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Autor Thema: Schleifmaschine - Waschmaschinenmotor  (Gelesen 28521 mal)

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Offline tamtal

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Schleifmaschine - Waschmaschinenmotor
« am: 12 Mar 09, 13:41 »
Hallo, liebe Forenmitglieder,
wie einige wissen, bin ich eine Achatfreundin und möchte meine Funde selbst schneiden und bearbeiten. Der Schnitt macht mir keine Sorgen, wohl aber das Schleifen. Nachdem ich auf Glasscheiben geschliffen und auf Leder poliert habe, bin ich der Meinung, dass das einfach eine unendliche Plackerei und das Ergebnis nicht befriedigend ist. Ich habe von einem Forenmitglied auch eine Anleitung zum Bau einer Schleifmaschine mit Hilfe eines Waschmaschinenmotors der WM 66 bekommen.
Nun ist meine Frage, ob es unbedingt dieser Motor sein muss bzw. warum der Motor der WM 66 so beliebt und auch nur dieser für den Bau in Anleitungen beschrieben ist.
Meine Waschmaschine (Bauknecht WAK 5750) ist nämlich kaputt und eine Reparatur würde sich nicht lohnen. Das wurde mir auch schon per Gutachten bestätigt. Leider. So muss also sowieso eine neue Waschmaschine gekauft werden. Schade wäre, wenn die alte Waschmaschine nicht noch irgendwie Nutzen bringen würde. Motor ist unbeschädigt.
Kann jemand nützliche Informationen geben?

Offline Lausitz

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Re: Schleifmaschine - Waschmaschinenmotor
« Antwort #1 am: 12 Mar 09, 15:04 »
 Hallo tamtal
Will mal versuchen auf deinen beitrag zu antworten:
als der von dir beschriebene bauplan, eine schleifvorrichtung auf der basis einer ausgedienten WM66, ins gespräch kam hatten wir in der ehem. DDR alle das problem der materialversorgung. Deshalb haben erfindungsreiche sammler maschinen entworfen und gebaut über die wir heut teilweise nur lächeln können. Sei es eine sägevorrichtung, bei der das zu sägende stück mit hilfe einer blechscheibe unter zuhilfenahme von groben schleifpulver getrennt wurde oder ebend diese angesprochene schleifvorrichtung.
Wichtig für dieses gerät war das komplette vorhandensein eines antriebes und einer auffangwanne,in dem fall der waschlaugebehälter. Die motorendrehzahl in verbindung mit der kraftübertragung auf die welle war fast optimal zur herstellung kleinerer anschliffe.
Wenn du also nur  einen antriebsmotor hast und  eine maschine dazu bauen willst dann kannst du diesen auch nehmen, also auf dieser basis eine schleivorrichtung bauen.
Weiß jetzt nicht wie deine waschmaschine aufgebaut ist, kann dir also da vorerst keine tips für einen event. umbau geben.
Gruß aus Brieske

Offline tamtal

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Re: Schleifmaschine - Waschmaschinenmotor
« Antwort #2 am: 12 Mar 09, 15:54 »
Hallo Lausitz,
danke für Deine Antwort. Ich werde die Waschmaschine also mal vom Techniker nach Hause holen und ausschlachten. Dann kann ich sicherlich auch Fotos zeigen, die mehr Aufschluss geben sollten. Mein mangelndes technisches Wissen lässt mich leider nur mit Anleitung handeln. Wenn ich dann aber wissen würde, dass der Umbau gelingt, wäre das schon enorm toll. Immerhin ist der Motor der Startbaustein zu meinem Glück. :-D

Offline caliastos

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Re: Schleifmaschine - Waschmaschinenmotor
« Antwort #3 am: 12 Mar 09, 19:54 »
das problem bei den motoren dürfte die drehzahl sein. ohne übersetzung und regelung saust die scheibe am ende zu schnell. alles schleifmittel macht so den abgang. mit glück reist es das stück bei trockenem schleifmittel gleich mit aus der hand. wenn, dann runterregeln. selbst für sägen finde ich die motoren etwas zu heftig ohne drehzahlen zu reduzieren.

Offline Lausitz

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Re: Schleifmaschine - Waschmaschinenmotor
« Antwort #4 am: 12 Mar 09, 20:13 »
Schleifmaschinen, die mit schnell laufenden waschmaschinenmotoren arbeiten werden in der regel mit vorgelegewellen auf die notwendigen umdrehungen gebracht, für einen halbwegs versierten bastler kein problem.
Ich schleife schon viele jahre so und mir wurde noch kein stein aus der hand gerissen.
Grß

Haldenschreck

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Re: Schleifmaschine - Waschmaschinenmotor
« Antwort #5 am: 12 Mar 09, 20:20 »
hallo,

ich frage mich wiederholt, warum es erstrebenswert ist, seine sägen und schleifeinrichtungen - es sei denn, man ist bastler aus leidenschaft - selbst zusammenzuklöppeln? das macht in meinen augen keinen sinn. der materialeinstand mag zwar nicht so hoch sein (wenn man sich aus dem schrott bedient) jedoch der zeitaufwand steigt immens. auch wenn ebbe in der kasse wäre, würde ich nie diese geräte selber zusammenschrauben. nur wenige haben ahnung von schutzklassen, elektroschaltungen, mechanischen zusammenhängen, festigkeiten usw.
da bringt der kauf (kann ja auch gebraucht sein) nur vorteile: das teil sollte eigentlich technisch i.o. sein und seinen zweck erfüllen. wenn einem die teile um die ohren fliegen, dann kann man sich wenigstens an jemanden schadlos halten oder auf gewährleistung pochen.

ODER: handelsübliche sägen und schleifeinrichtungen sind nicht praxistauglich. wenn dieses der fall sein sollte, dann bitte die frage: wo liegen die schwachpunkte??

haldenschreck

Offline tamtal

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Re: Schleifmaschine - Waschmaschinenmotor
« Antwort #6 am: 12 Mar 09, 20:48 »
Hallo,
ich habe in meinem Verwandtenkreis alle Berufe vertreten, die es braucht, um nach Anleitung solch eine Schleifmaschine zu bauen. Ich werde also nicht selbst bauen. Da lasse ich schon Fachmänner ran. Ein Grund, warum ich keine Maschine kaufe: Es ist mir schlichtweg zu teuer. Ich will ja auch keinen Betrieb aufmachen und für Geld schleifen. Die Kosten für eine gekaufte Schleifmaschine bekäme ich eh nie wieder rein. Ich akzeptiere, dass ein Hobby Geld kostet. Aber da das nicht mein einziges ist, akzeptiere ich die recht hohen Kosten nicht.
Wenn ich mir beispielsweise bei Homberg & Brusius Säge und Schleifmaschine kaufen würde, läge ich schnell in einem Bereich, der mir nicht gefällt.
Jetzt sagt aber nicht "Wenn Du schon Fachmänner in der Verwandtschaft hast, warum stellst Du denen dann nicht Deine Fragen?".
Ich habe auch schon oft geschaut, an gebrauchte Schleifmaschinen zu kommen. Bisher leider ohne Erfolg. Ich habe einfach nicht vor, 1000 Euro oder mehr zu investieren, eh ich loslegen kann.

Offline caliastos

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Re: Schleifmaschine - Waschmaschinenmotor
« Antwort #7 am: 13 Mar 09, 00:41 »
@lausitz

sagte ja auch, dass entweder eine drosselung oder eine übersetzung nörig ist. nur der motor alleine verbaut ist zu schnell für die sache.


@haldenschreck

ganz einfach, die anschaffungskosten sind es. da muß schon einiges gemacht werden, damit es lohnt. ein eigenbau ist zusätzlich auf die eigenen wünsche abgestimmt. lange bauzeit hat es nicht. hatte meine säge in 2 tagen fertig (man muss ja den leim auch trocknen lassen). Kosten evtl. 15€ für metallteile. nur der flansch, als spezialanfertigugn war teuer. für gelegenheitsarbeiten voll ausreichend. wer technisch oder bastlerisch nicht so auf der höhe ist sollte das halt schon lieber lassen. nur ein loch in die wand bohren zu können reicht nicht.

Offline minuwe

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Re: Schleifmaschine - Waschmaschinenmotor
« Antwort #8 am: 13 Mar 09, 00:42 »
Hallo tamtal,

es ist schwer, Tipps zu geben, da die Daten und die Bauart des Motors nicht bekannt sind. Spannung, Drehmoment, Regelbarkeit, Einbaulage (also- darf der überhaupt vertikal eingebaut werden, hängt von der Ankerlagerung ab), Ansteuerung (hier wird sich die Originalsteuerung anbieten, die muss aber aus der Gesamtsteuerung ausgegliedert werden und dann hast du immer noch feste Drehzahlen bzw. Stufen, z. B. die Schleuderdrehzahlen  :P ).

Diejenigen, die es umbauen werden, müssen sich die Sache ohnehin anschauen, die könnten da auch sagen, was und wie.

Die Vorstellung war doch, glaube ich, das Edelstahlgehäuse samt dichtender Wellendurchführung als Wanne mit zu verwenden. Also ich würde mal sagen, wenn derjenige, der die Elektrik macht meint, Motor und Steuerung verbauen zu können, kannst du den Bauplan verwenden und einfach den anderen Motor darunterschrauben lassen. Es kann aber durchaus sein, dass der Motor die Belastung in Achsrichtung (= Tellergewicht plus Schleifdruck) nicht lange mitmacht. Die Teile werden heute anforderungsgerecht konstruiert, die WM66 war vermutlich robuster. Ich wüsste jetzt auch nicht gleich, wie man ohne eine super verarbeitete Welle eine Unwucht des Schleiftellers verhindert. Das Problem auf der mechanischen Seite ist nähmlich, dass ja die Trommel in der WM beidseitig gelagert ist, der Schleifteller aber nur einseitig. Dazu noch der Druck außermittig auf den Teller, das wird die Originalwelle nicht lange mitmachen, Welle und Lager müsste man sehen.

Die Alternative ist, sich vom Schrott oder Ebay einen Drehstrommotor zu holen, 1,5 kW reichen wahrscheinlich, und dann noch einen so genannten Frequenzumrichter, mit dem du die Drehzahl ohne Kraftverlust stufenlos einstellen kannst, bei verschiedenen Schleifaufgaben und -mitteln bestimmt ein Vorteil. Der muss mindestens die Leistung des Motors haben, wenn du Glück hast, bei Ebay für 50 €.

Gruß
Uwe


Haldenschreck

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Re: Schleifmaschine - Waschmaschinenmotor
« Antwort #9 am: 13 Mar 09, 10:18 »
ein eigenbau ist zusätzlich auf die eigenen wünsche abgestimmt.

hallo,
genau das ist es, was mich interessiert, caliastos (plane selbst die anschaffung entsprechender einrichtungen): welche konkreten wünsche erfüllen die handelsüblichen maschinen nicht oder nur mit großem kompromiss? sind es fehlende drehzahlregelmöglichkeiten, zu geringe sägeblattgrößen, mangelnde einspannvorrichtungen usw. usw., die einem den selbstbau swchmackhaft machen? nur an der schnöden kohle kann es alleine ja nicht liegen, oder?

haldenschreck


Offline caliastos

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Re: Schleifmaschine - Waschmaschinenmotor
« Antwort #10 am: 13 Mar 09, 18:03 »
die gründe sind doch vollkommen verschieden und bunt gemischt.

das können sein: antreibstechnik, leistung, robustere bauweise, kühltechnik, blattgröße, steinhalterungstechnik/format, spritzschutz, sichtfeld, vortrieb, steinfänger, standfestigkeit, modularität, preis.....


die eigene sägre hatte ich mir schlicht zwecks geld gebaut. nicht jeder kann sich jeder zeit mal einfach so ein neues maschinchen leisten.


Offline caliastos

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Re: Schleifmaschine - Waschmaschinenmotor
« Antwort #12 am: 15 Mar 09, 00:12 »
zu langsam nicht unbedingt, nur macht das ding das mit? beim töpfern drückt man ja nicht auf.

Offline minuwe

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Re: Schleifmaschine - Waschmaschinenmotor
« Antwort #13 am: 15 Mar 09, 03:13 »
Die Geräte scheinen um die 300 U/min zu machen, die Belastung ist kein Problem, werden schon mal 30 kg draufgepackt beim Töpfern, ähh- Drehen. Es gibt natürlich auch da kleine und schwache Geräte.

Aber das wäre ja eine Alternative, falls das mit dem Motor und Eigenbau nicht klappt.
« Letzte Änderung: 15 Mar 09, 03:16 von minuwe »

Offline Hans-Joachim

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Re: Schleifmaschine - Waschmaschinenmotor
« Antwort #14 am: 16 Mar 09, 06:55 »
Hallo

Ich habe wegen fehlender Bauelemente im Conradkatalog gestöbert und einen Drehzahl - und Spannungsregler gefunden.
Der hat ein breites Anwendungsfeld ,Basis sind 220V/50 Hz-Max15 A bei entsprechender Kühlung.
Ich glaube damit die Bedürfnisse mit Licht - und Drehzahlreglung abdecken.Der Preis ist rund 10,00 €+Porto und Versicherung,
die Conrad Bestellnummer ist : 183199-29       Der Aufbau ist sehr einfach 1 Poti , 1 Kühlkörper und 1 Gehäuse !

Gruß Achim

 

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