ist doch nix neues. der bergbau war nur ein praktisches beispiel, weil dort alte aufschlüsse sind, in denen gerne gesammelt wird. aber auch bei alten bahnstrecken, ehemalige tagebaue und was der himmel noch was gilt das gleiche prinzip. vieles infos haben in modernen karten der übersicht halber nichts mehr verloren. was früher war ist unwichtig. was jetzt da ist zählt. für historische daten gibt es die historischen karten. wer sich nur an neue karten hält hat an sich nicht viel verstanden, denn die sagen mir nicht was da früher mal veranstaltet wurde.
es lohnt nach möglichkeit neue und alte daten zu nutzen, sowie mögliche spezialkarten. und eben die werden wegen den kosten kaum noch gedruckt oder digitalisiert. wie karten gemacht werden ist egal, solange die info erhalten bleibt.
bei alten/neuen karten hast du auch das problem, dass sich definitionen, ansichten und interpretationen ändern, genauso wie die vor-ort-situation oder die darstellungstechnik bzw. richtlinien. heute fehlt zeit, geld und manchmal auch motivation um entsprechende karten zu erstellen, was zusätzlich zu der übersichtlichkeit und den geltenen daratellungsnormen dazukommt.
aber allein wenn man bedenkt was früher an zeit für ne karte vorhanden war, so kann man das echt nicht mehr mit heute vergleichen. bezahl man jemand für eine karte mit entsprechend hohem detailgrad. das sind enorme kosten, vom druck mal abgesehen. glaubt hier wirklich jemand das solche karte dann einfach so noch gemacht werden? das ist selten.
wie war das noch gleich bei der vergabe der diplomkartierungen: das landesamt bietet an die kartenblätter xy und ... und ... ... im zuge von diplomkartierungen neu zu kartieren um die mit den ergebnissen diekarten zu aktualisieren. abhängig vom gelände wird das kartenblatt auf 2-4 gebiete aufgeteilt, die bearbeitet werden können. allerdings gibt es keine vergütung oder anderweitige finanzierungen. für unterkunft und der gleichen ist selbst zu sorgen. die arbeit wird mit einer erwähnung in den erläuterungen und dem blattschnitt entlohnt.
das ist doch was.kartiergeologen sind zu teuer, also lässt man die gegenden über diplomanden und doktoranden kartieren, gibt ihnen ein dünn beschmiertes butterbrot und haut evtl. 5 jahre später die zugehörige, nicht vollständig abgeglichene karte heraus. bei so einem vorgehen verlangt ihr hohe detailierungsgrade?
diese zeiten sind schon lange vorbei. detailierte karten kosten zeit und zeit ist geld ----> zu teuer ---> macht kaum einer. und findet sich wohl mal viel detailinformation wird das durch ein überbügeln wieder reduziert. da braucht man nur mal entsprechende einrichtungen fragen. das ist totaler wahnsinn.
was aber beim klettern persönliche erfahrung und fähigkeiten betrifft; sehr viele überschätzen sich selbst und unterschätzen gefähr und schwierigkeit. wenn du jetzt schwierigkeit 8 kletterst, dann mag ein anderer ja vielleicht nicht verstehen wie du das anstellst, das hindert nur viele nicht daran es doch zu versuchen. vielleicht sieht es auch für einen gerade leicht aus wenn du im 6. grad herumturnst. aber auf die idee, dass selbst der 3. grad für einen selbst zu viel sein könnte kommen viele nicht.
dieser schwachsinn fängt doch schon ganz weit unten an. bestes beispiel: einführungesexkursion für erstsemester zum kennenlernen über fachschaften organisiert. ziel: gemeinsam auf nen berg steigen. und was kommt zu so ner exkursion? natürlich auch zeitvertreibstudenten mit handtasche, minirock und stöckelschuh.

wohl klarer fall von fehleinschätzung.
insgesamt laufen recht viele herum, die nicht ansatzweise auf die idee kommen, dass sie ziemlichen blödsinn anstellen.