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Geologisches Rätselraten : gesehen in Mallorca
Tapir:
Na das senkrechte sind halt keine Schichten. Und die waagerechten Strukturen sind halt die ganz normale Schichtung des Kalksteins der einen gewissen Mergelanteil zu haben scheint und gut angewittert ist.. Oder halt wie schon erwähnt eine zusedimentierte Karsthöhle. Allerdings würde ich dem Bild nach sagen dass es sich um ersteres handelt.
Wie es zu dem Anschnitt der waagerecht liegenden Schichten kam? Nun ja, vergleichbares habe ich in Spanien gesehen, da haben sich die Sinterkrusten innerhalb vom 100 Jahren nach dem Straßenbau gebildet., das braucht keine lange Zeit. Also entweder anthropogen oder natürlich, sagen läßt sich das anhand des gewählten Bildausschnittes nicht.
uwe:
mit Sediment zugesetzte Karsthöhlen ?
Uwe
quarzum:
Hallo!
Die Frage ist ja: "Wie kommt es zu der abgebildeten geologischer Struktur ...". Naja, versuchs
mal aufgrund des Fotos zu beantworten (kann natürlich auch vollkommener Blödsinn rauskommen)
bin Krizu´s, z.T. Tapir´s und uwe´s meinung
--> zusedimentierter Karsthöhlenquerschnitt
mögl. Bildungsszenario (wenns denn eine versteinerte Karsthöhle ist):
- .....
- s-parallele Anlage der Urhöhle im (epi-)phreatischen Bereich (rot);
- ......
- beginnende Bildung eines Schlüssellochprofils (vadoser bereich) (hellblau)
- . ......
- ablagerung des feingeschichteten Materials im Querschnitt mit möglichen vadosen Gerinne (grün)
- .......
- Teilweise Lösung der Ablagerungen (geringe Sickerdistanz für Wasser, vmtl. geringe Vegetationsbedeckung)
- .......
- Sinterbildung (geringe Sickerdistanz für Wasser, vmtl. Bedeckung der Oberfläche durch Vegetation) bereits an der
Oberfläche
giantcrystal:
Prima, gut erkannt.
Hier die Lösung :
1. Bildung eines großen Höhlenraumes durch Verkarstung, von dem hier nur die randlichen Teile zu sehen sind
2. Bildung eines Tropfstein - Waldes durch zusammenwachsende Stalagtiten / Stalagmiten = Stalagnaten
3. Zusinterung der Bereiche zwischen den Stalagnaten durch Bodensinter / Sinterbecken bis zur fast völligen Ausfüllung des ehemaligen Hohlraumes - quasi eine Pseudomorphose von Sinterkalk nach Höhlenraum ;D
4. Antropogener Anschnitt des Ganzen durch Anlage eines Parkplatzes vor der Besucherhöhle Cueva del Arta
Ich hab das selten so schön irgendwo gesehen und brauchte auch erst einmal vor Ort ein paar Minuten, um mir das ganze erklären zu können
Glück Auf
Thomas
quarzum:
Hi Thomas!
> ... würde gerne in lockerer Folge hier im Atlas die eine oder andere dieser geologisch - mineralogischen Kuriositäten vorstellen .... <
wollt mal nachfragen, ob es wieder einmal eine mineralogisch-geologisches Kuriosum gibt?
grüsse, quarzum
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