinsfärbung sichtbar. Durch o. g. selektive Drucklösung wird die Glaukonitkonzentration noch erhöht, es entsteht so etwas wie das abgebildete Stück.
Gruß,
Triassammler