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unbekanntes Gestein - Schlacke ?

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Lapislazuli:
Hallo, muss mich verbessern :-[. Also alter Putz wird es auf keinen Fall sein. Bin davon ausgegangen, dass das Grundgestein aus dem gelblichen Sand besteht. Bei genauerer Betrachtung und Vergrößerung mittels Programm Paint habe ich dann festgestellt, das dem nicht so ist, sondern das graue Material die Grundsubstanz bildet (erkennt man, da der gelbe Sand nur noch in den Vertiefungen des grauen Materials anhaftet, der andere Rest wurde also schon abgerollt.
Also ich halte es für Schlacke mit Schweißsandresten. Die graue Farbe und auch der pulvrige (schmauchige?) Geruch, den du erwähnst, passen meiner Meinung nach gut für Schlacke. Du meinst, dass die Dichte von 2,62 nicht passt. In dem Beitrag steht aber nur, dass die Dichte für Schlacken im allgemeinen zwischen 3 und 5 liegt, kann also auch mal davon abweichen und ist nur ein ungefährer Wert. Es hängt halt einfach davon ab, was für Ausgangsmaterialien und unterschiedliche Mengen davon verwendet wurden, darum kann man da meiner Meinung nach keine wirklich genauen Fixwerte zugrundelegen. Und dann spielt ja auch noch rein, wie genau du die wirkliche Dichte des Materials bestimmen konntest, vielleicht war auch noch beim Bestimmen ein Anteil vom möglichen Schweißsand dabei, der dann das Ergebnis wieder beeinflusst.

Glück auf

Edgar

triassammler:

--- Zitat ---wobei letztere teilweise einen schwarzen Belag haben (Form wie aufgetropftes Wachs)
--- Ende Zitat ---

Zu Bild 2 bzw. dessen Beschreibung muss ich eine Beobachtung, ebenfalls von der Ostsee, an den Mann bringen:

Ich war auf Öland bei Åleklinta im Kambrium unterwegs und habe mich auch über die harten, aber irgendwie Wachsoptik besitzenden Flecken und Überzüge auf einigen der Gerölle in der Brandungszone gewundert. Mir fiel dazu Bitumen ein, das nach einiger Zeit im Salzwasser hart und etwas spröde wird. Nur war mir unklar, woher das Bitumen hätte kommen sollen. Als ich um die Ecke der Klippe kam, standen am Ufer des kleinen Fischereihafens einige Fischerboote, die frisch geteert und kalfatert waren. Einiges von dem Bitumen war auf die Strandgerölle getropft. Sicher wird das jährlich so gemacht, und die betropften Steine der Vorjahre verteilen sich mit der Strömung über den ganzen Strandabschnitt, wobei das Bitumen altert und teilweise abgeschliffen wird, so dass die ursprüngliche Tropfenform der Flecken nicht mehr erkennbar ist.

Könnte es sein, dass Dein Stück etwas ähnliches ist? Mit einer in einer Flamme erhitzten Nadel müsste sich das schwarze Material dann penetrieren bzw. zumindest oberflächlich anschmelzen lassen.

Gruß,
Triassammler

Helmi:
Hallo,
mit Bitumen hat es  nichts zu tun (habe sicherheitshalber mit rotglühender Nadel getestet.). Für Putz wäre es auch zu feinkörnig.Beim erhitzen mit Bunsenbrenner zeigt sich auch keine Reaktion. Bei dem metallisch Glänzenden handelt es sich um einen Belag aus kleinen Kügelchen des schwarzen Materials. Diese schillern unter dem Mikroskop bei stärkerer Vergrößerung entweder rot oder grün. Unter dem Mikroskop zeigen die durchsichtigen Körner im polarisierten Licht intensive, kräftige Farben (s. 3. Bild).
Im ersten Bild ist die Rückseite vom Fund zu sehen.Die  helle Stelle über dem roten Balken ist ein ca.5 mm großer Spatkristall.
Gruß Helmi

Helmi:
Bild 2

Helmi:
Bild 3 (Bild 2 im polarisierten Licht)

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