Hallo,
ich habe 7 von den Teilen im Einsatz. Sie sind ein Kompromiss zwischen Bezahlbarkeit und Präsentation...
Standfestigkeit:Ich nutze das unterste Fach (Holzboden), um große, schwere Stücke abzustellen, was die Standfestigkeit (die ohnehin gut ist) noch erhöht. Da ich in einem Altbau mit verzogenen Wänden wohne, war es nicht praktikabel, die Vitrinen an die Wand zu schrauben, da am Top der Vitrinen durchaus mehrere Zentimeter zwischen Vitrine und Wand klaffen können, auch wenn sie auf Bodenhöhe bündig an die Wand anschließen. Mit kleinen, selbst angepassten Keilen unter den Standfüßen habe ich sie lotrecht eingerichtet. Die ältesten beiden Vitrinen stehen seit 8 Jahren stabil an einer Stelle und haben 2004 ein Erdbeben der Stärke 4,1 samt Inhalt problemlos überstanden

. Wenn man keine Kinder, Haustiere oder umtriebigen Besuch hat, halte ich das für praktikabel.
BelastbarkeitDie erlaubte Belastung von 6 kg/Boden ist mehr als ausreichend, wenn man Hand- und Kleinstücke präsentieren will (Erze vielleicht ausgenommen

). Stell dazu doch einfach mal mehrere Stufen, die auf einem Regalboden zusammengestellt werden sollen, auf eine Waage und prüfe das Ergebnis - so schnell kommen 6 kg gar nicht zusammen, da die Fläche der Böden auch nicht so riesig ist.
StaubdichtigkeitKlares NEIN! Alle Komponenten sind staubdicht miteinander verbunden - bis auf die Tür. Dort läuft ein mehrere Millimeter breiter Spalt ringsum. Nach einer Lösung dafür suche ich noch, ggf. würde es mit elastischen, transparenten Kunststoffprofilen gehen, die den Spalt verschließen, aber das Öffnen und Schließen der Tür noch erlauben. Solange ist bei mir zweimal im Jahr Staubwischen angesagt.
BeleuchtungIm Holzbrett am Top der Vitrine ist ein recht großer Ausschnitt zum Anbringen von Leuchten, Einführen von Kabeln etc. ausgesägt. Ich verwende "Non"-Halogenspots von Ikea. Die entstehende Wärme wird durch die Öffnung ausreichend abgeführt. Natürlich könnten auch LEDs und andere Leuchtmittel eingesetzt werden. Bedacht werden sollte, dass, wenn nur oben eine Lampe angebracht wird, die unteren Glasböden nicht mehr so viel Licht abbekommen.
WirkungInsgesamt finde ich, dass so ein Detolf, wenn er planvoll bestückt und beleuchtet wird, durchaus edel und repräsentativ aussieht, jedenfalls viiiiel besser als eine zweckentfremdete Vitrine aus dem Schrankwandprogramm oder ein schlichtes Holzregal. Und zu einer echten Museums- bzw. Ausstellungsvitrine ist es kostentechnisch eben noch mal Faktor 20 bis 40...
Anbei zwei Schnappschüsse, wie sowas aussehen kann. Fotografieren bei Kunstlicht ist nicht so meine Stärke...