Mineralien / Minerals / Minerales > Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals

Calcit - Wachstumsgeschwindigkeit

(1/2) > >>

Kay:
Hallo zusammen,

aus aktuellen Anlass habe ich ein Frage zur Wachstumsgeschwindigkeit von Calcit.
Oder auch anders formuliert: wie lange brauchen Calcitkristalle als Neubildung, um Calcit-Bruchflächen wieder
zu überwachsen. Dies wird oft auch bei (tektonisch) abgefallenen Kristallen in Alpinen Klüften beobachtet.
Ich weiß, dass die Geschwindigkeit von Parametern wie Druck, Temperatur, Anzahl der Kristallkeime,Konzentration etc. abhängt.
Die Calcite ("Neubildung") sind als reine Rhomboeder ausgebildet und haben eine Kantenlänge zwischen 4 und 7mm.
Die Calcite der ersten Generation sind Skalenoeder bis ca. 4cm Länge.

Ich hatte letztes Wochenende vor, eine große, reife Calcitkluft zu entdecken. :D
Und hatte dies auch geschafft.  8) Ich braucht "nur" drei Steinbruch Besuche an diesen Tag.
Diese Kluft war ca 2m tief, 50cm breit und 30cm hoch. Sie war (noch) nicht leer.   
Dabei lag im "Kluftlehm" eine Handstufe mit Calcitkristallen,
die von der Kluftdecke gefallen war. Alle Kristalle waren zum Glück unbeschädigt.
Zusätzlich waren Ober- und Unterseite und alle Seiten !(die sonst die Bruchflächen der Stufe sind)
dieser Stufe mit einer "Neubildung" von Calcitrhomboedern besetzt (max. Größe ca.7mm).


Glück Auf
Kay

Jürgen:
Hallo Kay,

bitte zeig uns doch ein paar Bilder!


Gruß
Jürgen

Bergbaumaulwurf:
Glück Auf!
In wie weit dies passiert ist müssig sich darüber den Kopf zu zerbrechen.
Das sind so viele Faktoren, das man es eigentlich nicht groß nachvollziehen kann.
Freue Dich an dem Fund.
Bergbaumaulwurf

giantcrystal:
Calcit kann sich sehr schnell bilden, wie dies unzählige "Spaghettis" in Höhlen zeigen...

Mir selbst ist noch folgendes, beeindruckendes Erlebnis in Erinnerung : 1997 habe ich Pamukkale in der Türkei besucht mit den bekannten, herrlichen Sinterterassen. Die sind aber nur deshalb so toll, weil man sie seit Jahrhunderten hegt und pflegt und systematisch erweitert. So war man auch zu der Zeit meines Besuches gerade dabei, ein neues Stück Berghang mit dem sehr kalkreichen Wasser zu berieseln.

Dort schauten wir uns etwas näher um und fanden bereits centimeterdicke strahlend weiße Kalkkrusten. in deren Innern die Blätter der Vegetation noch grün (!!) waren. Folglich muß die Abscheidung / Kristallisation unter günstigen Bedingungen SEHR schnell vonstatten gehen

Glück Auf

Thomas

P.S. Ich habe ein derartiges Blatt mit heute natürlich nicht mehr grünem Inneren immer noch in meiner Sammlung

Kay:
Hallo Jürgen,

die ersten Stücke sind noch zum Reinigen im Wasser.
Der Kluftlehm ist hartnäckig. Sobald dieser weg ist,
werde ich Fotos machen.
Ich konnte aus insgesamt drei Klüften ( die zwei anderen Klüfte waren jeweils ca 50cm x 60cm x 20cm)
zwei Rücksäcke tolle Calcitstufen bergen.  8)
Nun muss ich alles säubern, formatieren und sortieren.

quote author=Jürgen link=topic=21274.msg174215#msg174215 date=1239128142]
Hallo Kay,

bitte zeig uns doch ein paar Bilder!

Gruß
Jürgen
[/quote]


Hallo Thomas,
die relative schnelle Wachstunsgeschwindigkwit bei Kalksintern / Tropfsteinen war mir auch bekannt.
Ich wusste nur nicht, ob dies bei dem Kristallwachstum vergleichbar ist.


Hallo Berbaumaulwurf,
natürlich freue ich mich sehr über den Fund. Das ist doch das schönste im Moment der Bergung.
 Als die beschriebene Stufe geborgen hatte, kam mir aber der Gedanken, wann diese von der Kluftdecke
 abgefallen war ....


Glück Auf

Kay

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

Zur normalen Ansicht wechseln