Hallo,
@René:
auch mit der Methode bei der nur die Kamera an das Okular gehalten wird (teilw. mit Adapter) recht gute Ergebnisse.
das habe ich auch schon gemacht und nachgeforscht, warum hier überraschend gute Resultate rauskommen (können). In einem Forum wird die Meinung vertreten dass das Zwischenbild deswegen schlechter sein muss, weil es noch Fehler enthält die erst durch das Okular berichtigt werden. Ich könnte mir das schon vorstellen, glaube aber nicht dass der Unterschied dadurch sehr groß ist.
@Frank: Vielen Dank für Dein PM, die zwei Links zu MTF von ZEISS sind sehr gut, die möchte ich auch empfehlen:
http://www.zeiss.de/C12567A8003B8B6F/EmbedTitelIntern/CLN_30_MTF_de/$File/CLN_MTF_Kurven_DE.pdf
http://www.zeiss.de/C12567A8003B8B6F/EmbedTitelIntern/CLN_31_MTF_de/$File/CLN_MTF_Kurven_2_de.pdf
Es wird schnell klar, dass das Thema "Auflösung" sehr komplex ist und auch die MTF-Kurven beschreiben da nur einen Teilaspekt. Sehr interessant fand ich die Aussage, dass höhere Pixelzahlen im Sensor auch dann noch Vorteile bringen wenn das Objektiv von der Auflösung her schon überfordert ist.

@alle
Neuerdings sind Verfahren bekannt geworden die, ähnlich wie die Fokuserweiterung mit einem Bilderstapel arbeiten, jedoch mit identisch fokusierten Bildern schärfere, rauschfreiere und kontrastreichere Bilder liefern. Ich habe das Verfahren "Superresolution" (SR) ja schon genannt. Bisher findet es z.B. in der Forensik Verwendung um etwa aus einem Überwachungsvideo ein schärferes/besseres Einzelbild zu gewinnen. Nun ist die Idee wie folgt: Es wird für jede Ebene des (DMF-) Fokus-Stapels eine Reihe gleich fokusierter Bilder, der SR-Stapel, gemacht, aus diesem Stapeln zunächst über die SR-Technik einzelne Bilder gerechnet und aus denen dann über die DMF-letztlich das Endbild. Da diese Methode mit sehr viel Arbeit verbunden ist habe ich in einem ersten Experiment versucht abzuschätzen wie groß denn der Qualitätsgewinn durch die SR-Technik ist. Die Qualität steigt bei geringer Ebenenzahl zunächst schnell, bei großer Ebenenzahl nähert sich die Qualität einem Maximum. Ich habe mein Beispiel im Anhang mit 6 Ebenen gemacht, eben ein Kompromiss zwischen Qualität und Aufwand (nachdem ich zwischen 6, 10 und 15 Bildern praktisch keinen Unterschied mehr gesehen habe). Wieviel die SR-Technik im Detail bringt -und ob sich der Aufwand lohnt- bitte ich selbst zu beurteilen. Die drei Bilder im Anhang:
1) Einzelbild mit Stemi bei maximaler Vergrößerung, markierter Ausschnitt
alle sechs Einzelbilder wuden auf 2808 x 1872 Pixel verkleinert und im bmp-Format mit 24 Bit gespeichert (mit ImageMagick verkleinert, das SR-Programm ist mir mit der 21-Megapixel-Original-Bildgröße immer abgeschmiert)
2) Das Bild zeigt einen 1:1 Ausschnitt aus einem Einzelbild
die 6 Bilder wurden mit dem Windows-Programm "QE SuperResolution" zu einem Bild gerechnet
3) das Bild zeigt einen 1:1 Ausschnitt aus dem SR-Bild.
Für einen gerechten Vergleich wurden die beiden letzten Bilder mit gleicher Packrate (mit GIMP) in JPG's umgewandelt.
So, aus einem Fokus-Stapel solcher Bilder müsste man dann ein Bild rechnen....
Gruß
Berthold