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Verrückte ideen über die entstehung der erde...

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Sascha M.:
Hallo zusammen

Ich hab eine frage die, dem ein oder anderen egal sein mag oder auch aufstößt, sei er dafür, dagegen oder auch einfach nur endsätzt über die Dummheit mancher Personen.

Vor einiger zeit kam ein bekannter von mir mit einer Idee (Theorie) der Erdausdehnung zu mir. Bei der nach irgend welchen "Professoren" die erde seit 350 mio Jahren un unterbrochen durch den Beschuss von Neutrinos oder Tachyonen oder sowas von dem keiner weiss was es ist, beschossen wird und langsam wächst weil sich diese Teilchen im kern zu Atomen "verbinden" sollen.

Ich weiss ja nicht wie man das so unter Sammlern und fach kundigen sieht aber er kommt mir dann mit das die profs und forscher ja nur das machen was sie sehen wollen und es gäbe ja so viele beweise und wenn ich dann blump frage woher das Wasser, woher Fossilien versteinerter Muscheln auf dem Himalaia, woher Steinsalz,warum kann man in Vulkanen den Prozess der Plattenverschiebung  im kleinen beobachten warum, warum, warum kann ich ewig mit weiter machen er kommt dann wieder, sind ja alles böse menschen die da nur glauben was die und die zeitschrift als richtig erklärt.

Naja langes geschwätz kurzer sinn falls ich jetzt hier nicht wegen diesen post zerlegt werde meint ihr es gibt was ,was ich ihm an den Kopf werfen kann was ihn überzeugt das, das nicht wahr oder vielleicht auch teilweise wahr ist aber nicht alles was wahr ist und hat da vielleicht auch jemand ne meinung zu solchen theorien.

Ich danke euch wenn ihr es bis hier geschafft habt zu lesen und meinem kleinen banalen problem was mich aber des öffteren auf die palme bringt weil wer streiten schon gern mit besten freunden über so themen und muss sich dann als wer der jahre mit dem thema zu tun hatte sagen lassen du weist ja auch nichs also sei ruig...

Gruß sascha

cmd.powell:
Hi Sascha

Kurz: solange er keinem schadet, kann er doch glauben was er will (gilt übrigens für alle). Ich kenne solche Menschen und die sind meistens eh durch nix zu überzeugen, also wozu die Mühe ? Den ultimativen Beweis, das alles so gekommen ist, wie die aktuelle geowissenschaftliche Lehrmeinung uns beibringt, gibt es nicht. Theoretisch könnte man ja schließlich ein übermächtiges Wesen postulieren (Gott !?), welches sich in einem launischen Anfall von Genialität daran gesetzt hat und die Erde, den Kosmos und sonst noch alles genau so gestaltet hat, wie wir es grade erleben. Kann nicht wiederlegt werden, kann nicht bewiesen werden - ist letztlich auch völlig Latte. Es ist derzeit so wie es ist und alle Fakten sprechen für die (geo)wissenschaftlichen Erkenntnisse zu unserer Welt.
Der Vorteil des wissenschaftlichen Weltbildes gegenüber irgendwelchen - puh, wie sage ich es mal diplomatisch ? - sagen wir mal "spirituellen" Weltbildern ist der, das es, sobald die Fakten z.B. einen Gott beweisen, dieser problemlos in eben das Weltbild integriert werden kann/muß. Das geht im allgemeinen bei den "spirituellen" Weltbildern nicht - die tuen sich oft extrem schwer mit neuen Erkenntnissen oder zerbrechen gar an ihnen. So sehe ich das und so erkläre ich das auch jedem, der mich danach fragt. Letztlich ist es auch nur eine Form des Glaubens, die ich da habe, aber letztlich der mit den wenigsten Fehlern in Bezug auf die Wahrheit.
Also, kurz und bündig: Nicht den Anderen versuchen zu überzeugen, sondern ihm Deine Sichtweise der Dinge aufzeigen und ihm dann die Wahl lassen (mehr geht letztlich eh nicht).

Das konkrete Problem Deines Bekannten ist, das er wahrscheinlich was gelesen/gehört hat, was auf halbwissenschaftlichen oder gar wissenschaftlich anderes (oder falsch) interpretierten Daten basiert. Die Erde ist seit ihrer Entstehung permanent von Neutrinos bombardiert worden. Pro Sekunde treffen - glaub ich - rund 1 Mrd. Neutrinos pro Quadratmeter die Erde. Allerdings ist die Wechselwirkungsrate extrem gering (weshalb Neutrinodetektoren ja auch extrem groß sind) und zudem ist weiterhin noch nicht sicher geklärt, ob Neutrinos überhaupt oder wenn eine wie große Ruhemasse sie haben. Haben Neutrinos keine Ruhemasse, so kann die Erde beliebig viele Neutrinos aufnehmen, ohne dabei an Masse zu gewinnen. Soweit ich weiß, haben Neutrinos eine extrem kleine Ruhemasse, die garantiert nicht ausreicht, bei der aktuellen Welchselwirkungsrate die Erdmasse signifikant zu erhöhen. Die Wechselwirkung von Neutrinos mit Materie beruht im wesentlich auf Übertragung von Impuls bzw. Rotation (Spin) vom Neutrino auf die Materie (Atom). Dabei kommt es in einigen seltenen Fällen zu Isotopenumwandlung (ich glaube, es was Chlor in Argon), welche dann detektiert werden können. Ich bin sicherlich kein Neutrinoforscher oder Neutrinofachmann, daher vielleicht >HIER< nochmal schlaulesen. Halbwissen kann man manchmal mit "Voll"wissen besiegen  ;D

Grüße

Markus

Sascha M.:
Danke nette Antwort.
Ja so sehe ich das auch mehr. Er war ja auch mal anderer Meinung hat dann aber von einem ostdeutschen Prof. gehört der über das Thema noch vorlehsungen führt und hat sich da so zerfressen in dem glauben daran alle Wissenschaftler wöllten nur Halbwissen verbreiten um ihren eigenen Reichtum zu vergrößern.
Ich will ihn natürlich auch nicht zwingen wenn dann versucht er eher mir das auf zu drängen aber, er hätte mir auch sagen können, er glaube die Welt ist flach weil irgendwer das als Thema seiner Lebensarbeit sieht und es ihm gleichzeitig nicht möglich ist das gegenteil zu beweisen.
Das es keinen ultimativen nachweis gibt ist mir klar, das betont er auch immer,er könne ja die platten nicht sehen wie sie sich verschieben.Ich suche nur nach einem Argument was ihn wieder etwas in geradere bahnen denken lässt ;D
Zu den Neutrinos, hatte ich mal eine Seite gefunden, wo Studenten über einen versuch berichteten bei den sie die Aufgabe bekamen diesen Prozess nach der Formel des ostdeutschen Prof. nach zu rechnen die dan auf ein anderes Ergebnis kamen mit viel geringeren zahlen das war ihm aber auch kein Argument.
Naja was solls ich komm wohl auch nicht ganz damit klar das ein guter freund sowas glaubt.
Würde mich aber trotsdem über noch mehr antworten zu dieser Frage freuen da ich das Thema an sich interessant finde.

Gruß

cmd.powell:
Öhm, naja, vielleicht kannst Du Deinen Bekannten ja doch überzeugen: Am St. Andreas Graben in Californien gibt es z.B. Orangenbäume, die aufgrund der tektonischen Bewegungen der Platten zerrissen wurden, da sie dummerweise mit der einen Seite auf der nordamerikanischen und mit der Anderen auf der pazifischen Platte festgewachsen sind/waren. Zudem zeigt sich die tektonische Bewegung gerne nach Erdbeben, wo sich gerne mal Verschiebungen von mehreren Metern zeigen (z.B. bei dem großen Kobe-Beben in Japan).
Auch ein Argument ist, das die meisten Geowissenschaftsprofessoren nicht wirklich reich sind (zumindestens nicht in dem Bill-Gates-Paris-Hilton-Donald-Trumb-tralala-Sinne).
Und das die Erde/Welt nicht flach ist, kann man leicht an jeder Küste beweisen: Man sieht von einem Schiff immer zuerst den Mast am/über den Horizont erscheinen, und das man Wasserflächen nicht "biegen" kann, dürfte auch jeder noch so wissensresistente begreifen.
Ein guter Freund von mir hat Probleme damit, an die Funktionsweise von Gravitatioswellendetektoren zu glauben (anders kann ich es hier nicht formulieren, da ja bisher noch keinerlei Funktionsbeweise erbracht wurden). Er ist ja nun auch nicht blöde und hat auch ziemlich viel Ahnung von Physik. Das ist bei ihm nun auch das Problem: Mit dem, was er über Physik und elektromagnetische Wellen weiß, kommt er zu dem Schluss, die Teile können nicht funktionieren ! Ich kann ihm das leider nicht wirklich vorrechnen oder plausibel erklären, dafür müsste ich Einsteins Retativitätstheorie verstanden haben (hab ich nicht, ist ja auch nicht ganz sooo einfach  :P). Ich kann nur sagen: So viele Physiker arbeiten an diesen Teilen, die können sich doch nicht alle gleichermaßen irren. Er sagt nur: "Wieso nicht ?" - - - wat soll man da noch sagen  ??? Klar, er als zugegeben ziemlich fähiger Elektroingeneur mit bestenfalls maginalem Realtivitätstheoriewissen hat natürlich den Durchblick gegenüber tausenden Physikern, die seit Jahren oder gar Jahrzehnten nichts anderes machen, als sich mit den Problemen der Gravitationswellen und der Relativitätstheorie rumzuschlagen - klingt logisch !?

Krizu:
Hallo,

in meinen physikalischen Augen schalte ich dann irgendwann in den "Wenn du das sagst"-Modus.

Es ist genauso frustrierend, wie ein Gespräch mit den Zeitschriftenleuten in der Stadt über Glauben.

Klar, die Erde gewinnt jeden Tag gewaltig an Masse: Mikrometeoriten etc.
Die Paar Neutrions mit der verschwindenden Ruhemasse sind vermutlich ein Dreck gegen die Gasverluste in der Hochathmosphäre durch Sonnenwind auf der anderen Seite.

Tachyonen dürfen meines Wissens gar nicht auf dieser Seite der Lichtgeschwindigkeit auftreten ;-)

Wenn natürlich alle Beweise ein fake der bösen Wissenschaftler sind, ist eine Diskussion sinnlos.
Siehe Dinos in Granit oder alles nur gelogen: die Erde mit Fossilien ist ein Baukasten (Lehrmeinung! http://de.wikipedia.org/wiki/Kreationisten 8) )

BTW: Warum erst seit 350Mio Jahre?
Widerspricht er der Plattentektonik oder wo ist das Problem?

Ja, die Erde wird schwerer durch Einschläge!
Ja, es entsteht pro Jahre irgendwas im kg-Bereich an C14.
Ja, Neutrinos treffen die Erde, gehen aber meist durch und wiegen nichts im Vergleich zu mir.

Ja, das Erde-Mond System verliert Energie und wird dadurch leichter ;-) (Gezeitenbremse mir E=mc2 ;-) )
Ja, eigentlich sollte wir auch Gravi-Wellen abstrahlen :-)
Ja, die Erde verliert leichte Atome.

Mfg

Frank
(Der sich jetzt einen Kaffee holt)

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