Gesteine / Rocks / Rocas > Schweiz / Switzerland
unbekannter Stein aus Unterengadin, CH
smoeller:
Hallo,
Ist ein Mylonit. Habe mir die Bilder noch mal angesehen. Das sind Scherzonengesteine. Das große bläuliche sind Feldspäte, die weißen Säume darum sind auch Feldspat, und zwar rekristallisiert.
Vermutlich wurde der Stein mal mit einem Gletscher transportiert und liegt schon seit der letzten Eiszeit dort (möglich wäre aber auch immer noch der menschliche Transport).
@Helicat: Gneise müssen nicht feinkörnig sein. Habe schon Ultrahochdruckgesteine und Ultrahochtemperaturgesteine gesehen mit Kristallen über 10 cm. Habe hier u.a. Cordierit-Granat-Gneise mit cm-großen Granaten rumliegen, die hatten mal 840 °C, ebenso Pyrope bis Faustgröße, die mal 120 km tief waren.
Glück Auf!
Smoeller
caliastos:
die 500.000er bringt da nichts. viel zu groß. 25.000 ist die grenze. noch detaillierter wäre noch besser. ohne legende hilft die karte auch nur bedingt.
vanderheide:
Ist klar, dass die Karte für die Detailfrage nur bedingt sinnvoll ist. "Bringt nichts" ist etwas krass ausgedrückt. Sie gibt eine grobe Orientierung mit dem Ergebnis, dass dieser Stein an diesem Ort nicht ins grobe Bild passt.
Für das fragliche Gebiet habe ich die Legende natürlich abgeschrieben und nicht erfunden.
Das Engadinerfenster hat so seine Besonderheiten. Damit kann u.U. dieser Stein in Verbindung stehen.
Wie stark hier die Gesteinsmassen durcheinandergeschoben wurden, ist fürs Verständnis fast nicht fassbar, wissenschaftlich aber klar determinierbar.
Danke Sebastian für den Hinweis, dass wir es mit einem Mylonit zu tun haben, Scherzonengestein, und der Feldspat hier bläulich erscheint. Ich sagte ja: es gibt dieses Irrisierende beim Lichteinfall. Das habe ich bei anderen Feldspäten auch schon beobachtet. Scheint eine Eigenschaft dieses Minerals zu sein. Habe an der Eiszeit nicht gedacht. Klar, da hatte ich in Kanton St. Gallen einen Fund von der Julierregion (Ophilith)!! Da fragt man sich fast, ob alles überall auffindbar ist!
Wenn der Stein weitergediehen ist, will ich sie nochmals an verschiedenste Stellen auf die Härte prüfen. Der Strich ist einheitlich: weisslich.
Besten Dank für Eure Hilfe!!
Hans
vanderheide:
Hallo
Der Schliff ist endlich fertig! Hier folgen die Bilder.
Grösse: 165 X 105 X 65 mm
Wer mir sagen kann, was denn hier das Rot-Braune sein kann (Detailbild 1)? Als ich diese Stelle geschliffen habe, wurde meine Scheibe rot, wie wenn ich den Finger mitgeschliffen hätte.
Sind die schwarzen Schlirken Biotit? Und bleiben die blaufärbigen Kristalleinschlüsse weiterhin Feldspäte?
Mylonite bleibt die definitive Benennung?
vanderheide:
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