Im Spektrum einer Glühbirne oder Halogenbirne als "Schwarzkörperstrahler" sind
alle Frequenzen/Wellenlängen des sichtbaren Lichts im Spektrum vorhanden,
aber in unterschiedlicher Intensität, mehr rot als blau, das gibt den rötlichen Farbton.
Bei einer Leuchtstoffröhre und bei LEDs, aber auch bei der Sonne ist das Spektrum nicht vollständig,
sondern es gibt (bei Leuchtstoffröhren auch sehr grosse) Lücken im Spektrum.
Wie sehr sich das in einem Foto auswirkt, hängt im wesentlichen von 3 Faktoren ab:
- dem Spektrum bzw. dessen Lücken bei der Lampe
- dem Spektrum des reflektierten Lichts des Minerals
- dem "Spektrum" (d.h. der Kennlinie) des Sensors in der Kamera
Wenn der Sensor ähnlich "sieht" wie das menschliche Auge, oder wenn er das gesamte Spektrum
kontinuierlich abbilden kann, dann entspricht das Ergebnis nach einem Weissabgleich
auch sehr der menschlichen Wahrnehmung.
Oft ist das aber nicht so, weil eine Lücke im Spektrum der Lampe oder der Kennlinie des
Sensors mit einem Maximum in den Reflexionen des Minerals zusammenfällt.
Deshalb macht Dioptas fotographieren ja auch so einen Spass.
In anderen Fällen sieht man den Unterschied nicht sehr deutlich, v.a. wenn die
Farben eher blass sind.
Ich glaube Günter Frenz hat mal irgendwo hier im Forum Spektren verscheidener Lampen gezeigt.
Oder war es Frank (Krizu)?
Gruß
Amir