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Etwas ungewöhnliche Kristallform beim Pyrit
uwe:
ich bekam eine kleine Stufe aus Hartenstein (371). Auf Dolomit befanden sich fast perfekte, winzige Pyritkugeln. Nun sind kugelförmige Pyritaggregate nichst ungewöhnliches. Hierbei bilden einzelne Kristalle die Kugelform und man sieht bei ausreichender Vergrößerung die Endflächen. Allerdings handelt es sich bei den beschriebenen Pyriten um einzelne Kugeln, wobei man bei den größeren ganz vage die Oktaederform erahnen kann. Meine Frage:
Wie ensteht so etwas ?
Gruß
Uwe
strahler1975:
Hallo uwe !
Meine Vermutung:
Könnte nach deiner Beschreibung und anhand der Bilder eine "pyritisierte" organische Substanz sein.
(z.Bsp.: pyritisierte Schwefelpakterienkolonien)
In diesem Zusammenhang wird das ganze als Rogenpyrit bezeichnet.
Glück Auf!
Frank
berthold:
Hallo,
sorry, der Tread-Titel ist irreführend, eine ungewöhnlich Kristallform sehe ich nicht - ich sehe überhaupt keine Pyritkristalle.
Pyritkugeln -als Aggregate- sind weit verbreitet und auch nicht ungewöhnlich. Sphärolithische Kristallisation aus Lösungen setzt bestimmte Konzentrationen, Temperaturen, Lösungszusammensetzung und andere chemisch-physikalischen Bedingungen voraus. Für manche Mineralien ist das "Fenster" in dem solche Kristallisation stattfinden kann klein -etwa bei Fluorit- für andere -wie Pyrit- ist es etwas größer und für einige Mineralien -beispielsweise Wavellit- sehr groß.
Gruß
Berthold
Krizu:
--- Zitat von: berthold am 28 Jul 09, 09:54 ---sorry, der Tread-Titel ist irreführend, eine ungewöhnlich Kristallform sehe ich nicht - ich sehe überhaupt keine Pyritkristalle.
--- Ende Zitat ---
Hallo Berthold,
eine Kugel kann sehr wohl ein Kristall sein.
- Ein idealer Kristall ist aus identischen Bausteinen aufgebaut.
- Ein Kristall hat eine Fernordnung der Baugruppen
- Ein Kristall hat anisotrope Eigenschaften
Deshalb kann eine Kugel ein Kristall sein, die Ansisotropie muss nicht immer in der Flächebildung zum Ausdruck kommen und die Kugel widerspricht nicht der Symmetrie des Pyrits.
MfG
Frank
berthold:
Hallo Frank,
--- Zitat ---eine Kugel kann sehr wohl ein Kristall sein.
--- Ende Zitat ---
schon, aber sphärolitische Kugeln (wie hier) fehlt die nach Deiner Definition notwendige Fernordnung der Baugruppen, d.h. sie ist nur jeweils für keulenförmige Kristallite gegeben. In diesem Fall (und in vielen anderen Fällen) ist die Kugelgestalt eben nicht die Kristallform sondern wir haben eine kugeliges Aggregat aus vielen Kristallen. Wir sagen ja auch zu einem Tropfstein nicht Kristall - oder? ;)
Gruß
Berthold
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