Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición > Zeugen des Bergbaus / evidence of mining

Uranbergbau Bärenstein

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Grubenwehrmann:
Ich habe da noch einmal eine Frage

Mir wurde zugetragen das in den 50er Jahren Bergleute in der Gegend von Baerenstein, die verunglueckt oder wie auch immer zu tode gekommen sind,  "" nackt" in den Sarg gelegt und dann beerdigt wurden. Kann mir jemand hier dieses Verhalten erklaeren.

                                               Der Grubenwehrmann

Schluchti:
Hmm, seltsames Gebirgsvolk fällt mir da nur spontan als Antwort ein...  ;)

Im Ernst: Davon habe ich noch nicht gehört, vielleicht war das ein lokaler Brauch? Aber möglicherweise haben die alten Hasen hier ein Erklärung.

 

Grubenwehrmann:
Hallo Schluchti
Ich wuerde mich freuen wenn du mir noch einmal helfen koenntest. Kannst du mir sagen wo der Schacht 319 stand und ob er noch unter einen anderen Namen bekannt war. Ich bedanke mich im voraus fuer deine Muehe
                    Der Grubenwehrmann

Schluchti:
Hallo Grubenwehrmann,

habe mal die Wismut CD befragt.

Danach gehörte der Tagesschacht 319 zur Kleinstlagerstätte August (AWGUSTOWSKOJE). Diese Lagerstätte ertreckte sich über ein Areal von 1 km2. Das Grubenfeld liegt nordwestlich der Ortslage Raschau (Grünstädtel) im Landkreis Schwarzenberg und wird im Zentrum durch die B 101, die Eisenbahnlinie Schwarzenberg - Annaberg und den Flußlauf der großen Mittweida in zwei Teile getrennt. Schacht 319 lag unmittelbar nördlich der großen Mittweida.

Dieses Grubenfeld unterstand der Schachtverwaltung 257 (diese bestand von 1949 bis 1954).
Der Aufschluß erfolgte über 6 Stolln, 3 Tagesschächte (Nr. 257, 278 und 319), 13 Tiefschürfe, 12 Blindschächte und mehrere Überhauen auf 10 Sohlen.


Tagesschacht 319

Füllorte, Sohlen: 3,4,5
Rasensohle m NN: 488,2
Teufe [m]: 319
Querschnitt [ m² ] Ausbr./ Licht: 12 / 8,5
Übergabe in Produktion: 1951

Fördermasch. Typ: TM 23
Fördergefäße: 2 Gestelle
Fördergerüst [Material / Höhe in m]: Holz / 17
Proj.Förderleistung [t/h]: 38

Zwar wurden auch viele alte Bergbauanlagen in die Erschließung dieser Lagerstätte mit einbezogen, jedoch wohl fast nur alte Stolln. Daher gibt es auch keine Informationen über frühere oder andere Namen. Ich vermute Schacht 319 wurde unter diesem Namen erstmals durch die Wismut abgeteuft.

 

Grubenwehrmann:
D A N K E   Schluchti

Du hast mir sehr geholfen

                    Der Grubenwehrmann

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