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Kein Baddelyit
Gerdchen:
@ Manfred,
ist schon in die Wege geleitet. Habe den Fund damals mit Rüdiger zusammen gemacht. Werde in den nächsten Tagen einige Stüfchen heraussuchen und sie dann untersuchen lassen.
Gruß
Gerdchen
Münchener Micromounter:
Danke, dann brauche ich nichts mehr zu unternehmen. Ich bin dann selbst gespannt, welches Ergebnis dabei herauskommt. Zirkon, Apatit, oder vielleicht doch Baddeleyit?
Manfred
für die Münchener Micromounter
Uwe Kolitsch:
Wir haben das Ergebnis der Proben von Gerdchen:
Kleine, einfache tetragonale(?), blaßgelbe prismatische bis nadelige xx (Kopfflächen nicht erkennbar) in Hohlräumen eines rötlichen feldspatreichen Gesteins
EDS-Analyse von Günter: 48% Si, 53% Zr
SXRD-Analyse von mir: Zirkon
Ich würde daher vorschlagen, den Baddeleyit von Mineralienliste streichen.
Gerdchen:
Danke für die Untersuchungen. Werde bei mir natürlich gleich alles ändern.
Gruß Gerdchen
Uwe Kolitsch:
Durch den neuen Lapis-Artikel über Kreimbach, in dem sowohl Baddeleyit als auch Zirkon beschrieben werden, sind wir wieder auf diese Problematik gekommen.
Dr. Müller hat freundlicherweise das Literaturzitat und seinen Originaltext zur Baddeleyit-Bestimmung übermittelt:
Müller; G. (1989): Baddeleyit von Kreimbach - MGAS-INFO Nr.7; Saarbrücken, April 1989.
"An miarolitischem Aplitmaterial aus dem Palatinit von Kreimbach (Material von Frau Elisabeth MEIER, Kaiserslautern) fielen zunächst winzige, nelkenbraune xx auf (maximal: 0,9 mm lang, 0,05 mm breit und 0,02 mm dick). Bei nur wenigen freistehenden xx war eine Bestimmung aussichtslos.
Das Material wurde dann mit Flußsäure aufgearbeitet, um Chalkopyrit zu gewinnen. Dabei zeigte sich, daß im Rückstand auch die lattenförmigen xx vorkamen. Als denkbare Möglichkeiten erschienen danach Brookit, Turmalin und Zirkon, alle aber ohne befriedigende Übereinstimmung mit den Eigenschaften des Minerals. Am Ende der Präparation lag eine Masse von nur wenigen mg vor, die aber noch ein brauchbares und eindeutiges BADDELEYIT-Diagramm lieferte. Mit der Mikrosonde konnte der Zr-Gehalt bestätigt werden.
Herr Benno RAHM, Kaiserslautern konnte weiteres Material zur Verfügung stellen, das ebenfalls Baddeleyit enthält. Dieser scheint also durchaus im Vorkommen nicht ganz selten zu sein.
Der Baddeleyit gehört wahrscheinlich zu den Letztausscheidungen des Aplits und vertritt üblicherweise auftretenden Zirkon. Während Zirkon im Magma zu den Frühausscheidungen gehört, könnte hier das Zirkon aus der Umbildung normaler, schwach Zr-haltiger Silikate stammen."
Damit ist also Baddeleyit eindeutig nachgewiesen (Kreimbach-Seite auf Mindat bereits upgedatet).
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