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Autor Thema: Schlangenstein und etc.  (Gelesen 22466 mal)

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Offline Lüdi

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Re: Schlangenstein und etc.
« Antwort #15 am: 03 Jul 09, 20:45 »
Hallo minuwe

Vielen Dank für die Info, ich werd das nochmal probieren mit der Salzsäure, kann sein das die zu stark konzentriert war. Bei dem Stein geht es mir um den Gelb- oder Kelbstein, wenn es ein Kalkstein ist scheint es mir auch sinn zu machen, ich werde das mal testen. Wichtig ist mir eben die Klassifizierung, damit man weiß was man suchen muss.

Das es mit dem Schlangenstein nichts zu tun hat ist schon klar, im übrigen hab ich den mal versucht zu bestellen ging aber mehrfach in die Hose. Den bekommt man eigentlich fast gar nicht mehr, ausser diese microstückchen für die Uhrmacher oder eben antik über Auktionshäuser. Aber dort nicht bezahlbar.

Gruß Lüdi

Offline Lüdi

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Antw:Schlangenstein und etc.
« Antwort #16 am: 13 Mar 10, 20:02 »
Nach langer Suche hab ich nun ein Prachtstück des "Schlangensteines" erwerben können, war zwar nicht billig aber der geht zum schleifen richtig gut und ich denke das es genau der ist den ich gesucht habe. :)
Hier dazu mal 2 Bilder.
Ja jetzt fehlen mir ja nur noch die anderen 2 Steine..... ???

Offline TobiasBrehm

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Antw:Schlangenstein und etc.
« Antwort #17 am: 13 Mar 10, 20:38 »
genannt der erste Zieher
zweite Ziehe
nennt sich Glänzer

Hallo Lüdi,

sollen das Handelsnamen sein?

Ich werd' mal in der Datenbank gucken ob ich dazu was finde...

LG,
Tobias

Offline Lüdi

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Antw:Schlangenstein und etc.
« Antwort #18 am: 13 Mar 10, 21:28 »
Hallo Tobias,

das sind keine Handelsnamen(das ist ja das Problem). Die Namen haben was mit der Technik zu tun. Ich habe 2 kennengelernt die im/am Lechbett gesucht haben und auch fündig geworden sind. Nur den sogenannten Kelbstein haben die nicht gefunden.
Man muss sagen das die alten Handwerksbauhütten ihre Geheimnisse sehr gut bewahrt haben, es wurde so gut wie nichts aufgeschrieben. Nur dann wenn es ans sterben ging wurde es weiter gegeben oder auch nicht. Im 20. Jahrhundert mußte viel wieder neu erfunden werden. Es bedarf viel Zeit und Geschick, herauszufinden was für Steine in welcher Reihenfolge dabei einen Nutzen haben. Auch selbst wenn man den richtigen Stein hat, heißt das nicht das der dazu geeignet ist, viele haben dann irgendwelche Bestandteile die dann Kratzspuren hinterlassen und das ist sehr ärgerlich. Alternativ gibt es natürlich Schleifpapier, jedoch ist das ein billiger ersatz der niemals den Glanz einen Steinschliffes erzeugen kann.

Offline TobiasBrehm

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Antw:Schlangenstein und etc.
« Antwort #19 am: 13 Mar 10, 22:12 »
Hallo nochmal,

also die Datenbank hat mir dazu nichts brauchbares ausgeworfen.

Ein Blick auf das geologische Kartenblatt von Füssen gibt aber zahlreiche Möglichkeiten. Ich habe dir zwar mal ein paar Einheiten rausgeschrieben, jedoch wird es wohl "unmöglich" sein, mit so wenigen Informationen eine genauere Zuordnung durchzuführen. Zudem fehlen dann ja noch die angeschnittenen Einheiten südlich das Kartenblattes...

Hier jedoch mal der Auszug aus der Erläuterung zum geologischen Kartenblatt von Bayern, 1:25000, 8430 Füssen (Zacher, 1964):

"Alpiner Muschelkalk":
- meist dunkelgrau, blaugrau oder bräunlich
- gut gebankt
- besteht hauptsächlich aus dichten, oft leicht bituminösen Kalkpeliten und Mergelkalken
- Schichtflächen meist uneben-knollig oder wulstig
- führt reichlich Kieselsäure (diffus verteilt oder als Hornsteinknollen)

Würde also zu deinem dritten Stück passen....

Partnachschichten:
- Partnachschiefer und Partnachkalke
- Partnachschiefer:
   - blauschwarzer, dunkelgrüngrauer, oder braungrauer Tonschiefer
   - schäumen nicht oder nur schwach mit verdünnter HCl
   - zudem gelbbraun verwitternde Tonmergel
   - enthalten oft brotlaibförmige dunkelgraue (dolomitische) Mergelkalke -> "überziehen sich" mit schmutziggelben Rinden bei Verwitterung

Würde evtl. auch zum zweiten und dritten Stück passen (?) ...

Bunter Liaskalk
- vorwiegend rot, lachsfarben, braunrot, gelblich, grüngrau
- grobspätige massige Kalke
- reichlich Fossilschutt enthalten
- zudem dünnbankige Kalke und dunkelrote flaserige Mergelkalke

Evtl. für das vierte Stück...

Oberer Kieselkalk
- bräunlich, gelblich, oder grau
- untergeordnet: rot-braune feinspäteige Kalke

Stück drei und/oder vier...

Bunte Hornsteinschichten
- rote, violette, braune, graugrüne, schwärzliche reine Hornsteine
- ferner rotbraune Kieselkalke und kieselige Mergel

Falls du die Fundpunkte der Stücke noch etwas eingrenzen kannst (genauer als: zwischen Reutte und Füssen, dann kann man vielleicht wenigstens bisschen was ausschließen, da die Geologie nach Füssen hin "komplizierter wird").

Zu deiner Frage, was braunes Glanzerz ist: es könnte sich dabei um ein Eisenoxid handeln....

Dir geht es demnach um Folgendes (vorletzter Absatz): http://www.baufachinformation.de/denkmalpflege.jsp?md=1988067120459 ?

GA,
Tobias
« Letzte Änderung: 13 Mar 10, 22:24 von TobiasBrehm »

Offline Lüdi

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Antw:Schlangenstein und etc.
« Antwort #20 am: 13 Mar 10, 22:33 »
Hallo Tobias,


vielen Dank für Deine Mühe, das geht sofort gespeichert in den Ordner. Ich denke ich werde das Lechbett dieses Jahr noch umgraben, sofern weniger Wasser ist. Mir ist die Morphologie schon sehr wichtig! Genaues wird dann das schleifen/verdichten selber zeigen.

Offline TobiasBrehm

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Antw:Schlangenstein und etc.
« Antwort #21 am: 13 Mar 10, 23:16 »
Hallo Lüdi,

da wünsch' ich dir auf jeden Fall erfolg dabei!

Falls du in der Nähe des Füssener Rathauses im Lech suchen solltest und du dabei zufällig auf Quecksilber stösst, kannst du mir ja dann Bescheid geben. Laut Literatur soll es dies dort wohl geben.... ;)

Zudem hatte ich noch vergessen zu schreiben, dass im gesamten Gebiet eine Eisenvererzung und wohl nach ganz alter Literatur auch eine Zinkvererzung vorliegt. Bezüglich der Eisenvererzung wären wir dann bei "Brauneisenkonkretionen", was ja scheinbar als "Glanzer" verwendet wurde.

Glück Auf!
Tobias

Offline Lüdi

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Antw:Schlangenstein und etc.
« Antwort #22 am: 14 Mar 10, 09:26 »
Werde ich machen, so ich in meiner Zieher und Glanzer Blindheit drin wühle, wenn ich nach meinen Steinen suche.

Gruß

Offline Lüdi

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Re: Schlangenstein und etc.
« Antwort #23 am: 06 Jul 13, 22:16 »
Hallo,

da ich nun einmal in Füssen und auch in Schottland war, wollte ich mal hier posten das meine Suche ganz erfolgreich war. Zu Schottland also dem Water of Ayr/Schlangenstein kann ich sagen das man zwar im Flussbett an einer bestimmten Stelle zwar was finden kann, aber eher sehr wenig. Besser also viel besser ist es schon wenn man an der alten Mine sucht, dort ist nun jeder Stein der dort als Abraum zu finden ist der Schlangenstein. Den Stein den ich mal mit Bild gepostet habe gehört zwar zu den Tam o Shanter Stone aber ist um einiges härter als der andere und somit nicht der den ich suchte. Zweifelsfrei handelt es sich um ein Schiefergestein.
Die anderen Steine der Rote, der Braune und der Graue habe ich im Flussbett  finden können. Den Roten und den grauen gibt es dort in Hülle und Fülle. Den Brauen haben ich nicht viel finden könne, aber ein paar wenige Exemplare waren es doch. Bei den 3 Gesteinen würde ich mit meinem Laienhaften Verständnis sagen das es jeweils um Kalkstein handelt. Herausfinden konnte ich das es auch dort viele Steinschleiferein gab die Wetzsteine genau wie in Schottland gab. Also ist mein Fazit: Das die Stukkateure sich damals nicht auf die Suche machten nach geeigneten Steinen sonder diese einfach kauften als Wetzsteine.
Der Schlangenstein wurde übrigens in einem Seitenaltar im Kloster von Zwiefalten gefunden. Das war so ca. 1747.
Wenn es jemanden interessiert kann ich dann die tage auch ein paar Bilder hochladen.

Danke nochmal an euch...

Gruß

Sven

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Re: Schlangenstein und etc.
« Antwort #24 am: 07 Jul 13, 10:04 »
In dem Link oben wurde Belgischer Brocken erwähnt (Coticule ) , wenn du da was brauchst , ich hätte noch was auf Lager , als Rohstein .

Hatte mir das mal mit viel Mühe besorgen lassen um Abziehsteine daraus zu fertigen was ich auch mit Erfolg getan habe , ein Stück ist halt noch da ,ca. doppelt Faustgroß .

Kannst dich ja mal melden .

Offline Lüdi

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Re: Schlangenstein und etc.
« Antwort #25 am: 08 Jul 13, 06:38 »
Hallo Pseudonym,

von dem Belgischen Brocken habe ich auch ein Stück probiert. Der zieht aber Kratzer beim Stuckmarmor, ich denke das es an den Rubinen liegt die das mitunter verursachen. Aber trotzdem vielen Dank für das Angebot. Der Schlangenstein hat übrigens eine Körnung von 8000-12000....

Offline kks

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Re: Schlangenstein und etc.
« Antwort #26 am: 08 Jul 13, 12:03 »

von dem Belgischen Brocken habe ich auch ein Stück probiert. Der zieht aber Kratzer beim Stuckmarmor, ich denke das es an den Rubinen liegt


An welchen Rubinen?

Gruß,
Klaus

Offline heli

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Re: Schlangenstein und etc.
« Antwort #27 am: 08 Jul 13, 13:06 »
Die aus Granat! ;D

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Re: Schlangenstein und etc.
« Antwort #28 am: 08 Jul 13, 17:51 »
Denk man nicht das die Kratzer machen - zumal das ja ein stein fürn letzten Schliff ist .Ich hab früher mit den Dingern immer meine Rasiermesser scharf gemacht .

Offline Lüdi

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Re: Schlangenstein und etc.
« Antwort #29 am: 09 Jul 13, 00:07 »
Meines Wissens sind kleine Rubine in dem Belgischen Brocken, Stuckmarmor ist ja aus Gips also relativ weich. Und da reicht auch das kleinste Korn um Kratzer zu verursachen. Vielleicht ist es auch etwas anderes was da drin ist. Auf jeden Fall eignet er sich nicht!

http://rolfrost.de/blog.html?d=20130522

habe das aber auch bei dem Vertrieb gelesen wo ich meinen gekauft hatte.....

 

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