Durch den neuen Lapis-Artikel über Kreimbach, in dem sowohl Baddeleyit als auch Zirkon beschrieben werden, sind wir wieder auf diese Problematik gekommen.
Dr. Müller hat freundlicherweise das Literaturzitat und seinen Originaltext zur Baddeleyit-Bestimmung übermittelt:
Müller; G. (1989): Baddeleyit von Kreimbach - MGAS-INFO Nr.7; Saarbrücken, April 1989.
"An miarolitischem Aplitmaterial aus dem Palatinit von Kreimbach (Material von Frau Elisabeth MEIER, Kaiserslautern) fielen zunächst winzige, nelkenbraune xx auf (maximal: 0,9 mm lang, 0,05 mm breit und 0,02 mm dick). Bei nur wenigen freistehenden xx war eine Bestimmung aussichtslos.
Das Material wurde dann mit Flußsäure aufgearbeitet, um Chalkopyrit zu gewinnen. Dabei zeigte sich, daß im Rückstand auch die lattenförmigen xx vorkamen. Als denkbare Möglichkeiten erschienen danach Brookit, Turmalin und Zirkon, alle aber ohne befriedigende Übereinstimmung mit den Eigenschaften des Minerals. Am Ende der Präparation lag eine Masse von nur wenigen mg vor, die aber noch ein brauchbares und eindeutiges BADDELEYIT-Diagramm lieferte. Mit der Mikrosonde konnte der Zr-Gehalt bestätigt werden.
Herr Benno RAHM, Kaiserslautern konnte weiteres Material zur Verfügung stellen, das ebenfalls Baddeleyit enthält. Dieser scheint also durchaus im Vorkommen nicht ganz selten zu sein.
Der Baddeleyit gehört wahrscheinlich zu den Letztausscheidungen des Aplits und vertritt üblicherweise auftretenden Zirkon. Während Zirkon im Magma zu den Frühausscheidungen gehört, könnte hier das Zirkon aus der Umbildung normaler, schwach Zr-haltiger Silikate stammen."
Damit ist also Baddeleyit eindeutig nachgewiesen (Kreimbach-Seite auf Mindat bereits upgedatet).