einen alten Bohrkopf rumliegen, der sich hartnäckig der Entrostung mit handelsüblichen Rostentfernern und Cola widersetzt.
Bohrköpfe und ähnliche Bergbaurelikte haue ich immer einfach mit dem Hammer. Da platzt die Kruste meist sauber ab und bei vergüteten Stählen wie bei Bohrköpfen kommt oft eine saubere Trennschicht aus herausgewittertem Graphit bezw. reduziertem Eisen zum Vorschein, welche im Prinzip die Originaloberfläche zeigt. Hat der Stahl nicht viel Kohlenstoff, so unter 1 %, wie bei Nägeln, platzt zwar der Rost auch ab, aber meist ist die Oberfläche stark eingerostet, hier heißt es vorsichtig mechanisch entfernen (leicht klopfen, Drahtbürste) und nachher chemisch reduzierend arbeiten.
@ Maria: Die Spitze wurde durch die vom Schmieden entstandene Längsfasrigkeit und den damit verbundenen längsgerichteten Festigkeitserhöhungen und Gefügeverdichtungen erhalten. Es ist also ein geschmiedeter Nagel. Industrieelle Nägel rosten gleichmäßig nach der Dicke weg.
Was den Beschlag betrifft, hat Berthold natürlich Recht, Versilberung solcher Teile in ländlichen Gegenden nicht sehr wahrscheinlich. Weiss nicht ob sowas auch bei Verzinnung o. ä. auftreten kann -> Chemiker? Irgendwoher muss der Schwefel ja kommen.