Hallo Sven,
zäume doch das Pferd von hinten auf. Gips hat die Mohs-Härte von 2. Das Mineral Anhydrit hat eine Härte von 3 bis 3,5 (und mitunter bekommt man ihn als schönen "Schlangenstein") oder man nimmt gleich den echten "Schlangenstein", ein Serpentinmineral(gemisch?) (die haben alle eine Härte von 2 bis 4,5).
Diese Materialien sind auch noch so weich, dass Du sie mit ein wenig Mühe in die Form bringen kannst, die Du zum Schleifen benötigst, je nachdem ob es sich um lange und gerade Flächen oder Ornamente handelt.
Diese Materialen sind Massenrohstoffe, Du müßtets nur schauen dass Du feinkörnige Proben bekommst, die nicht von anderen Mineralen verunreinigt sind. Du findest bestimmt hier im Atlas einige Fundstellen, vielleicht hat auch eines der Mitglieder hier noch Probenmaterial über oder einen in Frage kommenden Aufschluss in seiner Nähe.
Auf Gips mit Quarziten oder Granaten loszugehen halte ich für überzogen.
Und: Alte Materialbezeichnungen sind (historisch gesehen) sehr interessant, aber wenn man, so wie Du, alte Traditionen wiederbeleben will, sollte man sich die korrekten Bezeichnungen für das gesuchte Material heraussuchen. "Schlangenstein" hat vor 300 Jahren jeder Bauer jeden Stein genannt, der irgendwelche Minifalten aufwies, egal ob das jetzt Sedimentgesteine oder Metamorphite waren, von der Materialfrage ganz zu schweigen.
Viel Glück!
A.B.