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Autor Thema: Schlangenstein und etc.  (Gelesen 22446 mal)

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Offline heli

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Offline kks

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Re: Schlangenstein und etc.
« Antwort #31 am: 09 Jul 13, 11:18 »

http://rolfrost.de/blog.html?d=20130522



ROTFLBTC


Du glaubst wohl auch an den Klapperstorch ...



Gruß,
Klaus

Offline Krizu

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Re: Schlangenstein und etc.
« Antwort #32 am: 09 Jul 13, 12:25 »
Hallo,

ich kenne eigentlich auch nur Granat in dem Zusammenhang. Ist Rubin mit der Vergesellschaftung denkbar?

BTW: Rubin zeigt eine deutliche rote Fluoreszenz bei passender Anregung.

LG

Frank

Offline kks

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Re: Schlangenstein und etc.
« Antwort #33 am: 09 Jul 13, 12:46 »
Ist Rubin mit der Vergesellschaftung denkbar?


Hallo,

ich denke nicht. Coticule selbst besteht im Wesentlichen aus Spessartin und Sericit, also Silikaten. Korund kann sich jedoch primär nur in siliziumarmer Umgebung bilden. Da aber die coticuleführenden Schiefer auch Quarzgängchen aufweisen, gehe ich davon aus, dass die Bedingungen zur Korundbildung nicht gegeben waren.

Lt. Atlas ist aus dem ganzen Gebiet um Vielsalm auch kein Korund bekannt.

Die Behauptung, Coticule sei rubinführend, dürfte ausschließlich wirtschaftliche Gründe haben. Das Zeug war nie billig, aber wenn man richtig abzocken will, ist ein Gehalt an wertvollen Edelsteinen natürlich ein gutes Argument, zumal kein normaler Käufer das nachprüfen kann.

Nachtrag: Habe gerade nachgesehen: Coticule ist petrographisch ein "garnet-bearing quartzite". Damit ist Korund mit Sicherheit auszuschließen.

Gruß,
Klaus
 
« Letzte Änderung: 09 Jul 13, 12:57 von kks »

Offline Lüdi

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Re: Schlangenstein und etc.
« Antwort #34 am: 09 Jul 13, 21:38 »
@Klaus: Der Klapperstorch bringt keine Rubine und auch keinen gelben Belgisches Brocken. Was der sonst so macht ist mir Wurscht!
Ich bin wie ich es in meinem ersten posts geschrieben habe einer der wenig oder keine Ahnung von Mineralien hat! Daher suche ich hier um Rat. Wenn ein Verkäufer schreibt das da kleinste Rubine drin sind, so glaube ich das erst mal, weil es mich eigentlich auch gar nicht interessiert was da alles drin ist, funktionieren muss er für Stuckmarmor. Fazit, er ist unbrauchbar für mich.

 

Offline Lüdi

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Re: Schlangenstein und etc.
« Antwort #35 am: 09 Jul 13, 21:41 »
Was mich mal noch interessieren würde ist ob es diese Art Schlangenstein in einer ähnlich Form vielleicht auch in Deutschland gibt. Muss ja optisch nicht gleich sein. Irgendeiner meinte das sich dabei auch um Schluffmergel handeln könnte. Was ist Schluffmergel und wo kann man den finden oder bekommen?????? Wie hart ist so ein Schluffmergel????

Offline Breker

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Re: Schlangenstein und etc.
« Antwort #36 am: 10 Jul 13, 09:15 »
Hallo Sven,

zäume doch das Pferd von hinten auf. Gips hat die Mohs-Härte von 2. Das Mineral Anhydrit hat eine Härte von 3 bis 3,5 (und mitunter bekommt man ihn als schönen "Schlangenstein") oder man nimmt gleich den echten "Schlangenstein", ein Serpentinmineral(gemisch?) (die haben alle eine Härte von 2 bis 4,5).
Diese Materialien sind auch noch so weich, dass Du sie mit ein wenig Mühe in die Form bringen kannst, die Du zum Schleifen benötigst, je nachdem ob es sich um lange und gerade Flächen oder Ornamente handelt.
Diese Materialen sind Massenrohstoffe, Du müßtets nur schauen dass Du feinkörnige Proben bekommst, die nicht von anderen Mineralen verunreinigt sind. Du findest bestimmt hier im Atlas einige Fundstellen, vielleicht hat auch eines der Mitglieder hier noch Probenmaterial über oder einen in Frage kommenden Aufschluss in seiner Nähe.

Auf Gips mit Quarziten oder Granaten loszugehen halte ich für überzogen.

Und: Alte Materialbezeichnungen sind (historisch gesehen) sehr interessant, aber wenn man, so wie Du, alte Traditionen wiederbeleben will, sollte man sich die korrekten Bezeichnungen für das gesuchte Material heraussuchen. "Schlangenstein" hat vor 300 Jahren jeder Bauer jeden Stein genannt, der irgendwelche Minifalten aufwies, egal ob das jetzt Sedimentgesteine oder Metamorphite waren, von der Materialfrage ganz zu schweigen.

Viel Glück!

A.B.




Offline Lüdi

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Re: Schlangenstein und etc.
« Antwort #37 am: 10 Jul 13, 16:19 »
Hallo Breker,

danke für deine Info.

Mit einem Anhydrit das zu versuchen wäre sicher ein guter Gedanke den ich auf jeden Fall versuchen werde. Dabei kommt mir auch auch die Idee Hartgips zu versuchen, der ist zumindest sehr feinkörnig gemahlen. Bin mal gespannt was dabei rauskommt, da der Gips für den Stuckmarmor unter Wasserentzug eine Höhere Härte bekommt als Normal aushärtender Gips. Könnte vielleicht schon bei fast 4 sein.

Naja die Bezeichnung ist so eine Sache ich denke genau aus dem Grund heißt der wohl auch Schlangenstein. In England gibt es eben mehrere Bezeichnungen : Tam o Shanter Stone, Water of Ayr, Scotch Hone oder Snake Stone. Wobei ich glaube das der Scotch Hone etwas gröber ist.

Der Stein selber wird seit mindestens 1747 verwendet, wobei natürlich nicht klar ist, was davor verwendet wurde.

Ich gehe davon aus das es ein Schiefergestein ist. Was wäre denn die genaue Bezeichnung dafür???? Ich bekomme in den nächsten Wochen meine 2. Lieferung aus England die ich im Flieger nicht mitnehmen konnte. Wenn jemand Lust hätte, würde ich ein Stück zusenden für eine Einschätzung..... ;D

 

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