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Autor Thema: Epitaxie von Rutil mit Ilmenit  (Gelesen 4559 mal)

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Offline berthold

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Epitaxie von Rutil mit Ilmenit
« am: 22 Nov 04, 13:39 »
Hallo,

ich suche Info's über die Epitaxie von Rutil und Ilmenit (beide Richtungen, also Rutil auf Ilmenit und Ilmenit auf Rutil).  Besonderes Interesse habe ich an Literaturquellen, Fotos (auch Dünnschlif-Bilder), Fundort-Benennungen und natürlich ggf. Links zu diesem Thema.

Bin für jeden Hinweis dankbar.

Gruß

Berthold

Offline Philip Blümner

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Re: Epitaxie von Rutil mit Ilmenit
« Antwort #1 am: 22 Nov 04, 16:48 »
Hallo berthold!

Vielleicht findet man was dazu in den Ausgaben des Aufschlusses

November 1976 (Heft 11): Eine Pseudomorphose von Ilmenit nach Rutil vom Stanzen im Bayerischen Wald

Juli/August 1975 (Heft 7/8): Epitaxie und Diataxie

Gruß
Philip



Offline berthold

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Re: Epitaxie von Rutil mit Ilmenit
« Antwort #2 am: 22 Nov 04, 16:54 »
Hallo,

den Aufschluss hab ich, 11/76 beschreibt Pseudomorphose, nicht Epitaxie,
und das Doppelheft von 75 allgemein über Epitaxie...

trotzdem vielen Dank, vieleicht findet ja noch jemand was.

Gruß Berthold

PS:@Philip: Die versprochene Pseudomorphose geht morgen raus.

Offline Philip Blümner

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Re: Epitaxie von Rutil mit Ilmenit
« Antwort #3 am: 22 Nov 04, 16:58 »
Ja, vielleicht hätte es dir helfen können. Lieber ein bisschen Hilfe als gar keine!  ;)

@berthold
Danke!


Offline Frank de Wit

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Re: Epitaxie von Rutil mit Ilmenit
« Antwort #4 am: 22 Nov 04, 19:11 »
der habe ich noch

1878   ?   P.287-288   NEUEN JAHRBUCH FUR MINERALOGIE, GEOLOGIE UND PALEONTOLOGIE: Sadebeck A. -- "Betreffs Ilmenit".
1902   21/3   P.226-228   TSCHERMAKS MINERALOGISCHE & PETROGRAPHISCHE MITT.: Pelikan A. -- "Pseudomorphosen von Magnetit und Rutil nach Ilmenit".
1906   65   P.184-90   MINERALOGICAL MAGAZINE: Solly R.H. -- "Notes on some Binnenthal minerals (Ilmenite, Seligmannite, Marrite)"/14.
1914   43   P.76-88   R   RIVISTA DI MINERALOGIA E CRISTALLOGRAFIA ITALIANA, PADOVA: Bianchi A. -- "Ilmenite e Titanite di Val Devero (Ossola)".
1914   23   P.722-727   ATTI DELLA ACCADEMIA NAZIONALE DEI LINCEI, ROMA (RENDICONTI): Bianchi A. -- "Ilmenite di Val Devero (Ossola)".
1921   60   P.126-148   ATTI SOCIETA ITALIANA SCIENCE NATURALI, MILANA: Bianchi A. -- "Ilmenite ed ematite titanifera di val Devero (Ossola)".

die erste zwei habe ich in pdf
mail mich offlist wenn du die haben mochtest

hojje!

Online Florian

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Re: Epitaxie von Rutil mit Ilmenit
« Antwort #5 am: 22 Nov 04, 19:59 »
Hi,

sind das wirklich Epitaxien oder immer Pseudomorphosen? ICh kenne eigentlich kaum sichere Stücke mit Epitaxien von Ilmenit und Rutil! Nur Pseudomorphosen von diesen, bei denen ich nicht immer sicher bin ob da nicht alles anders ist! Was steht eigentlich in den Artikel von der Stanzen bei Arnbruck? Pseudomorphosen von was nach was? Rutil nach Ilmenit oder Rutil nach Muskovit (oder ähnlichen Glimmer)? Hab eigentlich noch nie einen so großen Ilmenit von dort gesehen (der auch noch so dünn ist), glaub eher das sind mal Glimmer gewesen! Hab solche Pseudos von mehr Fundstellen wo es erst Glimmer waren die dann zu Rutil umgewandelt werden: Pauliberg Zwiesel, Auerkiel - Bayerwald, Mörchnerscharte - Zillertal - Österreich, Grub -Rinchanch-Bay. .... !
Was meint ihr?

Offline berthold

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Re: Epitaxie von Rutil mit Ilmenit
« Antwort #6 am: 30 Nov 04, 14:40 »
Hallo,

Zunächst mal meinen herzlichen Dank an Peter für die Anfrage in mindat.org und an Frank für die Literatur.

so, nun bin ich etwas schlauer. In mindat.org hat Gunnar Färber  ;D geantwortet, dass Ihm eine solche Epitaxie nicht bekannt ist. Allgemein bekannt ist Epitaxie von Rutil mit Hämatit (hab ich auch in meiner Sammlung stehen). Jetzt unterscheidet sich Ilmenit und Hämatit strukturell ja nicht so sehr, dass es so eine Epitaxie nicht geben könnte - oder ?

Bei dem Studium der Literatur von Frank fand ich dann den entscheidenden Hinweis ( aus 1902   21/3   P.226-228   TSCHERMAKS MINERALOGISCHE & PETROGRAPHISCHE MITT.: Pelikan A. -- "Pseudomorphosen von Magnetit und Rutil nach Ilmenit"):

Zitat
Die Gesetzmäßigkeiten der Verwachsung von Rutil und Magnetit mit dem Titaneisen sind folgende: ...Die Rutilsäulchen liegen auf der c-Fläche mit ihrer Längsrichtung parallel zu den Kanten c:n, als parallel zu den krystallographischen Zwischenaxen. Auf den n-Flächen sieht man sie horizontal angeordnet.

Weiter führt Pelikan eine Vermutung zur Analogie dieser Gesetzmäßigkeit mit der bekannten orientierten Verwachsung von Rutil-Hämatit an.

Also, wenn das keine Epitaxie ist  :) ! (Titaneisen=Ilmenit, der Bergirff Epitaxie war damals noch nicht verbreitet/bekannt)

Dank Euerer Mithilfe konnte ich diesen Sachverhalt klären, der mich in meinen Forschungen an oberpfälzer Rutil-Ilmenit weitergebracht hat.

Gruß

Berthold

 

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