Hallo Dennis,
Du wohnst in Mitteldeutschland schon richtig... Ich komme aus der Gegend von Stuttgart und da gibt es Muschelkalksteinbrüche ohne Ende, aber mit Ceratiten ist das so ne Sache. Es grenzt schon an ein Wunder, wenn du mal was anderes als Ceratites Spinosus findest, obwohl auch bei uns die Schichten bis ins Grenzbonebed reichen. Und als ob das nicht genug wäre, musst du die blöden Dinger in der Regel von hinten, durch die Kalkbank mit der sie verhaftet sind, rauspräparieren. Das kostet Zeit und Nerven... und in vielen Fällen, nach stundenlanger Arbeit, musst du dann doch feststellen, dass du ihn am besten im Steinbruch gelassen hättest
Zum Glück habe ich hier noch einen Steinbruch, in dem der MO1 aufgeschlossen ist und mit viel Glück Ceratiten (in eineinhalb Jahren 5 komplette..) und ne Menge Germanonautiliden zu finden sind, sonst hätte ich hier schon längst die Lust am Sammeln verloren.
Was die Theorie angeht, bin ich da auch nicht soo der Spezialist, es ist viel besser geworden. Viel Literatur, die sich mit Ceratitenbestimmung beschäftigt ist veraltet und trägt nur zur Verwirrung bei. Ich habe mir ziemlich viel gebraucht gekauft und wusste am Ende noch weniger als vorher.
Vor 2 Jahren hatte ich noch keinen blassen, wie ich es bewerkstelligen soll, Ceratiten zu berstimmen, geschweige denn, in welchen Schichten ich rumbohren muss, um sie zu finden. Vom Präparieren ganz zu schweigen.
Diese Seiten haben mir anfänglich ziemlich weitergeholfen, und vor allem die trias-verein Seite tut es immer noch.
Hier findest du hilfreiche Sachen, zum Thema Muschelkalk:
http://www.trias-verein.de/pages/home.htmhttp://www.palaeo-online.de/http://www.m-gleiter.de/Hier zum Thema präparieren:
http://www.ap-h.de/Was deinen Ceratiten angeht, kleb ihn einfach wieder zusammen und präparier weiter
- ich habe welche in der Sammlung, die bestehen auch aus mehreren Teilen, obwohl sie anfänglich am Stück waren...
Gruss
Oliver