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Autor Thema: 2 merkwrdige Metallbrocken  (Gelesen 14462 mal)

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Offline uwe

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Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
« Antwort #15 am: 08 Jul 04, 09:03 »
Ein Meteorit wäre natürlich nicht unmöglich. Dann hättest Du natürlich eine Rarität. Berate Dich mal mit einem Meteoritenexperten.

Uwe

Offline McSchuerf

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Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
« Antwort #16 am: 08 Jul 04, 14:53 »
..dann könnten evtl. auch Schmelzkrusten (nach Flug in die Atmosphäre, etc..) erkennbar sein..

...man könnte auch mal den Ätzfigurentest (Widmannstättsche Figuren) durchführen..und feststellen, ob die Mineralien Taenit, Kamacit und Plessit als Füllmase vorliegen..soviel jetzt nur ad hoc von mir, aus dem Bauch heraus .. :) ..und wie sieht es mit Nickelgehalt aus..

..die große Gruppe der Meteorite umfasst jedenfalls die Chondrite, Stein-Eisen-Meteorite (Olivinreste, etc. erkennbar) und Nickel-Eisen-Meteorite /Eisenmeteorite

..wenn magnetisch, dann letztere Gruppe ..

Gruß Peter

Offline geomueller

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Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
« Antwort #17 am: 08 Jul 04, 20:58 »
Hallo Peter, uwe und alle,
also ich glaube nicht das es sich um ein Mineral und schon gar nicht um einen Meteoriten handelt. Ich glaube es handelt sich um eine Legierung und zwar höchstwahrscheinlich um Eisensilicium (Ferrosilicium).
Eisenlegierung mit Siliciumgehalten von 10-98%; verwendet zur Herstellung säurefester Gefäße oder im zermahlenen Zustand zur Herstellung von Schweretrübe. Durch den verschiedengroßen Anteil von Silicium kann auch das Erscheinungsbild sehr unterschiedlich sein und auch vermeidliche Kristallstrukturen auftreten. In Zwickau wurde dieses Material weit verstreut über die ganze Stadt in relativ großen Mengen und teils in zentnerschweren Brocken gefunden. Keiner weis so richtig wo es her kommt und wie es an die verschiedenen Stellen kam. Viele Mineraliensammler haben sich darüber den Kopf zerbrochen und wilde Spekulationen angestellt bis eine Analyse Aufklärung brachte. Vielleicht handelt es sich bei Euren Stücken ja auch um Ferrosilicium.

Gruß Jürgen ;)

Offline McSchuerf

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Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
« Antwort #18 am: 09 Jul 04, 23:00 »
Hallo Jürgen,

da spricht auch einiges für sich, wie ich jetzt erkennen muss... ;)

Offline uwe

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Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
« Antwort #19 am: 10 Jul 04, 10:33 »
Hallo Jürgen,

ist interessant, das mit dem Ferrosilizium. Hat man niemals herausgefunden, woher das kam ?

Glück Auf
Uwe

Offline geomueller

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Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
« Antwort #20 am: 10 Jul 04, 12:04 »
Hallo Uwe,
nein näheres weis ich leider auch nicht über die Herkunft, ich frag noch mal einen Kollegen der weis vielleicht noch mehr darüber.

Jürgen

Asherlord

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Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
« Antwort #21 am: 20 Jul 04, 12:10 »
Sry,
hatte Compi abgeschossen.
mit Fotos wirds erst näxten Monat was.
Gegen eine Schmelze neuerer Herkunft spricht eigentlich die stärkere, ziemlich gleiche Abrundung der Hauptkanten und die total wirre Struktur. reineres (rostendes) Eisen ist nur an wenigen Stellen zu sehen.
Allerdings issas das erste Mal, daß ich bei nem Metallbrocken wirklich total vor nem Rätsel stehe (und mir auch jegliche Ausrüstung fehlt).
Und da es stark metallisch is, kann so eine Abrundung auch in weit kürzerer Zeit entstehen als bei nem Granit aus dem eisteitlichen Geschiebe.

Dumm nur, daß nix aufn Flußverlauf oder sonstwas in der Fundgegend hinweist. Nur Sand und eiszeitliche Brocken.
Vielleicht issas auch nur ein Produkt aus einem zu weit nach Süden gegangenen Bombentreffer WK II . Hätt ichs doch bloß liegen lassen  ::)

Asherlord

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Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
« Antwort #22 am: 08 Aug 04, 19:42 »
So, hab mal paar Fotos anfertigen und posten lassen:
http://zolker.de/var/Min/Min.html

Probe 1 könnte Nickel sein/enthalten
Probe 2 is für Pechblende viel zu hart, mein Materialkundler meinte aber auch, daß da unter Umständen Hitze eingewirkt hat.
Bilder sind nich die besten, aber man erkennt bei Probe 2 deutlich die erfolgte Abrundung der Kanten (natürlich nich Kugel-förmig  ;D )

Offline McSchuerf

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Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
« Antwort #23 am: 09 Aug 04, 18:42 »
Pechblende ist es auf keinen Fall..

.. ich würde auf nickelhaltige Arsenide oder nickelhaltige Sulfide mit z.T. blaumetallischen Anlauffarben - durch dünnste Oxidationshäutchen auf der Oberfläche verursacht - tippen..aber Röntgenanalyse erscheint nach wie vor notwendig.

Gruß Peter

Asherlord

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Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
« Antwort #24 am: 10 Aug 04, 00:39 »
Meinst Probe 2 (die große dunkle?)
Schön, aber hab kein Röntgenpulverapparat inner Tasche ;D
Mich wundert, wie genau die Farbverläufe abgegrenzt sind. So zeigt http://zolker.de/var/Min/Min09.html eine Seite, wo alles bläulich ist.
Allerdings sind die Fotos absolut zu hell, Das Zeugs erinnert eher an Mischung zwischen dunklem Schiefer und Kohle. Außerdem treten die Farbanläufe zu stark hervor.

Was Arsenide und Sulfide betrifft: da haut die Kombination Strichfarbe, Härte,Dichte, Eisenanteil nich so hin, zumindest, wenn man von reinen Mineralen ausgeht.

Ich versuch mal, die Beschreibung upzudaten:
sehr schwer, metallisch, reagiert auf Magnet, aber deutlich schwächer als reines Eisen.
Bruch: nach Erscheinungsform spröde. Bei Schlägen bricht aber bisher nichts ab.
Härte: ca. 6bisX (Material is unterschiedlich verwittert, nich genau definierbar)
Strich: grau, leicht bräunlicher als vonner Stahlklinge.
Aggregat: falls vorhanden:plattig, nadelig-strahlig (wie Moos-Büschel)
Glanz+Farben: schwarz/schwarzgrau metallisch, bei Lichtreflektion sehr stark und hell wirkend, metallisch-bläulich, zum Teil grünlich erscheinend, an scheinbar etwas älteren Oberflächen statt kupferrötlich.
Dichte muss noch bestimmt werden
rundherum Reste von Rost, Eisenmineral. Alle faserig erscheinenden "Kristalle" scheinen bei näherer Ansicht leicht ausgefranste Ränder zu haben.

Fazit: ohne RöntgenPulverMicros kann man wohl nur orakeln, was ausser Eisen noch so drin is.
Vielleicht doch n zu heiß gewordener Eisenerzbrocken, den die Eiszeit poliert hat (womit wieder Strichfarbe falsch wär und der Brocken um 1 zu hart *urgs*) :-\
« Letzte Änderung: 10 Aug 04, 00:42 von Asherlord »

Offline Dalamar

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Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
« Antwort #25 am: 10 Aug 04, 08:10 »
hauts doch einfach mal in ne mikrosonde, dann ist doch alles klar - das halte ich für noch besser, als röntgen...

Offline McSchuerf

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Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
« Antwort #26 am: 10 Aug 04, 17:53 »
Hallo Dalamar,

.. 'haut's mal in die Mikrowelle, wolltest Du aber sicher nicht damit sagen... gehe ich jetzt einfach mal von aus.. ;D

daher folgendes hierzu ..

... Du musst bedenken, dass die Untersuchung mit der Mikrosonde ..

..  1. viel kostpieliger ist (Kosten ?), als eine 'normale 'XRD' oder auch EDX und ..
... 2. die Mikrosonde-Untersuchung doch wohl nur Wissenschaftler und einige Studenten an der Uni oder an best. Instituten durchführen können, die auch über die entsprechenden Apparaturen verfügen..

..es sei denn, das gäbe es jetzt auch für den 'Hausgebrauch' und 'für'n Appel und en Ei'..das wäre mir dann allerdings neu..

Als 'Hobbymineraloge' und Amateur ist man ja schon froh eine 'normalmikroskopische' Untersuchung durchführen zu können; ebenso einen Strichfarben- und Härtetest sowie ein paar Säureproben.. :)

Gruß Peter
« Letzte Änderung: 10 Aug 04, 17:58 von McSchuerf »

Offline Dalamar

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Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
« Antwort #27 am: 10 Aug 04, 20:38 »
Stimmt.

Wie wärs damit: Dickschliff für Auflicht anfertigen lassen (machen die meisten Uni's) und mit nem Auflichtmikroskop begucken (müsste sich an ner Uni auch irgendwie regeln lassen)

Offline McSchuerf

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Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
« Antwort #28 am: 11 Aug 04, 08:32 »
ja, das ginge und am besten man vereinbart auch mal einen Besuch im ortsansässigen jeweiligen Landesamt für Bodenforschung wie ich das früher auch viel gemacht habe..(hier: Hess. Landesamt f. Bodenforschung); dort kann man dann auch Dünnschliffe im Auflicht bzw. im Durchlicht anschauen..connections dort wären natürlich noch besser.. ;)

Asherlord

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Re: 2 merkwrdige Metallbrocken
« Antwort #29 am: 23 Aug 04, 15:26 »
Hab ne bessere Methode: Beim Deichbau inner neuen Hafencity Hamburg ist exakt dieses Material aufgetaucht als Grundbefestigung.
Muss also nur rausfinden, wer da aufschüttet und die mal befragen (und rausfinden, wie mein Brocken inne niedersächsische Pampas kam)

 

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