Mineralien / Minerals / Minerales > Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals

Etwas ungewöhnliche Kristallform beim Pyrit

<< < (2/3) > >>

Krizu:
Hallo Berthold,

ich würde sagen, dass hängt vom inneren Aufbau ab.
Wenn es wie die Pyritsonnen eine Verwachsung verschiedener sich behindernder Kristalle ist, dann hast du recht.
Ist es eine durch Wachstums-Lösungs oder Hohlraumausfüllung gebildete Kugel ist, ist ein ein Kristall

MfG

Frank

cmd.powell:
Hallo ihr

Die Frage bleibt erstmal, ob es sich bei den Gebilden um Aggregate, sprich irgendwie angeordneten Polykristallienen Massen, oder ob es sich tatsächlich um kugelförmige Einkristalle handelt. Bertholds beschriebene Wavellite z.B. sind Aggregate aus vielen radialstrahlig angeordneten Kristallen. Das ein Einkristall kugelig oder kugelähnlich wächst ist energetisch sehr unwahrscheinlich, da die Kristallflächen normalerweise durch energetisch günstige Lagen der einzelnen Gitterbausteine entstehen. Kugelform würde bedeuten, das die allgemeinen Wachstumsregeln bei der Kristallisation nicht oder nur sehr eingeschränkt funktioniert haben, was, wie schon gesagt, sehr unwahrscheinlich ist. Plausibler ist da schon eine polykristallines Aggregat oder irgendwas amorphes. Hier ist die Kugelform letztlich wieder nichts besonderes. Um zu bestätigen, ob Uwe nun was besonderes gefunden hat, müsste man zunächst klären, ob die Gebilde Einkristalle sind oder nicht. Das wird man aber durch optische Methoden nicht zweifelsfrei klären können.
Ich persönlich würde auch eher zu einem polykristallinen Aggregat tendieren, wobei beschriebene Oktaederform durch eine gewisse innere Ordnung der einezelnen Kristallite des Aggregats zustande kommen könnte. Ist jetzt aber auch nur eine Vermutung.

Grüße

cmd.powell

Geomaxx:
Hi
dazu gibts einen schönen Artikel in LAPIS von W. Stoll: Kugelkristalle und Kristallkugeln - wieso eigentlich?, LAPIS, 2006/Mai, S. 13-21
Glück Auf!
GEOMAXX

Krizu:
Hallo,

kann mir den jemand einscannen?

Email dann der PN

MfG

Frank

berthold:
Hallo,

@Frank
ja, der Artikel im LAPIS von Prof. Stoll ist nicht schlecht, allerdings für einen Kristallzüchter ist nichts Neues drinnen und die Literaturangaben sind ausgesprochen dünn. Schicke mir doch per PM Deine Mail-Adresse.

@cmd.powell
Nachdem ich nicht glaube dass die beschriebenen Oktaederflächen parallel zueinander liegen (was sie müssten, wenn es ein Einkristall wäre)  gehe ich von dem viel wahrscheinlicheren Fall eines Pyrit-Aggregates aus. Etwas amorphes scheidet meiner Ansicht nach schon deswegen aus weil man wohl Oktaeder-Kristallflächen sieht.

Gruß
Berthold

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln