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Autor Thema: Mineralienfälschungen  (Gelesen 25935 mal)

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Offline uwe

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Re: Mineralienfälschungen
« Antwort #15 am: 17 Nov 04, 18:07 »
Hallo Rheinkiesel,

die Esoteriker habe auch für uns eigentliche Mineraliensammler eine Bedeutung. Denn davon leben die kleineren Mineralienhändler, die von den Käufen der Sammler allein wohl kaum existieren könnten.

Gruß
Uwe

Offline McSchuerf

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Re: Mineralienfälschungen
« Antwort #16 am: 17 Nov 04, 18:14 »
Hallo Rheinkiesel,

ich muss dem Uwe da völlig zustimmen!... ;)  .. vor 15-20 Jahren allerdings ging's noch völlig ohne diese Esotherik-Welle von heute... :-\

..da gab es noch echte Sammlerbörsen die heute nur noch sehr selten, vereinzelt auftreten. Ich denke da sind dann etwaige Rücklagen wohl so gefestigt, dass das auch ohne Esotherik-Händler gewinnbringend für beide Seiten (Sammler und Mineralienhändler) ablaufen kann.


Gruß Peter
« Letzte Änderung: 17 Nov 04, 18:16 von McSchuerf »

Offline der Sauerländer

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Re: Mineralienfälschungen
« Antwort #17 am: 17 Nov 04, 20:27 »
Männer von Flake ;D

Direkte Mineralfälschungen ist uns ja Allen ärgerlich klar >:(

Wie ist denn Eure Meinung zu falschen Fundort- Angaben?

Das ist mir hier vor einigen Jahren auf der Börse in Letmathe passiert. Da wollte ein hier bekannter "Name" ne Pyritstufe aus dem Bergwerk(!) Becke-Oese verkaufen. Nicht zu verwechseln mit dem Steinbruch!
Die Grube lag gegenüber und ist 1901 geschlossen worden. Vom Gestein her konnte das garnicht Becke sein. Als ich ihn ansprach, machte er ne Riesenwelle.

Ich mag sowas nicht!!!!!!!!!!!!!!

Also.....Fälschung oder nicht?

Anmerkung: zumindest war die Angabe Pyrit richtig :o 8)


Offline Galenit

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Re: Mineralienfälschungen
« Antwort #18 am: 17 Nov 04, 20:51 »
Wie schon erwähnt haben die "Esotheriker" zwei Seiten. Ohne geht es manchmal nicht mehr, sicher, aber in den letzten beiden Jahren finde ich hat es auf den Börsen eindeutig überhand genommen!
Teilweise bis zu fast 50% aller Stände!  :o Das ist zu viel für meinen Geschmack...

Das so viele Fälschungen "unterwegs" sind ist sicherlich sehr schade Cordula, aber abschrecken lassen soltest du dich nicht! Selber Sammeln  :D ist des Problems Lösung! Und dann mit Bekannten Tauschen, oder leuten den man trauen kann, um die Sammlung wachsen zu lassen...

...ich versuchs gerade auch so. Meine Sammlung ist noch in den Kinderschuhen, aber TEU!TEU!, bisher habe ich keine Fälschung in meinen Reihen!

:D Habe mich bisher nur noch keinem Sammlerverein angeschlossen, weiß noch nicht so recht was ich davon halten soll.

Glück  Auf!
EOAH

Offline McSchuerf

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Re: Mineralienfälschungen
« Antwort #19 am: 18 Nov 04, 20:38 »
Hallo EOAH... :)

Zitat
....bisher habe ich keine Fälschung in meinen Reihen!

Bist Du Dir da auch ganz sicher? .. ;D..Denn selbst Sammelprofis wie ich können sich da immer noch nicht ganz sicher sein.. :-\ ;)..oder hast Du alle Deine Stufen ausgiebig untersuchen lassen?.. :D..ggf. auch röntgenanalysieren lassen?

Gruß Peter

Offline Schluchti

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Re: Mineralienfälschungen
« Antwort #20 am: 18 Nov 04, 22:02 »

Direkte Mineralfälschungen ist uns ja Allen ärgerlich klar >:(

Wie ist denn Eure Meinung zu falschen Fundort- Angaben?

Das ist mindestens genauso ärgerlich und kriminell: Man stelle sich nur den Wertunterschied einer reich besetzten 6x6 cm großen Stufe Roselith von Bou Azzer und Schneeberg vor... Der Unterschied dürfte grob geschätzt annähernd das fünfzig bis hundertfache betragen. 

Offline McSchuerf

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Re: Mineralienfälschungen
« Antwort #21 am: 18 Nov 04, 22:13 »
kommt ungefähr hin.. ;)..denke ich..

Offline Schluchti

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Re: Mineralienfälschungen
« Antwort #22 am: 19 Nov 04, 00:37 »
Hehe, deshalb ist meine 6x6 cm Stufe auch aus Bou Azzer und meine 1x1 cm MMs aus Schneeberg...   ::)

(Wobei ich auch schon MMs aus Schneeberg gesehen habe, die eigentlich gar nicht mehr MMs heißen dürften. Das waren dann Nadeln von einem mm Durchmesser und einem cm Länge aus Quarz mit zwei winzigen lila Tupfen von allenfalls 0,5 mm vorn dran (keine Kristalle selbstverständlich). Sehr symbolisch das ganze und auch nicht mehr wirklich nachprüfbar. Sollten trotzdem 8 EUR kosten)  :o
« Letzte Änderung: 19 Nov 04, 00:42 von Schluchti »

Offline uwe

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Re: Mineralienfälschungen
« Antwort #23 am: 19 Nov 04, 09:01 »
Fälschungen des Fundortes sind das übelste, was so in den Händlerkreisen auftreten kann. Da sind die Marokkanischen Drusenbastler harmlos dagegen, denn diese Fälschungen lassen sich erkennen. Gegen falsche Fundortangaben ist man jedoch machtlos.

Dabei geht diese Fälschungen relativ einfach. Ich hatte selbst so ein Erlebnis. Auf einen der früheren "Tauschtage" in der DDR hatte ich meinen Tisch neben einen Sammler (oder besser Schwarzhändler) den ich kannte. Er hattte eine schöne handtellergroße Stufe mit Galenitoktaedern von irgend einen spanischen Fundort im Angebot. Nachdem der Dritte gefragt hatte, ob es sich um eine Stufe aus Neudorf/Harz handelt und die betreffenden nach der Verneinung die Stufe schnell wieder zurück gelegt hatten, äußerte mein Nachbar: "Ab sofort ist es Neudorf."  Minuten später war er die Stufe los - übel !

Allerdings läßt sich Erythrin von Schneeberg und Bou Azzer leicht auseinander halten.

Sicher kann man nur sein, wenn man das Stück selbst gefunden bzw. aus einem Stein geschlagen hat, der zu groß ist, um in einen  Rucksack gewesen zu sein.

Glück Auf
Uwe

Offline Schluchti

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Re: Mineralienfälschungen
« Antwort #24 am: 19 Nov 04, 09:14 »
Ja, da gibt es schon einige schwarze Schafe.

Manchmal kann man zum Glück an der Matrix noch Rückschlüsse auf den Fundort treffen. Deswegen gehen offenbar einige Händler, z.B. bei Proustit dazu über, die Kristalle vollkommen ohne Matrix zu verkaufen.

Zuletzt war bei ebay ein (vermeintlich?) aus Schlema stammendes Proustit-Aggregat angeboten, mit ungewöhnlich großen und reichen Kristallen und das ganze auf weißen Quarz aufgewachsen. Da habe ich auch meine Zweifel, ob das wirklich aus Schlema stammte.       

Offline geni

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Re: Mineralienfälschungen
« Antwort #25 am: 19 Nov 04, 11:31 »
Hallo an Alle  :)

der allerneueste Hammer:

Händler kauft alte Sammlungsetiketten und legt die zu neugefunden Mineralstufen. Somit bietet er alte
Mineralstufe
mit altem Etikett an, natürlich zu einem sehr hohen Preis. :(

Gruß geni 8)

Offline berthold

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Re: Mineralienfälschungen
« Antwort #26 am: 19 Nov 04, 11:55 »
Hallo,

Zitat
Mineralstufe mit altem Etikett  an, natürlich zu einem sehr hohen Preis

... noch schlimmer, mit Fotokopie vom alten Etikett  >:(

Gruß

Berthold


Offline Collector

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Re: Mineralienfälschungen
« Antwort #27 am: 19 Nov 04, 12:34 »
.............oder sogar neugemachte " alte Etiketten "
- vom Grafiker entworfen, auf der Handpresse auf altem Papier (aus alten antiquarischen Büchern ) gedruckt ....

Habe vor 2 Jahren eine alte Ilfelder Manganitstufe mit "Originaletikett " von einem bekannten deutschen Händler erworben. Sehr schönes Etikett: Schwedisches Reichsmuseum, mit handschriftlicher Katalognummer.
Nur - nach Kommunikation mit dem Kurator der min. Sammlung in Stockholm, dem ich das Etikett geschickt hatte:

die Stufe gabs dort niemals und die Etiketten gabs niemals. Obwohl das Etikett echtes Papier und der Druck echt waren:  Das Etikett war eindeutig gefälscht !

Was nicht alles versucht wird, um den Preis in die Höhe zu treiben !

collector

Offline Philip Blümner

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Re: Mineralienfälschungen
« Antwort #28 am: 19 Nov 04, 13:38 »
Also mit Fundorten ist wohl das einfachste. Ich kenne mich mit den Fundorten
wirklich nicht besonders gut aus, wobei ich auch darauf nicht strengstens achte.
Mir könnte man somit alles auf die Nase binden. Die Matrix ist für FO-Sammler
wichtig, mir würde sie wenig sagen. Ich weiß jedoch zb diesen Sandstein aus
Elmwood, auf dem der Sphalerit, Baryt, Calcit und Fluorit wachsen oder der
Basalt in Indien, in dem sich die Okenitüberraschungen befinden.
Wenn man kein echter Profi ist, wird man sehr oft in die Irre geführt, weil man
einfach einem seriös wirkenden Händler traut, sei es am Fundort, im Internet
oder auf Börsen. Man hat ja auch nicht immer ein FO-Buch zur Hand bzw die Lust,
dort nachzusehen.
Die Kopie der alten Etiketten ist aber wahrhaft eine Schweinerei.

Gruß
Philip

Offline uwe

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Re: Mineralienfälschungen
« Antwort #29 am: 19 Nov 04, 16:55 »
Der Betrug mit den Etiketten ist für mich neu, obwohl eigentlich naheliegend. Dabei sind Etiketten für mich durchaus ein minerolgisches Sammelobjekt (sieh Bild). Also danke für den Hinweis. Man kann gar nicht mistrauisch genug sein. Bei meinen Etiketten bin ich mir allerdings sicher. Die Preise der dazugehörenden Minerale waren alle recht moderat.

Glück Auf
Uwe