Hallo,
Wenn es sich um vollständige Mischungsreihen handelt, wovon ich bei den Platinmetallen ausgehe, dürften nur die Endglieder als Minerale bezeichnet werden, alles dazwischen wären nur Legierungen mit unterschiedlichem Verhältnis, denen nur der Status von Varietäten zukäme. Voraussetzung dafür ist aber, das eine rein statistische, ungeordnete Verteilung der Atome im Gitter stattfindet, es sich also um Mischkristalle handelt. Sollte es jedoch zu einer Ordnung kommen, bei der bestimmte Atomsorten nur noch bestimmte Gitterplätze besetzen (z.B. in der Reihe Kupfer-Gold gibt es eine Verbindung (ich glaub es war Cu3Au, bei der Cu und Au bestimmte Gitterpltze besezen, wodurch die Symmetrie von kubisch zu tetragonal wechselt), handelt es sich um eigenständige Minerale.
Glück Auf!
Smoeller