hallo markus und mitleser, die frage ist gut und ich habe auch keine perfekte antwort.
aber:
es gibt z.b. den einbau von fremdmaterial z.b. gips etc. in quarz, die dann kappenquarze bilden. bei einem sammler in königswinter habe ich quarze gesehen, die den hut ziehen konnten. sprich scharfe trennlinie aus gips und du konntest den hut abnehmen.
das war dann makroskopisch...
stell dir jetzt den effekt auf molekularer ebene vor, z.b. nur ein zwei atomlagen dick, dann wirst du sicher keine trennung erreichen durch den mechanischen eingriff. aber durch (optische) untersuchung wirst du merken, der kristall änderrt sich. z.b. lichtbrechung, elektrischer widerstand etc.
schaue dir mal einen sogenannten einkristall an, der durch ziehmethoden aus der schmelze gezogen wird. im unteren/oberen teil reichern sich verunreinigungen an. da sind die kristalle ganz anders chemisch zusammengesetzt...
oder die sogenannten polykristallinen silzium-xx, die für solarzellen verwendet werden. an jeder korngrenze ändert sich die zusammensetzung und die struktur der kristallite.
leider kann ich dir keine abschließende antwort geben, aber das thema ist spannend. ich habe das thema nur anreisen können mit meinen kenntnissen, die ich im rahmen meines chemiestudiums sammeln konnte. wenn ich nach meiner pensionierung noch eon bischen zeit habe, studiere ich noch materialwissenschaften...
wichtig ist die methode der beobachtung. wie fein ist dein beobachtendes werkzeug... mit dem meissel siehst du anders als mit der lupe. das ohmmeter sieht anders als deine finger/deine augen
herzlichste grüße und glück auf jürgen lange