Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals
Rosenquarz ???
Collector:
na endlich ist die Diskussion ja völlig von der Seiser Alm-stufe weggeglitten.
collector
Waidler:
Sorry - zurück zur "Rosenquarz-Stufe"
Meine Meinung dazu ist: Quarz pseudomorph nach Desmin. Schaut Euch mal die Matrix an ... . Auch irritiert mich die so auch so typische Garbe ... .
@ rheinkiesel: Wie ist der Habitus/Tracht - sind Fotos möglich (nur um ein paar Flächen aufblitzen zu lassen ...)?
Gx Waidler
uwe:
Hallo Collector,
Tja, da kann'ste mal sehen, wie gern in diesem Forum wissenchaftlich diskutiert wird. Find ich gut. Ich bin bloß froh, daß ich hinter den Hinweis mit den Rutilnädelchen als Farbgeber ein (?) gesetzt habe. So steht es zwar in den, zugegeben alten, Büchern, aber so richtig geglaubt habe ich es eh' nicht. Dünne Rutilnädelchen sind eher gelb als rot.
Das mit dem Dumortierit war mir neu, ist aber einleuchtend. Ich habe sofort meinen Dumortierit unterm Mikro betrachtet und die einzelnen Kristalle schimmern auf den Spaltflächen der Längsrichtung tatsächlich violett bis rosa.
Um noch etwas zur Rosenquarzdiskussion beizutragen möchte ich zu bedenken geben, daß Rosenquarz ja kein Mineral im wissenschaftlichen Sinne ist. Deshalb sollte es auch auch möglich sein, reden rosa gefärbten Quarz als Rosenquarz anzusprechen.
Rheinkiesel hat angegeben, daß die Bilder eingscannt wurden. Die desmintypische Form könnte durch die perspektivische Verzerrung bei scannen hervorgerufen worden sein. Die parallel zur Ansichtsfläche liegenden Kristalle sehen schon wie Quarze aus.
Auf jeden Fall eine sehr schöne und bezogen auf den berühmten Fundort auch wertvolle Stufe, die erfreulicherweise zu einem ausgesprochenen Schnäppchenpreis erworben werden konnte. Sie sollte in der Sammlung einen entsprechend würdigen Platz bekommen.
Glück Auf
Uwe
Conny3:
Hallo,
nun habe ich auch noch etwas gefunden: Druse mit Rosenquarz aus dem Durontal!
Abgebildet und beschrieben in EXTRA LAPIS Nr. 22 "Südtirol und die Dolomiten" auf S.77:
"Zu erwähnen aus diesem Gebiet sind noch die Rosenquarze: Sie sind meist lose in der erdig- kreidigen Schicht eingelagert, welche die felspartien überlagert, können aber auch im anstehenden Gestein vorkommen. Diese Rosenquarze treten vorwiegend in Form von Igeln, Garbenoder als Sternquarz auf, sind oft an der Oberfläche matt und selten glänzend. Diese Aggregate können Längen bis 15 cm erreichen und bilden dann unregelmäßig verwachsene Gruppen von Garben."
(Leider habe ich den Scanner am anderen Rechner angeschlossen - dieser Rechner befindet sich noch zur Reparatur- daher jetzt noch nicht das Bild dazu - aber später)
Der Conny
Waidler:
Jep - und da währen wieder mal meine alten Probleme ... . Gemenge kontra Mischung! Verdammte Optik aber auch *fg*!!
Dampft mal Gold hauchdünn auf Arkansas-Quarze auf, kommt wunderbar gefärbter "Blauquarz" zustande. So und das ist oberflächig! Nimmt man nun, nach der Theorie Rykart´s, diverse eingelagerte Elemente, wie Mn, Mg oder Fe (ohne auf die Wertigkeit zu achten!) erhalten wir je nach Bestrahlung mit natürlicher Radioaktivität einen Farbquarz. So - und die Farbzonen erklären sich durch unterschiedlich stark angereicherte Bereiche (sog. Phantome). Die einzelnen Farbquarze werden sodann mit speziellen Namen angesprochen. So und nun kennen wir eben Amethyst, Rosenquarz, Blauquarz (künstlich!), usw. .
Aber: "Eisenkiesel" ist und bleibt Quarz, der mit Haematit(-xx) durchstäubt ist. Hier gibt es in der älteren Literatur oftmals schlimme Verwechslungen. Weinschenk beschrieb Amethyst vom Silberberg bei Bodenmais. Die beschriebene Stufe IST allerdings unumwerflich "Eisenkiesel", nicht anderes. Auch sollte Rosenquarz als Kristalle vom Schwarzeck bekannt sein. HIER aber IST es Amethyst! Allerdings sollte man bei solchen Aussagen immer aufpassen, wenn man die Originalstufe nicht kennt!
Gx Waidler
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